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AW: von der schwierigkeit, europäer zu sein
Also, ich hab es mir jetzt noch zweimal mit Ruhe durch gelesen, und kann immer noch nicht sagen, dass der Autor sich nicht zugehörig fühle und auch nicht, dass er alles nur von der negativen Seite her sieht. Ich lese hier eine geschichtlich beleuchtete, aber aktuelle Bestandsaufnahme, die noch nicht einmal großartig positiv oder negativ bewertet wird.
Z. B. der Satz "Europa ist eine Scheinehe, in der die Eheleute nicht unter einer Decke schlafen" Für mich ist das einfach nur die Feststellung, dass hier zwar eine Union auf dem Papier besteht, in Realität aber die Teilnehmer der Union uneins sind. Ein Urteil oder eine Bewertung darüber wird nicht abgegeben. Der Autor gibt lediglich ein paar Empfehlungen, die seiner Ansicht nach für das Zusammenwachsen der Länder hilfreich wären. Er stellt Fragen, was es überhaupt heißt, Europäer oder europäisch zu sein. Kann man das überhaupt sein?
Jedes Land hat seine Eigenheiten und wir hier wissen doch am besten, wie anders die schon auf ein paar 100 km Distanz oder sogar im Land sein können. Ist es überhaupt möglich, dies alles unter dieselbe "Decke" zu bekommen?
Das einzige, was ich da raushöre, ist, dass der Autor Letzteres offensichtlich für unmöglich hält, so wie es zurzeit angepackt wird (was übrigens auch meine Meinung ist).
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