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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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  #11 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 01:06
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

bonjour AylinDeniz

schon recht, dass geld nicht alles ist, wenn man genug davon hat.

ich nehme an, dass zimmer-, küchen-, und anderes kleines personal vor ort das anders betrachten kann

salut
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  #12 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 04:00
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Zitat:
Zitat von solresol Beitrag anzeigen
dass die europäischen minderheiten schutz erhalten, auch wenn es sich um angehörigen eines so grossen volks sind, wie die türken.
"Her Türk Asker doğar" ("Jeder Türke wird als Soldat geboren")
und kann sich demnach selber ganz gut schützen, nicht wahr?

Ausserdem: Wie dumm würde im Falle eines Falles die Bundeswehr aus der Wäsche schauen, wenn das türkische Militär im Berchtesgadener Land einmarschiert?!

Zitat:
Zitat von solresol Beitrag anzeigen
heute ist eine moslemische frau justizminister frankreich's und eine 30 j. schwarze moslemische frau auch staatssekretär mit ministerrang am aussenministerium.
tja, in Deutschland "fällt auf, dass türkische Aufsteiger besonders häufig Ziel stigmatisierender Zuschreibungen sind." Die Studie belegt, dass türkische Aufsteiger unerwünscht sind.
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  #13 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 09:58
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

bonjour cambaz

Zitat:
Zitat von Cambaz Beitrag anzeigen
tja, in Deutschland "fällt auf, dass türkische Aufsteiger besonders häufig Ziel stigmatisierender Zuschreibungen sind." Die Studie belegt, dass türkische Aufsteiger unerwünscht sind.
wenn die demokratie funktioniert

wird es sich eben ändern müssen. es war in frankreich absolut nicht anders. jeder mensch ist von natur aus etwas rassistisch veranlagt und zumindest leicht xenophob, und kultur bedeutet nicht ursächlich irgend eine besondere trommel schlagen, oder wahnwitzige märchen schreiben zu können oder zu kennen,

sondern die innere standfestigkeit zu bilden und das wissen zu erwerben, um die menschheit als ganzes als familie zu empfinden und hoch zu schätzen, also über sein inneres rassismus herr zu werden.

in meinem geburtsort, troyes, beispielsweise waren in meiner kindheit die juden gehasst (viele produktionsbetriebe und viele geschäfte gehörten ihnen), und uns kinder gegenüber als hasswürdige neureiche hingestellt, als wenn sie zuwanderer gewesen wären. nie hat man gesagt, dass es gute juden gibt. nie haben die leute erfahren, dass der berühmteste rabiner aller zeiten, rachi, in dieser stadt fast 80 jahre lang lebte und das vor 1000 jahren, und dass diese gemeinschaft ununterbrochen unter uns gelebt hatte, dass wenn sie geld hatten, es das produkt ihrer leistung und menschenführung war. erst in den letzten jahren hat man rachi mit einem denkmal gewürdig, aber dabei aufgepasst, dass keiner verstehen kann, dass man hier einen berühmten juden ehrt (eine kugel!). das denkmal ist da, ohne da zu sein

heute aber, gibt es so viele einwanderer in frankreich, die erstklassige menschen sind, tüchtiger, schlagfertiger und mit bester ausbildung, dass man auch ihnen einen platz in den entscheidungsebenen einräumen muss. oder sollten die franzosen lieber, wenn sie schlaue leute brauchen, green cards aus indien kommen lassen (renault wird von so einem mann geleitet; er will auch bald komplette neue autos für 2.300 Euro in frankreich verkaufen, die nach e.u.-recht überall in der e.u. erhältlich wären)?

nur muss man auch dazu sagen, dass viele einwanderer in frankreich stolz sind, die französische staatsbürgerschaft zu tragen.

sie sind franzosen.

viele türken sind keine deutschen!

salut
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  #14 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 11:07
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Zitat:
Zitat von solresol Beitrag anzeigen
bonjour

ja oder nein?

import aus einem anderen forum:
Hallo Solresol,

warum zitierst Du eigentlich lang und breit aus einem anderen Forum, hättest Du das nicht selbst zusammenfassen können? Außerdem passt das Thema eher zum Integrationsthread bei Identitas..

Nix für ungut,

Anouk
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  #15 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 12:26
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Sag mal solresol, wem willst du hier eigentlich diese Märchen unterjubeln? Frankreich und seine Einwanderer waren in den letzten Jahren oft genug in den Medien und das nicht etwa weil es dort so gut gelungen ist Franzosen und Einwanderer in Harmonie miteinander leben zu lassen, sondern weil genau das Gegenteil der Fall ist. Solche Sprüche wie der damalige Innenminister Sarkozy hat fallen lassen, hätte in Deutschland jeden Minister aus dem Amt gefegt.
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Alt 22.08.2007, 12:49
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Cool AW: Türken, geschützte Minderheit?

Integration ist ja keine einseitige Sache:
Dass jemand seine Herkunftssprache vergisst und nicht an seine Kinder weitervermittelt, ist schade aber dass z.B. die Polen sich schnell integriert haben, kann man durchaus positiv sehen. Es zeigt, dass die Deutschen bereit sind, Fremde aufzunehmen, auch wenn rechte Parolen und Übergriffe oder ausländerfeindliche Sprüche manchmal etwas anderes zu vermitteln scheinen.

Ansonsten: Es ist in Deutschland nicht verboten oder verpönt, Suaheli, Mandarin, vietnamesich, koreanisch, russisch, kroatisch, urdu, arabisch (und und und) oder auch türkisch zu sprechen.

Jeder hat das Recht auf Informationen aus seiner ursprünglichen Heimat, was sich unter anderem an den vielen auf Türksat ausgerichteten Schüsseln zeigt (darf vom Eigentümer nicht verboten werden!).

Die Anzahl türkischsprachiger Zeitungen, die man in Berlin zu einem normalen Preis kaufen kann, sind sicher mehr als ein Dutzend.
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  #17 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 13:02
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
dänisch wiederum ist zwar stark vom niederdeutschen beeinflusst, dabei handelt es sich aber linguistisch gesehen um eine sogenannte "harte" sprachgrenze.
Ich habe mal neben schwedisch, auch versucht dänisch zu lernen.

Beide Sprachen, wie auch norwegisch sind wesentlich einfacher als Deusch, was die Grammatik oder auch die Konsequenz in der Aussprache des geschriebenen Wortes anbelangt.

Dänisch ist aussprachemäßig noch am schwierigsten. Nicht einmal als sprachbegabter Deutscher könnte man diese Sprachen durch einfaches Reinhören under Reinlesen lernen.
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  #18 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 13:48
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Zitat:
Zitat von alterali Beitrag anzeigen
Ich habe mal neben schwedisch, auch versucht dänisch zu lernen.

Beide Sprachen, wie auch norwegisch sind wesentlich einfacher als Deusch, was die Grammatik oder auch die Konsequenz in der Aussprache des geschriebenen Wortes anbelangt.

Dänisch ist aussprachemäßig noch am schwierigsten. Nicht einmal als sprachbegabter Deutscher könnte man diese Sprachen durch einfaches Reinhören under Reinlesen lernen.
das ist absolut richtig. zwar sind uns gewisse elemente vertraut, aber ohne eine tiefgreifende auseinandersetzung mit der sprache funktioniert es trotzdem nicht. als ich im märz in norwegen war, haben mir ein paar dort lebende deutsche bestätigt, dass die skandinavischen sprachen zwar recht rasch zu lernen sind für uns, dass es einem aber keineswegs zufliegt.
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  #19 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 13:50
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Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
das ist absolut richtig. zwar sind uns gewisse elemente vertraut, aber ohne eine tiefgreifende auseinandersetzung mit der sprache funktioniert es trotzdem nicht. als ich im märz in norwegen war, haben mir ein paar dort lebende deutsche bestätigt, dass die skandinavischen sprachen zwar recht rasch zu lernen sind für uns, dass es einem aber keineswegs zufliegt.

Wobei Schwedisch dem Deutschen noch am nächsten ist
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  #20 (Permalink)  
Alt 22.08.2007, 14:02
Genevieve
 
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AW: Türken, geschützte Minderheit?

Zitat:
Zitat von solresol Beitrag anzeigen



wenn die demokratie funktioniert

wird es sich eben ändern müssen. es war in frankreich absolut nicht anders. jeder mensch ist von natur aus etwas rassistisch veranlagt und zumindest leicht xenophob, und kultur bedeutet nicht ursächlich irgend eine besondere trommel schlagen, oder wahnwitzige märchen schreiben zu können oder zu kennen,

sondern die innere standfestigkeit zu bilden und das wissen zu erwerben, um die menschheit als ganzes als familie zu empfinden und hoch zu schätzen, also über sein inneres rassismus herr zu werden.
das leben in einer demokratie ist trotzdem keine einbahnstrasse. da sind beide seiten in die pflicht genommen.
es gibt genug migranten, die zwar in deutschland ihren wohnsitz haben, aber dort dennoch nicht leben. das gilt nicht nur für türken, sondern auch für vietnamesen, chinesen etc.
necla kelek schreibt in "die fremde braut":

shaziye und die anderen frauen leben mitten in deutschland. in einer kleinstadt mit 10.000 einwohnern, einigen fabriken, einem schloss, einer fußgängerzone, einer stadtverwaltung, schulen, müllabfuhr und einem schönen park. aber sie leben nicht wirklich in deutschland. sie leben in einer türkisch-muslimischen kleinstadt, einer parallelwelt, die ich mit orianna fallaci die "zweite stadt" oder "kaza" nenne (...)

bei allem verständnis und engagement für das zusammenleben der kulturen: kaza kann nicht das ziel sein. denn hier geht es um das miteinander, nicht um das abschotten: für beide seiten!
und die erste voraussetzung dafür ist die sprache, die offizielle sprache in dem staatsgebiet ist, auf dem ich mich befinde. und das kann eben nur die schule leisten, wenn im elternhaus keine bereitschaft signalisiert wird.

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