| Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen. |

30.09.2007, 09:18
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paradox
ich musste gestern ja mal laut auflachen, aber irgendwie auch den kopf schütteln über unsere gesetzgebung...
ich habe die tage schon einen interessanten bericht im fernsehen gesehen, es ging um den rausch als solches, und dadurch auch über legale und illegale drogen..
komplexes und interessantes thema....
nur ein anfangs zitat aus der sendung...
bei uns sterben jährlich 150000 menschen an den folgen der legalen und sogar im fernsehen beworbenen sucht..alkohol und tabak..
alle anderen drogen zusammen kosten im jahr 2000 tote...
und dann gestern die reportage über das oktoberfest..
es zog sich wie ein roter faden durch den bericht..überall probleme durch die betrunkenen..ob ehrenamtliche rettungssanitäter ( witzig auch da..die kellner verdienen beim oktoberfest bis zu 15.000 euro, und die leute, die hinterher die "opfer" einsammeln müssen, machen das für lau), polizisten, die alkoholisierte beruhigen oder auch abführen müssen...wobei sie die meisten nur ermahnt haben und die dann meistens wieder direkt zum nächsten getränk geeilt sind, bis sie dann wieder randaliert haben und vor dem zelt auf oben genannte warten mussten..
und und und..alles nur für und durch die droge alkohol..
und dann, sitzen da fünf ami´s, auf ner wiese..rauchen ganz easy nen joint....und was passiert.
das bayrische staatsorgan schlägt mit aller härte zu..
sofortige anzeige, einer wurde sogar auf den boden geworfen, weil er dezenten protest anmeldete...ab aufs revier für alle fünf...
ich hab mich, gelinde gesagt, totgelacht..
mitten im grössten drogentempel deutschlands, dem oktoberfest, wird ins feld gezogen, gegen drogen....
schon etwas bizarr das ganze..der friedliche kiffer wird härter behandelt, als der betrunkene randalierer...
lg marion
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30.09.2007, 09:52
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TT-Tastaturschoner
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AW: paradox
Das ist wirklich lachhaft.
Aber ist halt wie immer, was der doppelzüngige Staat nicht kontrollieren und mitkassieren kann, wird verboten ;)))
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30.09.2007, 10:02
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AW: paradox
Zitat:
Zitat von eniste
Das ist wirklich lachhaft.
Aber ist halt wie immer, was der doppelzüngige Staat nicht kontrollieren und mitkassieren kann, wird verboten ;)))
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der staat sind doch wir?
und warum werden wir nicht richtig aufgeklärt, über die drogen.
warum wird ein bewusst falsches bild dargestellt?
ist es die bequemlichkeit..weil es mal irgendwann irgendeiner beschlossen hat..das ist schlecht und das ist gut..
warum werden nach wie vor, sämtliche studien ignoriert?
warum darf ein richter, der abends beim glas wein sitzt, tagsüber den kiffer bestrafen?
warum werden anerkannte hirnforscher nicht gehört, die einen klaren kontext zur gesetzgebung sprechen?
wahltaktische gründe?..der breiten, trinkenden, masse gefallen?
viele drogenabhängige, die über wenige andere abhängige, richten?
kommt doch glatt mein lieblingswort wieder zum tragen...doppelmoral...
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30.09.2007, 10:33
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AW: paradox
Zitat:
Zitat von marion42
warum darf ein richter, der abends beim glas wein sitzt, tagsüber den kiffer bestrafen?
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Interessante Frage.  In Schleswig-Holstein machte 1992 ein Urteil Furore, dass die Grenze für den Eigenverbrauch von Cannabis neu definierte und beträchtlich nach oben schraubte. Das wurde dann später vom Bundesverfassungsgericht wieder kassiert, glaube ich zu erinnern. Aber es führte vorübergehend dazu, dass der Besitz von 30 Gramm Cannabis zumindest im Norden gewisse Chancen hatte, toleriert zu werden, während in anderen Bundesländern ein Fünftel bis Zehntel der Menge als Maximum für den Eigenverbrauch gilt.
Wie auch immer, ich finde die ganze Debatte relativ zwiespältig. Im Vergleich zu dem, was Alkohol auf Dauer anrichtet, hast Du völlig recht, Marion. Aber exzessives oder auch nur intensives, regelmäßiges Kiffen ist ebenfalls schädlich. Mal abgesehen davon, dass es Psychosen auslösen kann (was wenig bekannt ist), ist das Zeug inzwischen oft wesentlich stärker als noch vor 20, 30 Jahren - insofern besteht kein Grund zur Verharmlosung.
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30.09.2007, 10:42
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AW: paradox
Zitat:
Zitat von Anouk
Wie auch immer, ich finde die ganze Debatte relativ zwiespältig. Im Vergleich zu dem, was Alkohol auf Dauer anrichtet, hast Du völlig recht, Marion. Aber exzessives oder auch nur intensives, regelmäßiges Kiffen ist ebenfalls schädlich. Mal abgesehen davon, dass es Psychosen auslösen kann (was wenig bekannt ist), ist das Zeug inzwischen oft wesentlich stärker als noch vor 20, 30 Jahren - insofern besteht kein Grund zur Verharmlosung.
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ist richtig, das es bei einem geringen, und zwar wesentlich geringeren anteil als beim alkohol, auch psychosen hervorrufen kann.
aber auch dieses ist noch nicht zur genüge erforscht...da langzeitstudien, über den gebrauch von canabis, vor wenigen jahren gar nicht vorhanden waren.
und natürlich macht es da, wie bei allem, auch die dosierung....
aber ich würde wetten abschliessen..
wenn du zwei menschen im dauerrausch hälst...einen mit alkohol und einen mit canabis..
sagen wir mal nen kurzen zeitraum..2 jahre..
der kiffer steht an dem tage, wo der versuch beendet ist auf und geht arbeiten.
der alkoholabhängige geht in die klinik, mit schwersten entzugserscheinungen, ner kaputten leber und aller wahrscheinlichkeit nach, nem schwer geschädigtem hirn..
thc dagegen ist nach 7 tagen vom körper abgebaut und hinterlässt null spuren..
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30.09.2007, 11:05
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AW: paradox
Zitat:
Zitat von marion42
thc dagegen ist nach 7 tagen vom körper abgebaut und hinterlässt null spuren..
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Das ist sachlich nicht richtig. Folgende Infos stammen von der Seite cannabislegal.de, die von Fans & Freunden des gepflegten Joints betrieben wird:
"Die häufigste Form des Nachweises von Cannabiskonsum ist ein Urintest, der Spuren von 11-nor-THC-COOH nachweist (vollständige Bezeichnung: 11-nor-?-9-tetrahydrocannabinol-9-Carboxylsäure). Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches und pharmakologisch unwirksames Abbauprodukt (Metabolit) von THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis. Je nach Konsumfrequenz und Testgenauigkeit sind solche Spuren noch zwischen 10 Tagen und 3 Monaten nach dem letzten Konsum nachweisbar. Ein Urintest ist damit also nicht mit einem Alkoholtest vergleichbar, der den aktuellen Alkoholpegel im Blut bestimmt. Diese Tests sagen nichts darüber aus, ob jemand gerade unter Cannabiseinfluss steht (z.B. im Strassenverkehr oder am Arbeitsplatz), sondern nur, ob er oder sie in den letzten Wochen oder Monaten überhaupt Cannabis konsumiert hat."
Auch wenn ich keinen Schimmer von Chemie und Medizin hab: In etwa so ähnlich hab ich das auch noch in Erinnerung - in meinem Abi-Jahrgang flogen ca. zehn Leute wegen Drogenkonsums von der Schule, da waren solche Tests natürlich Dauerthema.
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30.09.2007, 11:24
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AW: paradox
Zitat:
Zitat von Anouk
Das ist sachlich nicht richtig. Folgende Infos stammen von der Seite cannabislegal.de, die von Fans & Freunden des gepflegten Joints betrieben wird:
"Die häufigste Form des Nachweises von Cannabiskonsum ist ein Urintest, der Spuren von 11-nor-THC-COOH nachweist (vollständige Bezeichnung: 11-nor-?-9-tetrahydrocannabinol-9-Carboxylsäure). Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches und pharmakologisch unwirksames Abbauprodukt (Metabolit) von THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis. Je nach Konsumfrequenz und Testgenauigkeit sind solche Spuren noch zwischen 10 Tagen und 3 Monaten nach dem letzten Konsum nachweisbar. Ein Urintest ist damit also nicht mit einem Alkoholtest vergleichbar, der den aktuellen Alkoholpegel im Blut bestimmt. Diese Tests sagen nichts darüber aus, ob jemand gerade unter Cannabiseinfluss steht (z.B. im Strassenverkehr oder am Arbeitsplatz), sondern nur, ob er oder sie in den letzten Wochen oder Monaten überhaupt Cannabis konsumiert hat."
Auch wenn ich keinen Schimmer von Chemie und Medizin hab: In etwa so ähnlich hab ich das auch noch in Erinnerung - in meinem Abi-Jahrgang flogen ca. zehn Leute wegen Drogenkonsums von der Schule, da waren solche Tests natürlich Dauerthema.
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dann sorry für die falschaussage von 7 tagen..
wie lange ist die zeit beim alkohol?..die leute die zum idiotentest müssen, sprechen immer von einem zeitraum von einem halben jahr..
aber gut, mal von diesen zeitfaktoren abgesehen...
erwiesen ist jedenfalls, das canabis keine dieser suchtmachenden eigenschaften besitzt, wie zum beispiel alkohol.
alkohol setzt sich mit seinen botenstoffen ( auch nicht so den hunderprozentigen wissentschaftlichen wortschatz drauf), direkt an den entsprechenden zellen im menschlichen körper fest, die für die sucht verantwortlich sind.
sprich, der körper wird sofort überlistet mit der sucht..
canabis hat diese eigenschaften gar nicht..
da kann allerhöchstens eine psychische, aber keine pysische, sucht entstehen..
und damit wieder am anfang, des threads...wie kann es sein, das eine suchtmachende substanz, der alkohol, weniger schädlich betrachtet wird, als eine substanz die hauptsächlich nur für rauschzustände verantwortlich ist, weniger für die sucht..
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