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08.10.2007, 21:54
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Das Christentum hat im Laufe seiner Geschichte eine Entwicklung vollzogen. Zu unterschiedlichen Zeiten spielten verschiedene Aspekte wichtigere oder unwichtigere Rollen. Und in der heutigen Lehre ist der wichtigste Aspekt der liebende, gütige, verzeihende Gott, dem die Menschen nacheifern sollen.
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Danke, das genau ist der springende Punkt!  Natürlich wurde auch mir beigebracht, dass es eine Hölle gibt, und dass man da als Sünder unweigerlich landet. Die Frage ist, ob man daran glaubt, und das mag jeder für sich beantworten.
Nach streng katholischem Glauben wäre ich reif für die Hölle. Warum und wieso, steht hier nicht zur Debatte (obwohl ich es zur Not erklären könnte). Aber das Christentum an sich beinhaltet - anders als es im Mittelalter praktiziert wurde - zutiefst humane Anschauungen und Ideen. Und die von Jesus in die Welt getragene Botschaft, auch Widersachern zu vergeben und sie zu lieben, bricht mit dem archaischen, strafenden Gottesbild des Alten Testaments. Das ist das eigentlich Revolutionäre (glaube ich). Und dass in so einem Konzept noch Menschenseelen, egal welche, in einem Konstrukt namens Hölle landen, wäre sehr widersprüchlich.
Die Hölle haben viele Menschen in vielen Ländern, die sich ihre Lebensbedingungen nicht aussuchen können und unter unwürdigen Verhältnissen, in Armut, Not und Gewalt aufwachsen, doch schon hier und heute. Da braucht's nicht noch eine im Jenseits,
meint zumindest
Anouk
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08.10.2007, 22:20
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Ich war mal sehr katholisch, aber ich könnte dir nicht sagen, ob und wo im Neuen Testament die Hölle erwähnt wird.
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Doch, wird sie! Ich fand das jetzt spannend und hab noch mal nachgeschaut. Zum Beispiel im 1. Korintherbrief erwähnt der Apostel Paulus die Hölle - und zwar in Zusammenhang mit der Auferstehung. Ich gebe aber zu, dass ich's auch nicht mehr gewusst hätte, wenn mir nicht das Libretto des Deutschen Requiems von Johannes Brahms wieder eingefallen wäre: der sich darin durchgängig auf Bibeltexte bezog:
"Siehe, ich sage euch ein Geheimnis.
Wir werden nicht alle entschlafen,
wir werden aber alle verwandelt werden,
und dasselbige plötzlich in einem Augenblick
zu der Zeit der letzten Posaune.
Denn es wird die Posaune schallen
und die Toten werden auferstehen unverweslich,
und wir werden verwandelt werden.
Dann wird erfüllet werden das Wort,
das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist Dein Sieg?"
1. Korinther, 15, 51 - 55
(ps Wunderschöne Musik übrigens! - falls jemand sich für Klassik bzw. Spätromantik interessiert..)
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08.10.2007, 23:50
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TT-Rund-um-die-Uhr-Poster
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AW: Die Bibel
Genau das meinte ich mit Spagat, es ist in heutiger Zeit für uns Christen nicht möglich nach der Bibel (Altes wie Neues Testament) zu leben, ohne das wir Abstriche machen.
Ja und der Glaube wie Anouk schon sagte spielt eben auch eine wichtige Rolle. Denn wenn man fragt, dann glauben die wenigsten noch an die Hölle (aber viele trotzdem noch an den Himmel).
Und genau aus diesem Grund wird es auch nicht mehr gelehrt oder gepredigt. Ich muss dazu sagen, mich hat das Thema Hölle und Co. auch interessiert, genau wie dich. Aber man erfährt sehr wenig darüber.
Vielleicht sollte ich hier anbringen, dass ich weder protestantisch noch katholisch getauft bin. Ich gehe aber wahrscheinlich öfter in die Kirche, als manch „gläubiger“ Christ. Erst mal weil ich in einem Kirchenchor singe und zweitens weil wir einen super Pfarrer haben, der tolle Predigten hält und in diesen geht es auch nur um die guten Seiten des Glaubens, wie ja Anouk schon sagte und an diese würde ich auch sehr gern glauben, aber es ist eben schwer, wenn man sich die Bibel wirklich mal genau vor nimmt.
Fakt ist aber und das wissen nur wenige, dass die Hölle im Alten Testament fast gar nicht auftaucht.
Und Anouk sorry das ich die berichtigen muss, aber das Götterbild ist im Alten und Neuen Testament identisch. Auch ist der Gott im Neuen Testament genauso Richter wie schon im Alten Testament.
Und es war auch nicht die Liebe über die Jesus am meisten gepredigt hat. Nein, es war tatsächlich die Hölle und das Gericht und so stammen eigentlich alle detaillierteren Beschreibungen der Hölle aus dem Neuen Testament. Er war es auch, der meinte, dass die meisten Menschen in die Hölle kommen.
Ja dies wissen die meisten nicht und genau wie Anouk stoßen sie nur zufällig darauf.
Ich könnte jetzt natürlich Bibel Zitate bringen, aber das tue ich erst mal nicht. (wenn jemand doch welche haben möchte, kann ich sie auch rein setzen)
Das Bild der Hölle passt halt einfach nicht mehr in unsere Zeit und deshalb denken auch viele es gibt sie nicht oder es ist ein Widerspruch zu dem christlichen Gottesbild.
Aber es ist kein Widerspruch.
Dazu sollte vielleicht erst mal geklärt werden wer denn in die Hölle kommt und warum.
Hier ist zu wissen, dass im Christentum ein Mensch sein Leben lang Zeit hat, sich zu Gott und seinem Sohn zu bekennen und seine Sünden zu bereuen. Wer dies im Leben aber nicht tut und sich nicht der Liebe Gottes zuwendet, der hat sie doch auch nicht im Leben nach dem Tot verdient, oder? Also ich sehe da keinen Widerspruch.
Aber letztendlich ist es jedem selber überlassen, an was er glaubt, wie ja schon einige vor mir gesagt haben.
Liebe Grüße MissBambi
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09.10.2007, 08:33
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TT-Akkordschreiber
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AW: Die Bibel
Mit einer guten Freundin habe ich am Wochenende über das Christentum diskutiert...
Also, das meiste wurde ja schon erzählt. Ich hab mir nur noch ein paar Gedanken zum Thema Sünden gemacht. Der Weg zu Gott führt die Christen über Jesus Christus. Jesus Christus nimmt unsere Sünden auf sich und vergibt uns. Es ist nicht Gott, der das tut. Da Jesus alle Sünden auf sich nimmt, stehen wir am Ende vor Gott und landen im Himmel. Sofern wir an Jesus Christus glauben, weil uns wie schon erwähnt im lebenden Zustand vergeben wird. Meine Freundin ist sehr gläubig, und ihr Vergleich lautete; Gott schickt uns als weisses Blatt auf die Erde, durch unsere Sünden werden wir schmutzig, über Jesus finden wir Reinigung und treten vor Gott, als weisses Blatt wie er uns geschickt hat. Nun führe man sich das vor Auge; so lange man gläubig ist, ist einem jede Sünde vergeben. Vor Jesus ist es egal, welche Sünde es ist - alles ist gleich schlimm, ob Lüge oder Mord. GEnau das stört mich an unserem Glauben... Nur wer nicht an Jesus Christus glaubt, wird von Gott gerichtet werden, wenn man es sich genau überlegt...
Im Koran steht auch nach fast jedem Verbot "Aber Allah ist gütig und vergibt" oder ähnlich.
Geht es nicht darum, ein Leben zu führen, welches möglichst frei von Sünden ist? Wobei jeder für sich bestimmen kann, welche Sünden er akzeptiert. Aber andere Menschen zu verletzen und so weiter, das sollte man als guter Gläubiger einfach sein lassen, und nicht den Gedanken haben "mir wird ja sowieso vergeben".
LG
Dine
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Bir hatira insana neler neler hatirlatir ama bazen bir hatira insani saatlerce aglatir. - nefessiz kalmak sensiz kalmaktan daha kolaymis -
Geändert von Dine (09.10.2007 um 08:35 Uhr).
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09.10.2007, 09:46
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AW: Die Bibel
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09.10.2007, 12:12
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Für diejenigen, die´s interessiert, ein paar Links zur Hölle im Christentum:
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wir befinden uns mittenmang in der hölle!!!
(schaut euch nur die nachrichten an)
es kann also nur noch besser werden, leute! 
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09.10.2007, 12:28
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AW: Die Bibel
haben unseren himmel und unsere hölle in uns-und wir suchen nach worten, an denen wir diese erkenntnis festmachen. bibel, koran torah
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09.10.2007, 13:39
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Mr. Turkish Talk 2008
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AW: Die Bibel
Sie seien Kinder des Teufels (die Juden), ist im Neuen Testament der Christen zu lesen
Steht das wirklich im Neuen Testament?
Luther, der Reformator, schließlich schrieb über die "verstockten Juden" 1543, dass sie "von allen Teufeln besessen seien" und man "ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken" und "ihre Häuser zerbrechen und zerstören" solle.
Luther, der Luther?
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,...285818,00.html
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Friede zu Hause, Friede in der Welt - Mustafa Kemal Atatürk
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09.10.2007, 13:53
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AW: Die Bibel
Zitat:
Zitat von alteglucke
Das Christentum hat im Laufe seiner Geschichte eine Entwicklung vollzogen. Zu unterschiedlichen Zeiten spielten verschiedene Aspekte wichtigere oder unwichtigere Rollen. Und in der heutigen Lehre ist der wichtigste Aspekt der liebende, gütige, verzeihende Gott, dem die Menschen nacheifern sollen.
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damit gibt man sich zufrieden?
vielleicht glauben ja deshalb heute so viele an den himmel und "niemand" mehr an die hölle.
vielleicht wiedersprechen sich eure postings deswegen alle drei postings.
es ist wichtig alle seiten zu predigen, damit man alle seiten kennt.
oder seh ich da jetzt irgendwas nicht?
Dine was sagt dein homie dazu, wie "gefährlich" ist es für einen menschen der im leben nur gesündigt hat nach dem tod? wird der auch von jesus geschützt?
Bambi könntest du mir ein gefallen tun, und eine frage an dein Pfarrer richten. ich weiss nicht ob ich das hier sagen kann.
edit: danke alteglucke da hab ich heute nacht viel zum lesen.
Geändert von --Han (09.10.2007 um 14:04 Uhr).
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09.10.2007, 14:25
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Moderator
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AW: Die Bibel
Mein lieber Han,
das ist im Christentum selbstverständlich nicht anders als im Islam auch: Die Heilige Schrift ist auslegungsfähig und -bedürftig. Und dabei kommt es selbstverständlich zu unterschiedlichen Ansichten. Und ebenso wie Muslime neigen auch Christen dazu, ihre Auslegung für die einzig richtige zu halten.
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