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19.06.2007, 14:48
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TT-Schreck
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Sterbehilfe?
Es ist schon ein paar Tage her, da gab es auf Phoenix einen Bericht über die Sterbehilfe in der Schweiz. Was dort möglich ist, gibt es in Deutschland nicht und so fahren immer öfter schwerkranke Deutsche dorthin um aus dem Leben zu scheiden. Die Sache läuft etwas seltsam ab. Die Sterbehilfeorganisation arbeitet mit Ärzten zusammen, die sich vom Zustand des Patienten überzeugen und ein Rezept für ein starkes Schlafmittel ausstellen, mit dessen Überdosierung ein schmerzfreies Sterben ermöglicht wird. Eine Sterbebegleiterin verabreicht das Mittel. Alles das passiert in einer extra dafür angemieteten Wohnung, die sich in einem größeren Gebäudekomplex befindet.
Wie steht ihr zu dem Thema Sterbehilfe?
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Frage nicht was ich für dich tun kann, sondern was du für mich tun kannst.
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19.06.2007, 14:56
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Sterbehilfe?
Ehrlich gesagt zweigeteilt. Wenn Menschen nur noch an der Maschine hängen und nur künstlich am Leben gehalten werden, verstehe ich es. Wenn man jedoch das Leben einfach beendet, was meinem Glauben nach nur Gott zusteht, ist es auch kritisch zu sehen. Daher sehr schwieriges Thema.
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19.06.2007, 15:00
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TT-Schreck
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Themenstarter  
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AW: Sterbehilfe?
So wie dort berichtet wurde, hilft man auch nur Leuten die so krank sind, dass jede Lebensverlängerung eine Quälerei darstellt
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19.06.2007, 15:06
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TT-Besetzer
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AW: Sterbehilfe?
stehe dem auch eher zweigeteilt gegenüber.
einerseits möchte ich nicht derjenige sein, der das entscheiden soll und andererseits sollte ich mal so krank sein, daß ich nicht mehr denken kann, nichts mehr alleine kann usw. würde ich mir vielleicht wünschen das es sowas hier in d. auch gäbe. schwer zu sagen. kommt auf die situation an denke ich.
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Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!
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19.06.2007, 15:13
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AW: Sterbehilfe?
für den kranken, leidenden kanns eine erlösung sein, aber haben wir oder wer hat das recht über leben und tot zu bestimmen ?
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19.06.2007, 19:48
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TT-Prediger
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AW: Sterbehilfe?
sterbehilfe - da kann ich mich anschließen - sicherlich eine willkommene erlösung für denjenigen, der vor krankheit nur noch leidet und man das keinesfalls mehr leben nennen kann!
allerdings möchte ich selbst nicht darüber entscheiden müssen und mir würde es auch schwer fallen, wenn ein geliebter sehr nahestehender mensch dies wollen würde und ich ihn gehen lassen müsste...
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Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
(Arthur Schopenhauer)
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19.06.2007, 20:27
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AW: Sterbehilfe?
Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Großvater die letzten Monate vor seinem Tod gelitten hat wie ein Hund. Wenn er es noch gekonnt hätte, hätte er seinem Leben sicher ein Ende gesetzt, er hat auch oft gesagt, dass er nicht mehr will - und ganz ehrlich, nach einigen Monaten dieser Tortur hätte die ganze Familie ihm gerne dabei geholfen, wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte.
Klingt hart, ich weiß, aber es gibt hoffnungslose Fälle, wo jede Verlängerung des Lebens nur noch Qual ist - für den Kranken, wie auch für seine Angehörigen.
Trotzdem ist es natürlich schwierig, die Sterbehilfe generell zu erlauben. Bis wo besteht Hoffnung, bei wem nicht mehr, will der Kranke das selbst, oder kann er es womöglich gar nicht mehr selbst entscheiden in der Situation? usw. und so fort. Selbst, wenn ich jetzt in meinem gesunden Zustand schriftlich festlegen würde, dass ich Sterbehilfe möchte, falls ich mal so krank werde, wer weiß, ob ich es im Falle dessen dann überhaupt noch will, und dann kann ich es womöglich nicht mehr sagen...
Sehr schwierige Frage, finde ich, und wirklich nur von Fall zu Fall zu entscheiden meines Erachtens. 
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19.06.2007, 20:40
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AW: Sterbehilfe?
ich finde es besser sterbehilfe hier in deutschland zu erlauben als die patienten die sie wollen durch strenge gesetze dazu zu zwingen,schweizer organsationen wie xxx, die ein riesengeschäft mit den ausländischen todkranken machen,aufzusuchen.jeder sollte ein recht darauf haben zu bestimmen was mit ihm geschieht,auch wenn es den angehörigen vllt schwer fällt die entscheidung zu verstehen.den verlust werden sie so und so zu beklagen haben,da ist es doch besser der kranke ist etwas früher und dafür in frieden gegangen.
Geändert von Anouk (20.06.2007 um 16:27 Uhr).
Grund: xxxx aus rechtlichen Gründen editiert
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19.06.2007, 21:17
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AW: Sterbehilfe?
Zitat:
Zitat von Renée
Trotzdem ist es natürlich schwierig, die Sterbehilfe generell zu erlauben. Bis wo besteht Hoffnung, bei wem nicht mehr, will der Kranke das selbst, oder kann er es womöglich gar nicht mehr selbst entscheiden in der Situation? usw. und so fort. Selbst, wenn ich jetzt in meinem gesunden Zustand schriftlich festlegen würde, dass ich Sterbehilfe möchte, falls ich mal so krank werde, wer weiß, ob ich es im Falle dessen dann überhaupt noch will, (...)
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Da sprichst Du viele Wahrheiten gelassen aus, Renée. Euthanasie generell kann etwas zutiefst Humanes sein, aber auch furchtbar missbraucht werden, wie im Hitler-Regime. Deswegen werden die Deutschen, vermute ich, nie mehr so unverkrampft mit dem Thema umgehen können wie es in den Niederlanden oder (siehe Sdosts Beispiel) der Schweiz politisch toleriert wird. Dabei reicht die Tradition des Freitods weit zurück bis in die Antike. Erst der religiöse Überbau unterschiedlicher Weltreligionen hat ihn zur Sünde gemacht.
Problematisch, sogar hochproblematisch finde ich solche "Serviceleistungen" in dem Moment, wenn der freie Wille des Betroffenen beispielsweise durch Depressionen o.ä. eingeschränkt und regelrecht tunnelartig verengt ist. Viele schwere, lebensbedrohliche Erkrankungen, bei denen aber auch eine gewisse Überlebenschance besteht, können unter anderem auch Depressionen zur Folge haben: Was dann? Wenn ein Mensch sich unter dem Schock einer dramatischen Diagnose zum Sterben entschließt: Ist das dann sein Wille? Oder ist es der Schock und die verständliche Furcht vor einer womöglich in der Lebensqualität eingeschränkten, aber gleichwohl lebbaren Zukunft? Wer entscheidet das, grenzt ab? Schützt Betroffene ggf. vor sich selbst oder einer aus Lebensängsten geborenen Kurzschlusshandlung?
Vielleicht hilft es, sich beizeiten klarzumachen, dass das Leben endlich ist, so bedauerlich das sein mag. Nicht erst auf den letzten Drücker, sondern dann - und gerade dann! - wenn es einem gut geht: zu überlegen, was man will, was einem gemäß ist oder im Falle des Falles wäre. Mit der eigenen Würde vereinbar wäre.
Für mich persönlich glaube ich es zu wissen. -
Und bevor man sich mit Sterbehilfe-Organisationen an sich befasst, fände ich es sinnvoller, sich in gesundem Zustand ein paar warme Gedanken über eine Patientenverfügung zu machen. Sterbehilfe-Organisationen, die für sich trommeln, leben für meine Begriffe auch teilweise von irrationalen Ängsten. Denn Ärzte müssen nicht um jeden Preis Leben verlängern. Und gute, mitfühlende Ärzte, die nicht nur Mediziner sind, tun es auch nicht. Sie haben trotz ihres Berufseids einen gewissen ethischen Spielraum. Der ist nicht groß, das ist klar, aber immerhin: sie haben ihn.
Wenn man lebensverlängernde Maßnahmen wie künstliche, nicht nur vorübergehende Beatmung, Ernährung usw. für sich ausschließt -- wenn klar wäre, glasklar, dass man das Bisschen, was vom Leben bliebe, in einem appallischen Dämmerzustand verbringen würde -- wäre für mich persönlich das Ende der Fahnenstange erreicht. Dann lieber gehen, für sich selbst, und der Familie, den Freunden, Erinnerungen an bessere Tage lassen. Mir persönlich wäre wichtig, möglichst schmerzfrei zu sterben. Und daheim, wenn ich es mir aussuchen könnte. Falls es dann Menschen gäbe, die das aushalten und mittragen könnten.
Wie auch immer: ich finde, über Patientenverfügungen kann man glänzend auch in Zusammenhang mit Organspendeausweisen nachdenken. Die Themen sind verwandt.
In diesem Sinne,
Anouk
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19.06.2007, 21:31
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AW: Sterbehilfe?
Zitat:
Zitat von Anouk
Wie auch immer: ich finde, über Patientenverfügungen kann man glänzend auch in Zusammenhang mit Organspendeausweisen nachdenken. Die Themen sind verwandt.
Anouk
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Gebe dir vollkommen recht, habe beides vor einigen Jahren verfasst und fühle mich seitdem definitiv besser...
Auch insgesamt kann ich deinen Ausführungen hier nur zustimmen (ich kann es nur nicht immer so schön ausdrücken, wie du  )
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