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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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  #31 (Permalink)  
Alt 13.10.2007, 19:54
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AW: Bachelor - Diplom - Master

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Zitat von TheCore Beitrag anzeigen
Das kann ich nicht so stehenlassen. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, scheinen mir einerseits auf die Verwirrungen in der Umstellungsphase 2005/06 zurückzugehen, andererseits ebenso subjektiv zu sein, wie der Vergleich von nordrhein-westfälischem Abitur und dem bayerischen.

wie kommst du zu dieser Aussage?

Der Subjektivität kann ich mich auch nicht entziehen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Bachelor-Studium mit evtl. anschließendem Master und einem Diplom würde ich letzteres wählen. Aus dem Grund, weil das Diplomstudium organisatorisch konsistenter war und man mit einem einzigen (ebenfalls bereits verschulten) Studium alles mitbekam um wettbewerbsfähig zu sein.

Das hängt / hing ganz stark von der Art des Studiums ab. Die WiWis und Geisteswissenschaften waren keineswegs verschult.

Diese Wahl hat man aber nicht mehr und 2007 sieht es faktisch so aus, dass der Bachelor das Diplom ersetzt, und zwar gleichwertig njet! (so gleichwertig wie das Abitur in verschiedenen Bundesländern ).

Bei der Umstellung ging es um die Verkürzung der Studienzeit, allerdings nicht durch Wegfall von Inhalten. Das war die Idee sowie die Anpassung an internationale Standards. Ein Bachelor-Studiengang ist ungleich arbeitsintensiver als das ersetzte Diplom. Doppelstudien werden daher jetzt auch in den Vergaberichtlinien für Studienplätze kategorisch ausgeschlossen.
Zudem schmilzt der Abstand zwischen Uni und FH dahin, bzw. ist garnicht mehr auszumachen, weil die Abschlüsse (Arts oder Science) nicht qualitativ sondern nach den spezifischen Bedürfnissen der Arbeitssituation zu bewerten sind.
Sag ich doch: Praxisorientiert bei der FH, wissenschaftlicher orientiert an der Uni!


Das Vorrecht der Uni bleibt das Aufbaustudium mit Masterabschluss (Vorsicht: Der von FHs angebotene Master of applied sciences ist heute noch überwiegend nicht gleichwertig mit dem der Unis und kann u.U. zur Promotion nicht anerkannt werden). Das sollte man bei der Wahl des Studienplatzes bedenken. Die Master-Plätze an jeder Uni sind begrenzt. Als "Insider" der eigenen Uni hat man da bessere Karten als wenn man von außen, vielleich sogar von einer FH, dazustößt. Das ist bei sehr vielen Unis nicht der Fall, da diese sich um objektive Zulassungskriterien bemühen und externe Institute mit der Studienplatzvergabe betraut haben.

Den Master qualitativ zu bewerten ist sehr schwer. Ansich sollte in der Praxis der Master den Dr. ersetzen, wohlwissend, dass ihm ein anderes Prinzip zugrunde liegt und er der Promotion qualitativ bei Weitem nicht entspricht.
Der Hintergedanke hinter diesem Widerspruch ist der, dass der (Zeit-)Aufwand für eine Promotion (inklusive des langen Vorbereitungsstudiums) längst nicht dem Nutzen entspricht, den sie in der Arbeiswelt - besser gesagt für die Arbeitgeber - hat. Der Master soll Absolventen quasi vom Promovieren abhalten, ihnen zwar die Möglichkeit der Weiterbildung geben aber sie auch schnell in den Beruf führen.
Somit schien es sinnvoll, in Studiengängen, die typischerweise in die freie Wirtschaft münden, den Master zwischen Bachelor und Dr. einzusetzen, in der Hoffnung, dass nach dem Master kaum einer noch promovieren möchte. Leider planen bereits einige Unis, dies zu unterlaufen, indem sie auch Bachelor-Absolventen (in der Regel die eigenen ) nach einem Eignungsfeststellungsverfahren zur Promotion zulassen werden. Damit könnte sich langfristig das Arbeitnehmerspektrum in Promovierte und Bachelor-Absolventen aufspalten. Also das Gegenteil, von dem, was man ursprünglich erreichen wollte, lediglich mit der Errungenschaft, dass die Promovierten schneller fertig sind als früher.

Der Master ist folglich höherwertiger als ein Diplom. Um wieviel hängt jedoch vom Studiengang ab. In sehr diversifizierten Studiengängen, wo das Potential an zusätzlich zu erwerbendem Wissen groß ist, ist der Abstand zum Diplom größer als bei eher speziellen Studiengängen.
Regelstudienzeit bei Bachelor ca 6 Semester, Diplom 8 bis 12 Semester, Master i.d. R. 4 Semester.
arbeitest du auf diesem Gebiet?
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Alt 13.10.2007, 20:28
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von Lalezar2006 Beitrag anzeigen
Ich habe zum Beispiel festgestellt, das viele Arbeitgeber nicht scharf auf Zertifikate, Weiterbild., erworbene Fachkenntnisse (Kurse), ... sind.

Berufserfahrung ist eher gefragt, aber auch das Erscheinungsbild und die Persönlichkeit.

Was ich halt beobachten konnte, ist recht interessant!
Das stimmt, Berufserfahrung ist gefragt, mindestens 30 Jahre, wobei der Bewerber oder die Bewerberin jedoch nicht älter als 27 Jahre alt sein sollte.
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  #33 (Permalink)  
Alt 13.10.2007, 21:52
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von schwarze Rose Beitrag anzeigen
arbeitest du auf diesem Gebiet?
Nein, ich habe gerade eine eineinhalbjährige freie Mitarbeiterschaft an der TUM hinter mir. Da ich jetzt erst mit ein Studium anstrebe bzw. auch schon in der "Umbruchphase" zu studieren anfangen hätte können, habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt, und das Thema ausführlich mit einigen Kollegen dort diskutiert.

wie kommst du zu dieser Aussage?
Man kann doch nicht leugnen, dass mit diesem Prozess viele Unklarheiten entstanden sind. Das ist auch daran erkennbar, dass viele Statements in dieser Diskussion hier vor 2 Jahren noch richtig waren, heute aber nicht mehr, oder der Idee des Bologna-Prozesses grundsätzlich nicht entsprechen.
Der TU Hamburg ist beispielsweise erst in der Bewerbungsphase für das WS 07/08 eingefallen, dass sie in manchen Fächern doch nicht mehr die Diplome anbieten, die noch auf der Website standen.
Ebenso Probleme mit dem Master: Fakt ist, dass eigentlich der Master der FH und der der Uni gleichermaßen zur Promotion berechtigen sollten. Das hat sich bis heute noch nicht bei allen Unis herumgesprochen. Daher muss ich heute zwar sagen, dass die beiden nicht gleichwertig sind, in 2 Jahren werden sie es aber vermutlich sein.

Das hängt / hing ganz stark von der Art des Studiums ab. Die WiWis und Geisteswissenschaften waren keineswegs verschult.
Richtig, bei der Aussage war ich auf meine technischen Interessen fixiert.

gleichwertig njet!
Nimms mir nicht übel, aber solche Aussagen kommen fast ausschließlich von Leuten, die in letzter Sekunde noch das gute alte Diplom ergattert haben und verständlicherweise beunruhigt sind, dass sie von einem Jahrgang der schnelleren Bachelor-Absolventen überrollt werden.
Praktisch jeder Prof wird Dir bestätigen dass die Inhalte und die Tiefe dieselben sind wie im Diplomstudium.
Wenn es nach mir ginge, wäre ganz Deutschland beim Diplom geblieben, weil Qualität für mich auch bedeutet, sich in einem Fachbereich einfinden zu können und Zeit für ein paar Extras zu haben. Das ist für mich etwa dasselbe wie die Verkürzung der Gymnasialzeit. Was die Nostalgie angeht kann ich Dir also zustimmen.
Nur wenn ein Diplom-Absovent deine Aussage so unkommentiert glesen hätte, könnte er meinen, er hätte einen Wettbewerbsvorteil oder zuminderst stille zusätzliche Qualifikationen gegenüber dem ruck-zuck durchgepeitschten Bachelor. Angesichts der heute in der Wirtschaft üblichen Meßlatten für Qualität wäre das Selbstbetrug.

Das war die Idee sowie die Anpassung an internationale Standards.
Das ist richtig. Aber weil mich die Frage wurmt, welches Land da welchem anderen mehr entgegengekommen ist, habe ich dieses unschöne Thema ausgelassen.

Sag ich doch: Praxisorientiert bei der FH, wissenschaftlicher orientiert an der Uni!
Ja, aber Du hast das als Grund dafür genannt, dass der FH-Abschluss in der Industrie als nicht so hochwertig angesehen würde. Das kann bei einem konservativen Personaler natürlich noch vorkommen, die werden aber immer seltener (auch weil sie oft selbst von der FH kommen). Ich wollte lediglich betonen, dass der FH-Bachelor eben nicht mehr als Low-Level-Version sondern als gleichberechtigte, andere Ausprägung gesehen wird. Beim Diplom war das noch nicht so.

Das ist bei sehr vielen Unis nicht der Fall, da diese sich um objektive Zulassungskriterien bemühen und externe Institute mit der Studienplatzvergabe betraut haben.
Arbeitest Du in diesem Bereich? Sonst beweist die Aussage viel Gottvertrauen . Das mit den Instituten habe ich noch nicht gehört, abgesehen davon, dass die geva mal einen Test abwickelt. Welche Uni macht das zum Beispiel? Nach dem was ich so mitbekommen habe, sind Vorbehalte gegen FHs nicht auszulöschen, da wo sie bestehen. Ich denke, das legt sich.

Regelstudienzeit bei Bachelor ca 6 Semester, Diplom 8 bis 12 Semester, Master i.d. R. 4 Semester.
Den Hinweis vertehe ich nicht. Wie gesagt, die Diplom-Inhalte sind beim Bachelor auf 6 Semester konzentriert. Wer also noch den Master dranhähngt, landet automatisch oberhalb des Diploms. Wie man es auch dreht, so wenig können die Leute in den 4 Semestern garnicht lernen, als dass sie innerhalb dieser imaginären Differenz zwischen Diplom und Bachelor bleiben würden. Die Zahl von 12 Semestern für ein Diplom scheint mir auch etwas frisiert. Ich (als Techniker) kenne das nur von Doppeldiplomen. Sonst reicht es eigentlich, maximal 10 anzusetzen.
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  #34 (Permalink)  
Alt 13.10.2007, 22:02
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von Sultan Beitrag anzeigen
Das stimmt, Berufserfahrung ist gefragt, mindestens 30 Jahre, wobei der Bewerber oder die Bewerberin jedoch nicht älter als 27 Jahre alt sein sollte.
Das wichtigste sind aber die Lohnerwartungen. Besonders in der IT steht der Arbeitnehmer in ständiger Konkurrenz zu den Stromkosten seines Computers.
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  #35 (Permalink)  
Alt 14.10.2007, 12:30
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Zitat von TheCore Beitrag anzeigen

gleichwertig njet!
Nimms mir nicht übel, aber solche Aussagen kommen fast ausschließlich von Leuten, die in letzter Sekunde noch das gute alte Diplom ergattert haben und verständlicherweise beunruhigt sind, dass sie von einem Jahrgang der schnelleren Bachelor-Absolventen überrollt werden.
Praktisch jeder Prof wird Dir bestätigen dass die Inhalte und die Tiefe dieselben sind wie im Diplomstudium.

Irrtum, mein Lieber, mit meinen Kollergen dreht sich die Diskussion sehr häufig um diese Themen, da sie uns ja auch direkt betreffen und KEINER sieht es so wie du beschrieben hast.

Wenn es nach mir ginge, wäre ganz Deutschland beim Diplom geblieben, weil Qualität für mich auch bedeutet, sich in einem Fachbereich einfinden zu können und Zeit für ein paar Extras zu haben. Das ist für mich etwa dasselbe wie die Verkürzung der Gymnasialzeit. Was die Nostalgie angeht kann ich Dir also zustimmen.
Nur wenn ein Diplom-Absovent deine Aussage so unkommentiert glesen (nicht nur gelesen, sondern sogar geschrieben *lach) hätte, könnte er meinen, er hätte einen Wettbewerbsvorteil oder zuminderst stille zusätzliche Qualifikationen gegenüber dem ruck-zuck durchgepeitschten Bachelor. Angesichts der heute in der Wirtschaft üblichen Meßlatten für Qualität wäre das Selbstbetrug.
Nicht immer. Jedoch im öffentlichen Dienst werden die Bachelor-Absolventen in den gehobenen, die Master und Diplom- Absolventen aber in den höheren Dienst eingestellt.

Das war die Idee sowie die Anpassung an internationale Standards.
Das ist richtig. Aber weil mich die Frage wurmt, welches Land da welchem anderen mehr entgegengekommen ist, habe ich dieses unschöne Thema ausgelassen.

Sag ich doch: Praxisorientiert bei der FH, wissenschaftlicher orientiert an der Uni!
Ja, aber Du hast das als Grund dafür genannt, dass der FH-Abschluss in der Industrie als nicht so hochwertig angesehen würde. Das kann bei einem konservativen Personaler natürlich noch vorkommen, die werden aber immer seltener (auch weil sie oft selbst von der FH kommen). Ich wollte lediglich betonen, dass der FH-Bachelor eben nicht mehr als Low-Level-Version sondern als gleichberechtigte, andere Ausprägung gesehen wird. Beim Diplom war das noch nicht so.

Das ist bei sehr vielen Unis nicht der Fall, da diese sich um objektive Zulassungskriterien bemühen und externe Institute mit der Studienplatzvergabe betraut haben.
Arbeitest Du in diesem Bereich? Sonst beweist die Aussage viel Gottvertrauen . Das mit den Instituten habe ich noch nicht gehört, abgesehen davon, dass die geva mal einen Test abwickelt. Welche Uni macht das zum Beispiel? Nach dem was ich so mitbekommen habe, sind Vorbehalte gegen FHs nicht auszulöschen, da wo sie bestehen. Ich denke, das legt sich.
Wenn du davon noch nichts gehört hast, ist das damit noch nicht das Gesetz der Perser und der Meder.
Ich will dir damit nicht zu nahe treten, aber weder du noch ich wissen auf dem Gebiet Besdcheid, wie das in der komplettenBRD an allen Unis und FHs gehandhabt wird.


Regelstudienzeit bei Bachelor ca 6 Semester, Diplom 8 bis 12 Semester, Master i.d. R. 4 Semester.
Den Hinweis vertehe ich nicht. Wie gesagt, die Diplom-Inhalte sind beim Bachelor auf 6 Semester konzentriert. Wer also noch den Master dranhähngt, landet automatisch oberhalb des Diploms. Wie man es auch dreht, so wenig können die Leute in den 4 Semestern garnicht lernen, als dass sie innerhalb dieser imaginären Differenz zwischen Diplom und Bachelor bleiben würden. Die Zahl von 12 Semestern für ein Diplom scheint mir auch etwas frisiert. (Medizin!) Ich (als Techniker) kenne das nur von Doppeldiplomen. Sonst reicht es eigentlich, maximal 10 anzusetzen.
Du gehst bei deinem ganzen Ansatz von der technischen Seite aus. Das ist aber nur eine Seite der wissenschaftlichen Welt. Es gibt noch die Geisteswissenschaften und Wirtschaftwissenschaft, Naturwiss. ,Mediziner usw.
Ich möchte jetzt nicht jeden Punkt von dir im einzelnen kommentieren. Gerade habe ich das Gefühl, das dies zur Erbsenzählerei ausartet.
Daher werde ich mich jetzt aus diesem Thread ausklinken, möchte dir aber noch mit auf den Weg geben, das die wissenschaftliche Landschaft in der BRD durch die Umstellung alles andere als einheitlich ist und es daher auch noch eine Weile dauert,bis diese Frage völlig geklärt werden kann.
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  #36 (Permalink)  
Alt 14.10.2007, 13:13
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Zitat:
Zitat von Sultan Beitrag anzeigen
Das stimmt, Berufserfahrung ist gefragt, mindestens 30 Jahre, wobei der Bewerber oder die Bewerberin jedoch nicht älter als 27 Jahre alt sein sollte.
Richtig. Zudem muss man toll aussehen und ein inneres Feuer haben. Das wird nicht nur bei einem Job bei VİVA, MTV etc. gefordert, sondern auch bei naturwissenschaftlichen Berufen.
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  #37 (Permalink)  
Alt 14.10.2007, 13:37
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AW: Bachelor - Diplom - Master

Vergleich mit alten Abschlüssen ... Die KMK hat im Jahr 1999 noch explizit festgehalten, dass das Diplom (FH) dem im Ausland verbreiteten vierjährigen Bachelor honours (vgl. unten) entspricht (zu trennen von anderen Bachelorvarianten). Während generell der Bachelor als erster berufsqualifizierender Abschluss gelten soll, reicht er in Studiengängen, an deren Ende bislang Staatsexamina standen, allein nicht aus. Mit dem notwendigen anschließenden Master zusammen ergibt sich eine ähnliche Studiendauer wie bisher.
Da jedoch grundsätzlich ein essentieller Teil des Bologna-Prozesses die Einführung eines mehrstufigen Abschlusssystems ist, das sich grundlegend von der bisherigen Einteilung in Grund- und Hauptstudium unterscheidet, beinhaltet jeder Vergleich mit den bisherigen Abschlüssen eine Pauschalisierung. Die strukturellen Unterschiede zum bisherigen System können nicht erfasst werden, so dass die in der Öffentlichkeit wahrgenommene Wertigkeit des neuen Abschlusses stark variiert und von einer Gleichsetzung mit dem Bestehen des Vordiploms bis hin zum Diplom reicht. Bis 2010 soll ein europaweit einheitliches und im Vergleich zu bisherigen Abschlüssen leichteres Verfahren zur Anerkennung des Bachelors geschaffen werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bachelor
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  #38 (Permalink)  
Alt 14.10.2007, 17:50
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Wenn du davon noch nichts gehört hast, ist das damit noch nicht das Gesetz der Perser und der Meder.
Ich will dir damit nicht zu nahe treten, aber weder du noch ich wissen auf dem Gebiet Besdcheid, wie das in der komplettenBRD an allen Unis und FHs gehandhabt wird.

Da hast Du sehr wohl recht. Der Absatz zielte aber auch darauf ab, dass Du meinen Horizont erweitern hättest können, indem Du nur ein einziges Beispiel für eine Uni genannt hättest, die ihre Absolventen von einem Institut auswählen lässt, über den geva-Test hinausgehend.

Die Zahl von 12 Semestern für ein Diplom scheint mir auch etwas frisiert. (Medizin!) Ich (als Techniker) kenne das nur von Doppeldiplomen. Sonst reicht es eigentlich, maximal 10 anzusetzen.

OK. Die Zahl von Diplom-Medizinern abzüglich der Doppeldiplomanden in Wirtschaftsmedizin aufzuführen, ist allerdings wirkliche Erbsenzählerei.

Zitat:
Zitat von schwarze Rose Beitrag anzeigen

Ich möchte jetzt nicht jeden Punkt von dir im einzelnen kommentieren. Gerade habe ich das Gefühl, das dies zur Erbsenzählerei ausartet.
Daher werde ich mich jetzt aus diesem Thread ausklinken, möchte dir aber noch mit auf den Weg geben, das die wissenschaftliche Landschaft in der BRD durch die Umstellung alles andere als einheitlich ist und es daher auch noch eine Weile dauert,bis diese Frage völlig geklärt werden kann.
Das ist in der Tat richtig.
Nur würde es mich freuen, wenn Du mir glaubst, dass es mir nicht darum geht, möglichst kleinlich eine persönliche Diskussion zu führen und Recht zu haben. Vielmehr geht es darum, dass sich viele im Internet über solche Themen informieren, Meinungen einholen und dabei vielleicht auch bei TT landen.
Nach Deinen Beiträgen könnte ein mitlesender FH-Bachelor meinen "Toll, bei der Vergabe eines Master-Platzes werde ich von fast allen Unis absolut objektiv bewertet" und ein Diplomand könnte in dem für ihn ohnehin naheliegenden Urteil bestätigt werden, ein Bachelor wäre prinzipiell schlechter ausgebildet als er.
Mit meiner Wortmeldung wollte ich lediglich der Wahrscheinlichkeit Rechnung tragen, mit der sich diese Annahmen als Irrtum herausstellen können.

Und gut is.

LG TheCore

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  #39 (Permalink)  
Alt 14.10.2007, 18:28
Anouk
 
Beiträge: n/a
Blinzeln AW: Bachelor - Diplom - Master

Zitat:
Zitat von TheCore Beitrag anzeigen
Das ist in der Tat richtig.
Nur würde es mich freuen, wenn Du mir glaubst, dass es mir nicht darum geht, möglichst kleinlich eine persönliche Diskussion zu führen und Recht zu haben. Vielmehr geht es darum, dass sich viele im Internet über solche Themen informieren, Meinungen einholen und dabei vielleicht auch bei TT landen.
Nach Deinen Beiträgen könnte ein mitlesender FH-Bachelor meinen "Toll, bei der Vergabe eines Master-Platzes werde ich von fast allen Unis absolut objektiv bewertet" (...)
Na ja, um sich zu solchen Fragen gezielt schlau zu machen, gibt's geeignetere Plattformen - oder z.B. auch Studienberatungen an Unis und FHs. Das sollte eigentlich jedem Studierenden klar sein. Und Suchmaschinen ersetzen nun mal kein eigenständiges Denken und Bewerten - auch wenn das vielleicht manchmal verkannt wird..

Wie auch immer, eine sicher nicht ganz schlechte Informationsquelle zum Thema findet sich beispielsweise auch hier.
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