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  #11 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 15:44
Genevieve
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von DameTR Beitrag anzeigen
I
Um aber wieder den Bezug zu Turkish-Talk herzustellen: ich habe leider noch nie eine türkische Oper oder auch nur eine in türkisch gesungene Übersetzung besucht. Gibt es das überhaupt. Ich muss mal Googlen.

ja, türkische opern gibt es und zwar eine ganze menge. ebenso wie ballette.

ein bisschen zur oper westlicher prägung in der türkei:

(...) Als erster Schritt kann die von Sultan Mahmut II vorgenommene Umstrukturierung der traditionellen Janitscharen- Kapellen zu einem europäischen Militärblasorchester im Jahre 1826 gelten. Die Durchführung dieser Aufgabe oblag dem Italiener Guiseppe Donizetti, einem Bruder des bekannten Opernkomponisten, der nach seiner Ernennung zum Hofkapellmeister überdies ein Streichorchester sowie eine Musikschule nach europäischem Vorbild gründete. Impulse erfuhr die europäische Klassik bei Hofe ebenfalls durch die Besuche der großen Virtuosen Franz Liszt 1847 und dem Geiger Henri Vieuxtemps 1848. Türkische Musiker wurden ins Ausland gesandt, um ihre Ausbildung zu vervollkommnen.
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts schwappte die Begeisterung für westliche Musik zunehmend auf das Volk über. Dank der Tourneen italienischer Formationen durch die Städte der Westküste verzeichnete die Oper eine rasch anwachsende Popularität- Verdis Werke waren in der Regel spätestens drei Jahre nach der Premiere auch auf türkischen Bühnen zu erleben. (...)



atatürk, der selbst ein grosser musikliebhaber war, forcierte die entwicklung des westlichen musiklebens in der türkei.



(...)
für die Entwicklung der klassischen Musik bedeutete, wird in einem Interview aus dem Jahr 1930 auf den Punkt gebracht. Auf die Äußerung des deutschen Journalisten Emil Ludwig, die europäische Kunstmusik habe hunderte von Jahren benötigt, um ihr heutiges Niveau zu erreichen, entgegnete Atatürk schlicht: „Ich sehe, wir sind in Zeitnot.“ Statt bloßer Adaption wollte der leidenschaftliche Musikliebhaber durch die Verknüpfung der traditionellen Folklore Anatoliens mit der westlichen Kunstmusik die Entwicklung einer eigenständigen musikalischen Nationalsprache forcieren. Um auch auf internationalem Parkett zu bestehen, erschien es daher unabdingbar, die Ausbildung an westliche Standards anzupassen

1924 wurde das erste Institut zur Ausbildung von Musiklehrern an allgemein bildenden Schulen gegründet. 1926 nahm das Konservatorium von Istanbul seine Arbeit auf und junge Musiker, die sich in den ein Jahr zuvor erstmals abgehaltenen staatlichen Musikwettbewerben qualifiziert hatten, wurden zu Auslandsstudien entsandt. Um den ersten Klangkörper im westlichen Stil als festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der jungen Republik zu installieren, machte die neue Regierung 1938 aus der Not eine Tugend und überführte das noch von Donizetti gegründete Orchester des Sultans in die neue Hauptstadt Ankara, wo es seitdem unter dem Namen Präsidentiales Sinfonieorchester seinen Sitz hat.
Mit der Gründung der Staatsoper Ankara im Jahre 1939 wurde von Staatswegen aus auch die Etablierung des westlichen Musiktheaters in die Wege geleitet. (...)



bereits 1936 lag eine komposition der ersten türkischen nationaloper vor.

(...)
Der schnelle Aufschwung, den die europäische Kunstmusik in den ersten beiden Jahrzehnten der jungen Nation genommen hat, ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass die Türkei während des Zweiten Weltkrieges ihre außenpolitische Neutralität gewahrt hat. Die Zahl der deutschen und österreichischen Immigranten, die vor dem Hitler- Regime zwischen 1933 und 1945 in die Türkei geflüchtet waren, beläuft sich auf rund 800 Personen. Die Regierung Atatürk hat bei der Aufnahme der Flüchtlinge gezielt um qualifizierte Kräfte aus Kunst und Wissenschaft geworben. Das Erziehungsministerium sicherte jedem, der sich in der Lage fühlte, binnen kurzer Zeit auseichend Türkisch zu lernen, um Lehrwerke zu verfassen, einen Fünfjahresvertrag sowie ein Gehalt von umgerechnet 500 Euro monatlich zu.

Auch Paul Hindemith hatte vorübergehend eine neue Heimat in der Türkei gefunden und 1935 die Aufgabe erhalten, die musikalischen Ausbildungsstätten vorhandenen musikalischen Ausbildungsinstitute umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen zu unterziehen. In dem unter dem Namen „Hindemith Code“ bekannt gewordenen Bericht empfahl der Komponist ein Konservatoriumsmodell nach französischem Vorbild. Das bedeutete die Aufteilung des Institutes in sechs Fachbereiche, im einzelnen Musiktheorie/Komposition, Klavier- und Klavierkammermusik, übrige Orchesterinstrumente, Gesang, Hochschulorchester und -chor sowie einer pädagogischen Abteilung. Hindemith selbst übernahm den Vorsitz der ersten Aufnahmeprüfungskommission für Komposition, mit der am 6. Mai 1936 das Staatliche Konservatorium Ankara als Paradepferd westlicher Musikausbildung offiziell eröffnet wurde. In den ersten Jahren waren eine Menge ausländischer Fachkräfte am Institut tätig, dem zudem auf Hindemiths Anraten auch ein Folklorearchiv angliedert wurde. Zwischen 1937 und 1952 wurden regelmäßig Teams in alle Regionen der Türkei entsendet, um Volksmusik in Noten- und Tondokumenten zu sammeln. Die hierfür notwendigen Techniken hatten niemand geringeres als Bela Bartok in einer Reihe von Vorträgen vermittelt. (...)



schaut man sich heute die spielpläne türkischer opernhäuser an, beträgt die relation etwa 70% westliche opern und 30% türkische opern. bei letzterem handelt es sich um hochkarätige werke, in denen die von atatürk angestrebte symbiose der westlichen kunstmusik mit türkischen klängen vortrefflich zur geltung kommt. leider werden diese werke nie im ausland aufgeführt.



die grössten "hits" beim türkischen publikum, bezogen auf die ausländischen komponisten, sind mozart, verdi und puccini. vorklassisches und avantgardistisches fehlt in den spielplänen. bei ersteren zieht das publikum nicht mit, für die beschaffung der materialien zeitgenössischer klänge fehlt das geld.



wer sich über die klassik in der türkei in all ihren facetten informieren mag, dem sei das buch "music makers in turkey" ans herz gelegt- leider nur antiquarisch erhältlich.



"türkisches" hat aber auch schon in der klassik die fazination der komponisten und librettisten geweckt. hier seien mozart und cannabich genannt.



wichtiger hinweis: die blauen passagen entstammen samt und sonders dem von mir im juni 2007 verfassten artikel "von den janitscharen zum symphonieorchester- klassische musik westlicher prägung in der türkei". auszüge, kopien und zitate sind ohne meine vorherige zustimmung nicht gestattet.
wer an weiteren informationen zum musikleben in der türkei interessiert ist, darf mir gerne eine pn schicken. dann gibts den link zu meiner homepage, wo einige artikel aus meiner feder im pdf-format vorliegen- die sammlung wird nach und nach ergänzt, noch ist nicht alles erschienen.




generell zur oper: das ist eine gattung, die man sich schritt für schritt erarbeiten muss. am besten wendet man sich zum herantasten an eingefleischte liebhaber. denn wenn man zum ersten mal in der falschen oper landet, kann man es sich fürs leben versauen. garantierte abtörner sind zum beispiel wagners opern, auch richard strauss ist keine leichte kost (zu meinen zeiten im orchestergraben war es auch immer eine tortur für mich, den kram zu spielen).



oft kommt hinzu, dass die qualität der libretti äußerst dürftig ist und vor an den haaren herbeigezogenen stories nur so trieft. als positive ausnahme wäre verdis "la traviata" zu nennen, der stoff ist in der literatur als dumas' "Kameliendame" ein begriff. da muss also die musik für sich selber sprechen.



aber wie lernt man die lieben? ich finde, es reicht nicht, zu sagen "such dir für den anfang eine kurze oper aus". salome von strauss dauert gerade mal 1,5h und ist trotzdem schwer verdaulich.



wer sich also gar nicht auskennt, dem empfehle ich erst mal eine operette, so blöd das klingen mag. die operette wird meiner meinung nämlich unglaublich unterschätzt. hier gehts nicht dramatisch- düster zu, sondern es darf und muss gelacht werden. viele melodien haben ohrwurmqualität und so kann sich die klassische musik von selbst in herzen und ohren schleichen.
oft gespielter einstiegsklassiker ist die "fledermaus"- für mich hat das ding kultstatus. was ich aber noch viel toller finde, sind die operetten von jaques offenbach. hier fällt mir als erstes "orpheus in der unterwelt" ein- damit hatte im alter von 10 jahren meine liebe zum musiktheater begonnen.
ich weiß nicht, wie viele jahre ich davon geträumt habe, dass ein mann zu mir sagt "madame, kommen sie mit mir in die unterwelt"
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  #12 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 16:52
Heiserk
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
wer sich also gar nicht auskennt, dem empfehle ich erst mal eine operette, so blöd das klingen mag. die operette wird meiner meinung nämlich unglaublich unterschätzt. hier gehts nicht dramatisch- düster zu, sondern es darf und muss gelacht werden. viele melodien haben ohrwurmqualität und so kann sich die klassische musik von selbst in herzen und ohren schleichen.
oft gespielter einstiegsklassiker ist die "fledermaus"- für mich hat das ding kultstatus. was ich aber noch viel toller finde, sind die operetten von jaques offenbach. hier fällt mir als erstes "orpheus in der unterwelt" ein- damit hatte im alter von 10 jahren meine liebe zum musiktheater begonnen.
ich weiß nicht, wie viele jahre ich davon geträumt habe, dass ein mann zu mir sagt "madame, kommen sie mit mir in die unterwelt"

mit ca. 13 jahren hörte und sah ich zum erstenmal die operette "land des lächelns" und ich war sowas von begeister, man muss die musik richtig fühlen. diese crescendo und decrescendo und von den tempi wechseln von denen jedes stück lebt, herrlich. 2005 durfte ich bei einer fledermaus aufführung mitwirken, bleibt unvergesslich.
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  #13 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 17:09
Genevieve
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von Heiserk Beitrag anzeigen
mit ca. 13 jahren hörte und sah ich zum erstenmal die operette "land des lächelns" und ich war sowas von begeister, man muss die musik richtig fühlen. diese crescendo und decrescendo und von den tempi wechseln von denen jedes stück lebt, herrlich. 2005 durfte ich bei einer fledermaus aufführung mitwirken, bleibt unvergesslich.
ja, sie haben schon was, die operetten. der mix aus text und musik macht es auch leichter, an der handlung "dranzubleiben".

und die olle fledermaus macht einfach gute laune.

was auch gute laune macht, ist den jägerchor aus webers oper der freischütz (auch eher als einsteigerwerk zu empfehlen) lauthals in der badewanne mitzugrölen- mache ich seit jahren jeden silvesternachmittag, sofern ich eine wanne zur verfügung habe.
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  #14 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 18:16
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

mein erster kaffee hat mir nicht geschmeckt. ich fragte mich, was die erwachsenen an diesem schrecklichen gesöff finden würden...

aber ich blieb dran und siehe da: einen leckeren espresso oder einen softschaumigen cappuccino oder kaffee mit kardamon zähle ich durchaus zu den netten annehmlichkeiten des lebens.

ich denke, mit der oper verhält es sich ähnlich.
ich gestehe, dass mir musik fremder kulturen (mir fällt da geraqde die pekingoper ein) auch nur wenig genuss bereitet. da fehlt mir einfach die erfahrung...
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  #15 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 18:40
Genevieve
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von sigune Beitrag anzeigen
ich gestehe, dass mir musik fremder kulturen (mir fällt da geraqde die pekingoper ein) auch nur wenig genuss bereitet. da fehlt mir einfach die erfahrung...
das japanische kabuki-theater ist zwar keine oper, aber auch das wirkt, ähnlich wie die peking-oper irritierend bis verstörend.

für mich ist es wichtig, dass musikbegeisterung schon im kindesalter vermittelt wird. leider pfeifen die meisten elternhäuser auf kultur. die schule ist auch nicht in der lage, etwas zu tun. musikunterricht wird weggekürzt und wenn er stattfindet, ist er oft gähnend langweilig.

die orchester reagieren, schließlich stirbt ihnen demnächst das publikum weg. es gibt überall tolle kinderprorgramme. wenn schon die eltern nicht hingehen wollen, sollten sie wenigstens so weit sein, dass sie ihren kindern diese option nicht verschließen.
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  #16 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 19:11
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

[quote=sdost;230544 Ohne staatliche Förderung würde wohl kein Opernhaus existieren können. Es ergibt sich die pikante Situation, dass der steuerzahlende Normalbürger den Opernbetrieb bezahlt, selbst nicht davon erbaut ist und die Nutzer des Ganzen, die oberen Zehntausend, selbst soviel Abschreibungsmöglichkeiten haben, dass sie im Endeffekt keine Steuern zahlen.[/quote]
Du triffst den Nagel auf den Kopf, dazu werden häufig noch Freikarten an irgendwelche Prominez verteilt. Die hottvolee holt sich zu Supergagen die teuersten Sänger, und der kleine Steuerzahler hat nich mal die Klamotten, solche Vorstellung zu besuchen.

Schluss ist nie, bevor nicht die dicke Dame gesungen hat.
Alte fette Leute müssen jugendliche Liebhaber und Paare spielen: abstoßend!

Oper sollte sich wie ein Popkonzert selber finanzieren.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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  #17 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 19:16
Genevieve
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von alterali Beitrag anzeigen

Schluss ist nie, bevor nicht die dicke Dame gesungen hat.
Alte fette Leute müssen jugendliche Liebhaber und Paare spielen: abstoßend!
anhand unseres hiesigen opernhauses kann ich dich beruhigen: hier gibt es zwar ein paar altgediente kammersänger, doch fett ist keiner. dafür eine menge stimmlich wie optisch knuspriges frischfleisch.

wann warst du das letzte mal in der oper?
oder passt es dir gerade in den kram, auf den klischeezug aufzuspringen, weil du die gattung per se daneben findest?
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  #18 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 19:22
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
wann warst du das letzte mal in der oper?
Ist schon 3 Tage her!


Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
oder passt es dir gerade in den kram, auf den klischeezug aufzuspringen, weil du die gattung per se daneben findest?
Genau! Am meisten geht mir aber die Hoch-Subventionierung gegen den Strich.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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  #19 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 19:38
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von alterali Beitrag anzeigen
Oper sollte sich wie ein Popkonzert selber finanzieren.
Dann könnte sich das fast niemand mehr leisten. Popkonzerte finanzieren sich selbst, weil sie teilweise von tausenden Zuschauern besucht werden. Das ist in der Oper unmöglich. Mich stört an der Subventionierung allerdings, dass die Karten trotzdem noch so teuer sind, dass sie sich nur "Besserverdienende" leisten können.

Und was die Kinderprogramme angeht, Genevieve, so spielt das meiste davon meiner Erfahrung nach in der Zeit vor Weihnachten, was ich extrem ungünstig finde, weil dann sowieso alles mögliche los ist. Mein Sohn hat seine erste (und bisher einzige) Oper übrigens in einem Puppentheater gesehen. Wir waren da gleich ein paar Mal, weil er das so toll fand. Ihn in die normale Erwachsenenoper mitzunehmen, habe ich mich bisher nicht getraut, weil ich fürchte, dass er zwischendurch Laut geben wird.
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  #20 (Permalink)  
Alt 09.09.2007, 19:56
Genevieve
 
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AW: Die Oper: Hat sie eine Daseinsberechtigung?

Zitat:
Zitat von alteglucke Beitrag anzeigen

Und was die Kinderprogramme angeht, Genevieve, so spielt das meiste davon meiner Erfahrung nach in der Zeit vor Weihnachten, was ich extrem ungünstig finde, weil dann sowieso alles mögliche los ist.
das ist schade, andrea. ich hab da ganz andere erfahrungen. als ich noch im sinfonieorchester gearbeitet habe, hatten wir monatlich eine kinderveranstaltung, zzgl. schulbesuche. oder sogar die kinderoper "barbar der elefant" auf dem spielplan. auch jetzt, im lager der historischen, hab ich eigentlich das ganze jahr über irgendwelche kinderkonzerte auf dem programm.

auch die hiesigen orchester haben ständig irgendeine veranstaltung laufen, je nach intendant hat sich da eine menge getan. die theater haben öfter auch jugendclubs.

ömmelt das beethovenhalleorchester denn so dem trend hinterher?
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