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07.10.2007, 19:36
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AW: Die Biebel
Zitat:
Zitat von eniste
Das alleine entscheidet Gott; aber ich bin überzeugt, daß die Strafe auf den jenigen wartet. Fegefeuer? Satans Haus? Keine Ahnung, aber ungestraft darf niemand auf Gottes Gebote wissentlich rumtreten!
PS: Angenommen 2 Mörder stehen vor Gott und müssen sich verantworten; der eine Christ , der andere n Typ der noch nie von Jesus/Gott gehört hatte. Was denkst XDu, wen erwartet die härtere Strafe?
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das entscheidet dann gott ;)
ansonsten erzählst du genauso wie in dem Koran, null unterschied.
vielleicht mag ja noch jemand auf meine fragen im letzen post drangehen.
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07.10.2007, 21:49
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AW: Die Biebel
Zitat:
Zitat von --Han
wie machen das die evangelischen Leute?
und was passiert wenn man als christ seine sünden nicht bereut(nach dem tod)?
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Hmm, tja. Ich bin zwar von der katholischen zur evangelisch-lutherischen Kirche übergetreten und sollte es eigentlich wissen - aber so richtig kenne ich mich da auch nicht aus.
Trotzdem, ich versuch's mal: bei Protestanten steht die Eigenverantwortung des Gläubigen stärker im Mittelpunkt als in der katholischen Kirche. Wie Du schon schriebst, Katholiken beichten ihre Sünden, nehmen die auferlegte Buße auf sich (zehn Mal "Ave Maria" beten oder ähnliches), das war's dann. Das gilt jedenfalls bei alltäglichen, so genannten lässlichen Sünden. Bei Todsünden, oder wenn man lange nicht gebeichtet hat, legt man eine so genannte Generalbeichte ab. Kurz vor dem Tod oder bei lebensbedrohlichen Krankheiten kann man einen Priester bitten, einem die letzte Ölung zu geben - dann geht man sozusagen mit dem Segen Gottes.
Der Protestantismus setzt ungleich stärker darauf, dass man aus sich selbst heraus ein gottgefälliges Leben führt.
Und er ist in sich gespaltener als die katholische Kirche, es gibt weitaus mehr unterschiedliche Strömungen. Calvinisten beispielsweise (gibt's überhaupt noch welche..?) glauben daran, dass Fleiß, Frömmigkeit und Wohlstand zu Lebzeiten auch das Leben im Jenseits positiv beeinflussen. Bei Baptisten, Adventisten usw. habe ich keine Ahnung, weiß nur, dass sie teils in USA und in afrikanischen Ländern recht viele Anhänger haben.
Bei evangelisch-lutherischen Christen kann man relativ grob zwei Tendenzen ausmachen: die evangelikale Richtung, recht konservativ und häufig recht bibeltreu, und den deutlich liberaleren Zweig, dessen Vertreter auch politisch z.T. progressiv Stellung beziehen. Man denke an Pastoren, die gegen den Nato-Doppelrüstungsbeschluss oder zum Beispiel auch bei Anti-AKW-Demos in Brokdorf o.ä. auf die Straße gingen.
Was passiert Christen, die ihre Sünden nach dem Tod nicht bereuen? Nimmt man den christlichen Glauben beim Wort: kann nichts passieren. Natürlich gibt es die archaische Vorstellung von Hölle, Fegefeuer (als Vorstufe zur Hölle) und Himmel - aber nach christlichem Glauben hat Jesus die Sünden der Welt stellvertretend auf sich genommen und die Menschheit durch seinen Tod am Kreuz davon erlöst.
Die Vergebung von Sünden ist etwas sehr, sehr Zentrales. Der Anspruch dahinter lautet: Christen sollten auch ihren Feinden vergeben und alle Menschen gleichmäßig mit Nächstenliebe behandeln. Und wenn sie das nicht schaffen, weil die Meßlatte zu hoch hängt, hat immerhin Jesus Christus es stellvertretend geschafft. Alle Sünden sind bereits vergeben.
Und auf ganz weltlicher Ebene: Protestanten haben weitaus weniger Probleme mit Frauen in der Kirche. Da dürfen Frauen auch Pastorinnen werden, empfängnisverhütende Mittel nehmen, sich scheiden lassen..
Für vatikantreue Katholiken ist das nach wie vor undenkbar.
Der Vergleich mag an allen Ecken und Enden hinken, aber gerade in Bezug auf das Mann-Frau-Verhältnis kann man da durchaus Parallelen zu Sunniten und Aleviten ziehen.
Glaubt zumindest
Anouk
Geändert von Anouk (07.10.2007 um 22:44 Uhr).
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07.10.2007, 21:54
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AW: Die Bibel
Den Bogen von der Beichte zu den Frauen in der Kirche verstehe ich nicht.
Und Martin Luther hat eigentlich nicht die Beichte, sondern nur die Pflicht dazu abgeschafft. Weil die katholische Kirche seiner Zeit dieses Instrument vor allem dazu genutzt hat, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Er selbst hat bis zu seinem Tod jede Woche gebeichtet.
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07.10.2007, 22:03
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Den Bogen von der Beichte zu den Frauen in der Kirche verstehe ich nicht.
Und Martin Luther hat eigentlich nicht die Beichte, sondern nur die Pflicht dazu abgeschafft.
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Dann lies es vielleicht noch mal morgen?  Und klar, Luther hat die Pflichtbeichte abgeschafft, aber genau das ist der Punkt mit der Eigenverantwortung. Hat man den Wunsch, mit einem Pastor über Sünden zu reden, kann man auch das als Protestant tun - muss aber nicht! Das kann man als evangelischer Christ alles auch durchaus mit sich selbst abmachen.
Während das Schwänzen der Beichte in der katholischen Kirche noch immer streng genommen beinhaltet, dass man nicht am Abendmahl teilnehmen darf.
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07.10.2007, 22:06
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Moderator
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AW: Die Bibel
@anouk
Ich wollte dir nicht widersprechen, sondern es nur so erklären, dass Han, der noch nie eine Bibel in der Hand hatte und bis heute nicht einmal wusste, dass es vor Christus keine Christen gab, damit auch was anfangen kann. Ich bezweifle übrigens stark, dass er versteht, was die Frauen mit der Beichte zu tun haben.
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07.10.2007, 22:50
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Ich bezweifle übrigens stark, dass er versteht, was die Frauen mit der Beichte zu tun haben.
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... und mir ging's darum, den Unterschied zwischen evangelischer und katholischer Kirche auch auf ganz weltlicher Ebene greifbar zu machen. Unabhängig von Beichte und solchen Geschichten. Und das Thema Frauen, finde ich, lässt sich recht gut auf Sunniten und Aleviten übertragen.
(Meinetwegen: Los, widersprecht mir! Massenhaft!  )
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08.10.2007, 01:40
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
@anouk
Ich wollte dir nicht widersprechen, sondern es nur so erklären, dass Han, der noch nie eine Bibel in der Hand hatte und bis heute nicht einmal wusste, dass es vor Christus keine Christen gab, damit auch was anfangen kann. Ich bezweifle übrigens stark, dass er versteht, was die Frauen mit der Beichte zu tun haben.
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kann ich denn wenigstens noch lesen oder rechnen oder steht das bei mir auch noch unter zweifel?
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08.10.2007, 02:33
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AW: Die Bibel
Naja,
es heißt auch das der Islam in 111 oder 1111 oder 101? keine Ahnung...
verschiedene zweige sich spalten wird, bevor es zum kiyamet günü (der tag des jüngsten Gerichts) kommen wird. rein rechnerisch genommen ist es ein tag vor dem jüngsten Gericht, kiyamet günü=Weltuntergang :P
deinem text zu folge gibt es also auch so eine "beicht Kabine" in einer evangelischen Kirche? ich hab immer nur gehört das es dies nur in katholischen Kirchen der Fall ist.
ich verdiene bei Gott (sofern ich mich mal selbst einschätzen darf) nicht das Paradies, also wollt ich mir wenigstens die Hölle solange ich noch lebe verdienen. daher die folgenden fragen :P
was genau sind denn die vorstufen der Hölle? high way to hell(haha)
ein Christ steht ja ziemlich gut da. bereue ich es, kann ich beichten und wenn nicht gibt es ja noch Jesus. bei mir kann ich nur auf die Barmherzigkeit Allah´s hoffen. gemäß dem Fall der Fälle das unsere Hölle die selbe ist (woran meines wissens beide Religionen dran glauben);
was ist die Hölle christlich gesehen? da einem Christ alles vergeben wird, lebt da nur der teufel? (Jesus der die Sünden auf sich nimmt, laut dem Islam bringt es Allah nicht übers Herz Jesus leiden zu lassen, deswegen endet kein Moslem auf ewig in der Hölle)
und wie ernst zu nehmen ist Christlich gesehen eniste´s Meinung darüber, dass man doch büßen wird in welcher art und weise nach dem tot auch immer.
oder einfach nur kurz;
wo landet ein katholischer christ der die beichte versäumt und nichts bereut
in der Hoffnung das es jemand bis zum Schluss liesst
schlaft schön 
ps:dein suniten aleviten vergleich versteh ich nicht. dafür fehlen mir die aleviten Kenntnisse :P
im Islam ist die Frau gleichberechtigt und vom Mann auf zwei Händen zu tragen. Gott weiss was eine Frau alles leisten muss kinder, mann, Familie und etc halt der Fels in der Brandung. wenn die Emanzipation auch mal im nahen Osten vorbei schaut, praktizieren es hoffentlich auch alle so!
Geändert von --Han (08.10.2007 um 02:56 Uhr).
Grund: hab nichts anderes zutun
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08.10.2007, 03:13
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
und bis heute nicht einmal wusste, dass es vor Christus keine Christen gab
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das ist halt für mich schwer nachzuvollziehen.
nach Jesus Christus gab es (und gibt es heute noch) Christen die trotzdem nach dem alten Testament leben.
wissen denn die Christen von heute, die nach dem alten Testament leben und dem neuem Testament nicht glauben, dass sie gar keine Christen sind?
man lebt nach dem alten Testament aber glaubt an den Propheten im neuen Testament... aber nicht an seine Worte die im neuen Testament stehen. wie kriegt man so ein Spagat hin?
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08.10.2007, 07:06
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TT-Schreck
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AW: Die Bibel
Zitat:
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Simon Petrus ist im NT der erste der Jünger Jesu, der bekennt (Mk 8,29 EU): Du bist der Christus! ("Σὺ εἶ ὁ χριστός") Diese erstmalige Aussage kann als Geburtsstunde des Christentums gelten. Der Messias ist nach christlichem Verständnis also identisch mit Jesus von Nazaret; im Christentum gibt es keinen weiteren Gesalbten. http://de.wikipedia.org/wiki/Christus
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bei der streitfrage , ob katholiken christen sind, hilft es meist, die begriffserklärungen anzuschauen.... ansonsten ist es es ja sicher nicht von ungefähr, das die katholische kirche immer noch bis heute mit der ökumene ihre probleme hat.
christus ist nur eine bezeichnung....
im übrigen gibt es ein ganz ähnliches problem im judentum. mit dem auftauchen des jesus hat sich auch in judentum eine gruppe abgespalten.die messianischen juden, die jesus als den messias anerkennen. die jüdische glaubensgemeinschaft steht den messianischen juden sehr skeptisch gegenüber und gehören im glaubensverständnis nicht zum judentum sondern eher zu der evangelischen fraktion.
also dieser joshua hat eine menge unruhe in althergebrachte glaubensstrukturen gebracht....
ich hatte gerade am wochenende eine interessante sendung über die figur maria magdalena gesehen...dabei wurde natürlich auch auf den mann jesus eingegangen...hinter jedem starken mann steht eine starke frau- das war wohl immer schon so...  ( ich sage nur : beichte...) mich interessiert allerdings eher die tragweite der geburt eines theologisch-philosophischen gedankens, den die menschheit um das jahr 0 ereilte. der, das man eigenverantwortung für sein tun übernehmen muss und nicht "irgendjemand" der richter sein wird, der das gelebte leben in eine waagschale legt. und ich sehe immer noch in dem auftauchen dieses mannes jesus eher eine person, der ähnlich wie gandhi, gewaltlosen widerstand gegen unrecht forderte. jemand, der menschen zum denken anhalten wollte... und ich sehe die kraft, die er aus seinen ideen schöpfte ( ich meine die zeit um das jahr 0) eher sekundär als glaubensbekenntnis neuer art. sondern primär : ein jude der seinen glauben zu reformieren suchte und an der politischen situation scheiterte. dieses scheitern und seine hinrichtung haben menschen zum anlass genommen, einen märtyrer aus ihm zu machen, bis heute. und ich denke fast. das wollte jesus eigentlich gar nicht sein. aber immerhin ist sein wirken um die die stunde 0 , eine neue zeitrechnung brach an, glaubenskriege in seinem namen....usw.
Geändert von mar (08.10.2007 um 07:13 Uhr).
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