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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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  #21 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:16
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von Kimyager Beitrag anzeigen
Nein. Der brave biedere ehrliche Mann... er ist nicht gefragt. Fachkenntnisse reichen nicht aus.
Ich habe zum Beispiel festgestellt, das viele Arbeitgeber nicht scharf auf Zertifikate, Weiterbild., erworbene Fachkenntnisse (Kurse), ... sind.

Berufserfahrung ist eher gefragt, aber auch das Erscheinungsbild und die Persönlichkeit.

Was ich halt beobachten konnte, ist recht interessant!
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  #22 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:16
Anouk
 
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von Kimyager Beitrag anzeigen
Eigentlich ist der Ofen aus.
Keineswegs. Manchmal fängt er erst richtig Feuer, wenn man alleine losgeht und sich von allen gut gemeinten Vermittlungsversuchen frei macht.

War jedenfalls bei mir so, zu Beginn. Als es nur noch um meine eigenen Erwartungen an mich selbst ging, und nicht auch noch um die anderer Leute (Familie usw.): ist es nach vorne losgegangen. Vorher nicht.

Geändert von Anouk (12.10.2007 um 15:19 Uhr).
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  #23 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:19
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
So hatte ich das bisher auch verstanden, ohne googlen. Vielleicht ist mein Kenntnisstand veraltet, aber Bachelor (B.A.) entsprach zu meiner Studienzeit in etwa dem deutschen Vordiplom und Master dem Magisterabschluss (M.A.). Und der M.A. wiederum war oder ist weitgehend vergleichbar mit dem Staatsexamen fürs Lehramt. Erst danach war/ist die Tür zur Promotion offen.

Und wenn ich's richtig kapiert habe, wurden Bachelor-Studiengänge in Deutschland auch deswegen eingeführt, um die im internationalen Vergleich lange Studiendauer zu verkürzen. Im anglo-amerikanischen Raum ist der Bachelor schon lange ein anerkannter Abschluss. Das vom Bildungsstand einigermaßen vergleichbare Vordiplom dagegen war es nie. Was angesichts ohnehin gedämpfter Arbeitsmarktchancen auch zu relativ hohen Abbrecherzahlen z.B. in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern beitrug.
Wir sind absolut konform

Nein, ich denke nicht, dass unser Kenntnisstand veraltet ist, außerdem wollen wir nicht in irgendeiner Art und Weise Rückschlüsse auf unser Alter zulassen.

Genauso sehe ich es auch...
Promotion:
Ich habe mir auch oft sagen lassen, dass der Dr. Titel auch untereinander nicht gleichwertig ist. Dr. der Chemie ist nicht vergleichbar mit Dr. Ing. aber auch Dr. von Ärzten zähle ich zu diesem Kreis. Zumindest hatte ich immer eine nette Möglichkeit meine Kollegen zu ärgern. Einer war Dr. der Physik, zu dem bin ich immer mit meinen weh-wehchen hin... "Du bist doch Dr., ich habe Halsweh, was soll ich machen",... he he he
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  #24 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:28
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AW: Bachelor - Diplom - Master

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Zitat von der-alte Beitrag anzeigen
Soweit ich weiss, ist das Diplom auch eher dem Master (und nicht dem Bachelor) entsprechend... Allgemein gilt unter Studenten das Diplom als theoretisch anspruchsvoller (wenn es noch angeboten wird)
Das deckt sich mit meinem Wissen.

Ich kenne einige aus der Daimler Führungsebene, und die sagen das selbe. Master hat derzeit in Deutschland nur eine Relevanz, wenn die Abschlussnoten überdurchschnittlich gut sind. Sonst nur, wenn man ins Ausland möchte. Allerdings wird sich dieser Sachverhalt zwangsläufig ändern.
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  #25 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:32
Anouk
 
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AW: Bachelor - Diplom - Master

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Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
Ich habe mir auch oft sagen lassen, dass der Dr. Titel auch untereinander nicht gleichwertig ist. Dr. der Chemie ist nicht vergleichbar mit Dr. Ing. aber auch Dr. von Ärzten zähle ich zu diesem Kreis.
Psssstt!, man soll es ja nicht sagen, aber Doktorarbeiten von Medizinern sind teilweise echt lustig, um es mal so auszudrücken. Ich habe die Entstehungsgeschichte solcher Werke schon verschiedentlich aus der Nähe beobachten dürfen und bin insofern etwas voreingenommen. Aber egal, es gehört halt dazu. Hauptsache, die Patienten werden gesund, ob ein Dr. davorsteht oder nicht, ist eigentlich nicht das Thema.
Dafür kann mancher Taxifahrer zum Ausgleich flüssig über Kant und Hegel dozieren. Und hat das große Latinum in der Tasche.

Und was Physik oder Chemie betrifft oder auch Jura: Himmel, hilf! Da ist es, glaube ich, anspruchsvoll hoch 10!
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  #26 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:44
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Zitat von LaFeBeSi Beitrag anzeigen
Da ist auch was dran. Allerdings ist es in der Türkei anders. Da kommt man heutzutage ohne Beziehungen nur schwer voran. Auch ich habe die Stelle durch einen Bekannten bekommen, ansonsten hätte ich etwas länger warten müssen denke ich.

Grundsätzlich finde ich deine Einstellung jedoch sehr lobenswert. Man muss seinen Erfolg selbst verdienen, damit es als Erfolg bezeichnet werden kann.

Koc ist eine Super-Referenz, auch international angesehen. Aber ich denke du wirst deinen eigenen Weg schon gehen, auch ohne Vitamin B

In der Türkei ist vieles anders. Da hätte ich gleich mit meinem Vorgesetzten Probleme. Kann ich jetzt schon garantieren. Die machen sehr auf "Chef", wenn sie vorgesetzter sind. Würde bei mir gleich in die Hose gehen .
Meine Family in Istanbul ist etwas strange, zumindest meine Tante und Co.
Jammern ständig, obwohl sie noch nie arbeiten mussten und immer mehr als genug Geld hatten... Wenn man in Istanbul ist kommt noch nicht mal ein: "hosgeldin"... na ja von meiner Tante seit ein paar Jahren. Der Rest ist mit sich selbst beschäftigt. Nö, von denen möchte ich nichts. Die Familie von meinem Eniste hat eine Hochzeitsparty gemacht, welches ihresgleichen sucht. Habe das Viedeo gesehen und ich muss mich rechtfertigen, dass ich zu viel Geld in der USA ausgegeben hätte... Flitterwochen usw. egal... bin etwas abgeschweift ... sonst ärgere ich mich nur noch unnötig.
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  #27 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 15:49
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Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
Psssstt!, man soll es ja nicht sagen, aber Doktorarbeiten von Medizinern sind teilweise echt lustig, um es mal so auszudrücken. Ich habe die Entstehungsgeschichte solcher Werke schon verschiedentlich aus der Nähe beobachten dürfen und bin insofern etwas voreingenommen. Aber egal, es gehört halt dazu. Hauptsache, die Patienten werden gesund, ob ein Dr. davorsteht oder nicht, ist eigentlich nicht das Thema.
Dafür kann mancher Taxifahrer zum Ausgleich flüssig über Kant und Hegel dozieren. Und hat das große Latinum in der Tasche.

Und was Physik oder Chemie betrifft oder auch Jura: Himmel, hilf! Da ist es, glaube ich, anspruchsvoll hoch 10!

Dafür fliegen die Götter in Weiß immer auf Wolke Sieben. Ich streite mich vorwiegend mit Ärzten oder Beamten. Aber sie mögen mich dennoch, zumindest die Ärzte. Mit den Beamten hat man zum Glück nicht immer viel zu tun.

Chemie, nur weils nicht Dein Ding ist würde ich mal sagen. Es gibt kaum einen der Chemie studiert hat und keinen Dr. hat, das sagt schon einiges.
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  #28 (Permalink)  
Alt 12.10.2007, 17:37
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AW: Bachelor - Diplom - Master

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Zitat von der-alte Beitrag anzeigen
Soweit ich weiss, ist das Diplom auch eher dem Master (und nicht dem Bachelor) entsprechend. Die Einteilung in Bachelor und Master soll die Studienzeit verkürzen und internationaler sein, vor allem aber sind diese Studiengänge viel stärker "verschult", es gibt also weniger Wahlmöglichkeiten, jedes Semester muss mit Klausuren abgeschlossen werden etc. Allgemein gilt unter Studenten das Diplom als theoretisch anspruchsvoller (wenn es noch angeboten wird)
Das ist in der Tat so. Der Bachelor ist dem alten Abschluss Diplom FH-6 Semester gleichzusetzen. Das gilt heutzutage als vollwertiger Abschluss.

Wer möchte, kann dann noch 4 Semester "auf Master" studieren und ist dann beispielsweise im Wirtschaftsstudiengang Master of Economics.
Allerdings werden in der Industrie die Bachelor der FH's als nicht so hochwertig angesehen wie die Bachelor - Abschlüsse an einer Uni, obwohl sie gleich verschult sind. Das liegt daran, dass die Ansprüche der FH andere (praxisbezogener) sind als die der Unis (wissenschaftlich-threoretischer).

Die Zugangsberechtigung zu den Masterstudiengängen an Universitäten ist soweit ich weiß noch nicht bundeseinheitlich geregelt. Es soll jedoch so sein, dass es einen prozentualen Anteil an Bachelors von Uni's, FH's, ausländischen Studenten mit vergleichbarem Abschluss sowie Meister geben soll.
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  #29 (Permalink)  
Alt 13.10.2007, 10:36
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Zitat von Lalezar2006 Beitrag anzeigen
Ich habe zum Beispiel festgestellt, das viele Arbeitgeber nicht scharf auf Zertifikate, Weiterbild., erworbene Fachkenntnisse (Kurse), ... sind.

Berufserfahrung ist eher gefragt, aber auch das Erscheinungsbild und die Persönlichkeit.

Was ich halt beobachten konnte, ist recht interessant!
Schon klar. Erste Erfahrungen müssen gesammelt werden. Aber bitte nicht die Firma (des Personalchefs) als Versuchsfeld ansehen. Auf die İdee, dass der Kandidat irgendwo einen Anfang machen muss, will man nicht kommen.

İst das eine Scheisswelt.

Geändert von Kimyager (13.10.2007 um 10:39 Uhr).
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Alt 13.10.2007, 19:14
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Zitat von schwarze Rose Beitrag anzeigen
Das ist in der Tat so. Der Bachelor ist dem alten Abschluss Diplom FH-6 Semester gleichzusetzen. Das gilt heutzutage als vollwertiger Abschluss.
Das kann ich nicht so stehenlassen. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, scheinen mir einerseits auf die Verwirrungen in der Umstellungsphase 2005/06 zurückzugehen, andererseits ebenso subjektiv zu sein, wie der Vergleich von nordrhein-westfälischem Abitur und dem bayerischen.

Der Subjektivität kann ich mich auch nicht entziehen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Bachelor-Studium mit evtl. anschließendem Master und einem Diplom würde ich letzteres wählen. Aus dem Grund, weil das Diplomstudium organisatorisch konsistenter war und man mit einem einzigen (ebenfalls bereits verschulten) Studium alles mitbekam um wettbewerbsfähig zu sein.
Diese Wahl hat man aber nicht mehr und 2007 sieht es faktisch so aus, dass der Bachelor das Diplom ersetzt, und zwar gleichwertig (so gleichwertig wie das Abitur in verschiedenen Bundesländern ).

Bei der Umstellung ging es um die Verkürzung der Studienzeit, allerdings nicht durch Wegfall von Inhalten. Ein Bachelor-Studiengang ist ungleich arbeitsintensiver als das ersetzte Diplom. Doppelstudien werden daher jetzt auch in den Vergaberichtlinien für Studienplätze kategorisch ausgeschlossen.
Zudem schmilzt der Abstand zwischen Uni und FH dahin, bzw. ist garnicht mehr auszumachen, weil die Abschlüsse (Arts oder Science) nicht qualitativ sondern nach den spezifischen Bedürfnissen der Arbeitssituation zu bewerten sind.

Das Vorrecht der Uni bleibt das Aufbaustudium mit Masterabschluss (Vorsicht: Der von FHs angebotene Master of applied sciences ist heute noch überwiegend nicht gleichwertig mit dem der Unis und kann u.U. zur Promotion nicht anerkannt werden). Das sollte man bei der Wahl des Studienplatzes bedenken. Die Master-Plätze an jeder Uni sind begrenzt. Als "Insider" der eigenen Uni hat man da bessere Karten als wenn man von außen, vielleich sogar von einer FH, dazustößt.

Den Master qualitativ zu bewerten ist sehr schwer. Ansich sollte in der Praxis der Master den Dr. ersetzen, wohlwissend, dass ihm ein anderes Prinzip zugrunde liegt und er der Promotion qualitativ bei Weitem nicht entspricht.
Der Hintergedanke hinter diesem Widerspruch ist der, dass der (Zeit-)Aufwand für eine Promotion (inklusive des langen Vorbereitungsstudiums) längst nicht dem Nutzen entspricht, den sie in der Arbeiswelt - besser gesagt für die Arbeitgeber - hat. Der Master soll Absolventen quasi vom Promovieren abhalten, ihnen zwar die Möglichkeit der Weiterbildung geben aber sie auch schnell in den Beruf führen.
Somit schien es sinnvoll, in Studiengängen, die typischerweise in die freie Wirtschaft münden, den Master zwischen Bachelor und Dr. einzusetzen, in der Hoffnung, dass nach dem Master kaum einer noch promovieren möchte. Leider planen bereits einige Unis, dies zu unterlaufen, indem sie auch Bachelor-Absolventen (in der Regel die eigenen ) nach einem Eignungsfeststellungsverfahren zur Promotion zulassen werden. Damit könnte sich langfristig das Arbeitnehmerspektrum in Promovierte und Bachelor-Absolventen aufspalten. Also das Gegenteil, von dem, was man ursprünglich erreichen wollte, lediglich mit der Errungenschaft, dass die Promovierten schneller fertig sind als früher.

Der Master ist folglich höherwertiger als ein Diplom. Um wieviel hängt jedoch vom Studiengang ab. In sehr diversifizierten Studiengängen, wo das Potential an zusätzlich zu erwerbendem Wissen groß ist, ist der Abstand zum Diplom größer als bei eher speziellen Studiengängen.
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