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26.03.2005, 12:40
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TT-Prediger
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hallo xan,
Zitat:
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Zitat von Xan
... Nicht so brutal primitiv wie Deutsch. Vom Denken her auf einer h?heren Stufe. Daf?r kann man sehr rationell komplexe Dinge ausdr?cken.
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ich bin ja des deutschen nicht so m?chtig, m?chte aber oben stehende aussage etwas in frage stellen. man kann ?ber die deutsche sprache wirklich vieles behaupten (schwere grammatik, schwer zu erlernen usw.), aber niemals, sie w?re primitiv, denn das ist die deutsche sprache nun wirklich nicht.
sie ist vielleicht nicht so blumig wie t?rkisch, okay, das mag sein, aber das ist eine andere geschichte und hat nichts mit der einfachheit zu tun, im gegenteil: es gibt wenige sprachen, die so komplex sind ...
in diesem sinne
: turgay
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26.03.2005, 12:42
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Reingestolpert
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schwierigtste ist das man f?r jedes wort auch ein artikel lernen muss :(
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26.03.2005, 12:56
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TT-Prediger
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die momentane diskussion geht an der ursprungsfrage vorbei.
wieso nicht einen neuen thread zu diesem thema aufmachen?
selamlar
: turgay
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26.03.2005, 12:59
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TT-Tastaturschoner
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Re: Das mu? mir bitte jemand erkl?ren!!!
Vielen herzlichen Dank an euch alle!!! :D
@ Xan:
Zitat:
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Wenn du t?rkisch lernen willst, fang mit Grammatik an, das ist alles sehr systematisch und nicht so chaotisch und willk?rlich wie Deutsch.
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Mach ich, ich hab ja schon angefangen.
Nur ich hab das jetzt so gemacht, wie ich fr?her mit der deutschen Sprache
Grammatik und Vokabeln gleichzeitig...
Danke f?r die Erkl?rung der einzelnen W?rter
@ Gox:
Auch vielen Dank
Zitat:
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schwierigtste ist das man f?r jedes wort auch ein artikel lernen muss
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Neeeeeee, oder? Ich hab mich schon so gefreut, dass es im T?rkischen anders ist
Mein gr??tes Problem im Deutschen sind immer diese Artikeln...
@ Turgay:
Zitat:
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ich bin ja des deutschen nicht so m?chtig...
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Was soll das bitte hei?en
Sei nicht so bescheiden!
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26.03.2005, 13:39
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TT-Gelegenheitsposter
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Hallo Turgay, das ist ein Thema, an dem ich mich festbei?en kann:-)
Jede Sprache ist auch Ausdruck der Denkweise, die dahinter steht. Deutsch finde ich chaotisch und wenig strukturiert. (ich hab auch mal ital. gelernt, da ist das ganz anders)
Extrem aufgefallen ist mir das zum ersten Mal bei Gespr?chen in der T?rkei, die ich geh?rt habe und an denen ich beteiligt war. Dort wird h?ufig auf einer h?heren Abstraktionsebene diskutiert als bei uns. Man mu? nur wissen, womit die Begriffe besetzt sind und das Umfeld der Beteiligten kennen, wenn es keine Mi?verst?ndnisse geben soll. Oder man fragt halt.
Auf der anderen Seite habe ich oft genug mitansehen m?ssen, wie eine befreundete T?rkin, die hier in D eine Wirtschaft gef?hrt hat, einem Deutschen vergeblich versucht hat, etwas zu erkl?ren, weil sie es nicht gew?hnt war, sich konkret genug auszudr?cken. Es endete regelm??ig damit, da? schlie?lich anhand von Beispielen der letzte und erfolgreiche Versuch gemacht wurde. So wie man einem kleinen Kind etwas begreiflich zu machen versucht, das es nicht verstehen kann.
Wenn in der T?rkei einer einem etwas erkl?rt und mu? mit "mesela" anfangen, ist meist klar, da? er es mit einem Begriffstutzigen zu tun hat; will sagen: das ist dort die Ausnahme.
Was ich damit zum Ausdr?ck bringen will ist, da? die Denkweise in den Kulturen unterschiedlich ist. Der Vergleich mit den Programmiersprachen gef?llt mir ganz gut. Auf der einen Seite prozedural = verborientiert, mit einem Subjekt; auf der anderen objektorientiert, mit Begriffen, die Eigenschaften haben und miteinander in Beziehungen stehen.
Was ich in der T?rkei schon an Teehausgespr?chen geh?rt habe, findest du in D allenfalls in der sonnt?glichen Journalistenrunde im Fernsehen, aber nicht bei normalen Leuten in den Lokalen, garantiert nicht! Und ich bewege mich in der T?rkei nicht in Akademikerkreisen sondern unter den Durchschnittsmenschen in der t?rkischen Provinz.
Deutsch erscheint mir dagegen wie ein Flickwerk, dem der ordnende Geist fehlt, deswegen primitiv. Da? es schwierig zu erlernen ist, ist die Folge davon. Eine reine Flei?aufgabe, Verstand brauchst du da keinen. Ein Indiz daf?r ist ja auch die sogen. Rechtschreibreform, die willk?rlich und auf st?mperhafte Weise die geschriebene Sprache alterprobter Ausdrucksm?glichkeiten beraubt hat. Dazu f?llt mir nur ein: "Wie der Herr, so 's Gscherr!"
Gr??le
Xan
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26.03.2005, 19:25
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Reingestolpert
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na ja.
da hat mal einer charakterisiert, franz?sisch sei eine logische sprache, also mit dem ersten paar w?rtern sei das ganze statement schon fertig und muss bloss noch abformuliert werden, englisch sei ein praktische sprache (daher vielleicht der it-kram alles auf englisch), deutsch eine mystische, bliebe immer alles nebul?s, italienisch eine rhetorische. (Und t?rkisch ist anscheinend eine blumige sprache ...?).
"brutal primitiv" ist jedenfalls voll daneben, bezieht sich wohl eher auf den (deutschen?) umgang als auf die sprache.
saludos
sommerfrische
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28.03.2005, 08:00
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Reingestolpert
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blumig = abstrakt
Zitat:
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Zitat von GoX
schwierigtste ist das man f?r jedes wort auch ein artikel lernen muss :(
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daf?r ist es f?r t?rkisch Lernende schwierig, weil man einen deutschen Satz von der Wortfolge her gesehen, beinahe v?llig umkehren mu?, um ihn halbwegs verst?ndlich im t?rkischen wiedergeben zu k?nnen.
Liebe Gr??e,
Aleksandra 
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30.03.2005, 16:15
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Reingestolpert
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Xan hat geschrieben:
Was ich in der T?rkei schon an Teehausgespr?chen geh?rt habe, findest du in D allenfalls in der sonnt?glichen Journalistenrunde im Fernsehen, aber nicht bei normalen Leuten in den Lokalen, garantiert nicht! Und ich bewege mich in der T?rkei nicht in Akademikerkreisen sondern unter den Durchschnittsmenschen in der t?rkischen Provinz.
Dazu:
Schon mal in Erw?gung gezogen, dass du dich in Deutschland vielleicht in den falschen Kreisen bewegst?
Auf jeden Fall finde ich deine statements ziemlich primitiv, um nicht zu sagen "brutal primitiv", denn du verquickst hier die Inhalts- und Ausdrucksebene...
Und um noch einmal auf die Frage der Philosophie zur?ckzukommen: es gibt ja auch wirklich verdammt viel t?rkische Philosophen von Weltruhm...
Abschlie?end:
Ich finde es absolut sinnlos Sprachen miteinander zu vergleichen, weil
dies schlicht und ergreifend nicht m?glich ist.
Um dies mal mit einem "primitiven" Beispiel zu veranschaulichen:
Es ist auch unm?glich Religionen miteinander zu vergleichen, dies hat ?brigens ein deutscher Dichter von Weltruhm sehr sch?n in seinem Werk "Nathan der Weise" dargelegt. Wenn man die Ringparabel aus Lessings Dichtung auf die Sprachen ?bertr?gt, hei?t dies:
Es gibt nicht die sch?nste (beste, rationellste, am leichtesten zu lernende) Sprache, sondern ein jeder muss sich seiner Sprache als w?rdig erweisen!
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