Wenn man den Kleiderladen von Suzanna in der „Grand Mall“ im Kairoer Stadtteil Maadi betritt, fühlt man sich wie bei Hennes & Mauritz. Weite Leinenhosen mit Taschen an der Seite, Blusen mit gesticktem Ethnomuster, kurzärmelige Jeanskleider, Bodys und Tücher in leuchtenden Farben und indisch bestickte Stoffschuhe. Nur die schlauchartigen losen Ärmel, die an einem Ständer hängen, irritieren. Ein neuer Modegag? Nein, sie sind islamische Accessoires. Sie erlauben es auch einem konservativer eingestellten muslimischen Mädchen, ein kurzärmeliges Kleid zu tragen – mit den eng anliegenden Ärmeln darunter, damit keine blanke Haut zu sehen ist. Für ein sehr konservatives Mädchen wäre dies jedoch undenkbar, da sie zu eng anliegend sind. „Ich kombiniere internationale Modetrends mit unserer Kultur“, sagt die 33-jährige Suzanna selbstbewusst.
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