| Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen. |

13.10.2007, 16:35
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TT-Schreck
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Tyrannenmord gerechtfertigt?
Die Geschichte ist voll von blutrünstigen Diktatoren die Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben. Als das Wüten des Caligula unerträglich wurde, tötete ein Prätorianer den römischen Kaiser. Auf Hitler wurden 42 Attentate versucht. Stalin starb letztendlich durch unterlassener Hilfeleistung nach einem Schlaganfall. Mord an Tyrannen,wie ist das moralisch zu vereinbaren?
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13.10.2007, 18:19
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TT-Schreck
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AW: Tyrannenmord gerechtfertigt?
Na kommt Leute, das ist doch nicht so schwer
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13.10.2007, 19:46
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AW: Tyrannenmord gerechtfertigt?
Zitat:
Zitat von sdost
Na kommt Leute, das ist doch nicht so schwer
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Dann könntest Du ja anfangen  .
Ich halte solche Situationen für annähernd vergleichbar mit einem entschuldigenden Notstand. Die Tat bleibt rechtswidrig, der Täter ist schuldlos.
Die Rechtswidrigkeit einer Tat basiert letztlich auf dem moralischen Empfinden der Menschen im Allgemeinen. Es muss angenommen werden, dass sogar der Täter selbst gegen die Tötung eines Menschen prinzipiell moralische Bedenken hat, die er in diesem Fall überwunden hat. Eine gegenwärtige Gefahr, die einen rechtfertigenden Notstand begründen würde, ist in der Regel nicht gegeben. Somit lässt sich die Rechtswidrigkeit nicht ausräumen.
Natürlich ist auch mit dem entschuldigenden Notstand die Situation nicht vollständig greifbar. Jedoch würde ich aufgrund des Ausmaßes der Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit, die vom Tyrannen ausgeht, ebenso stark die Allianz betonen, die zwischen dem Täter und sämtlichen anderen bedrohten Bürgern besteht. So ergibt sich eine ausreichende Entschuldigung.
LG TheCore
PS: Ist es möglich, dass wir manchmal Deine Hausaufgaben machen?
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13.10.2007, 19:55
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TT-Schreck
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AW: Tyrannenmord gerechtfertigt?
Zitat:
Zitat von TheCore
Dann könntest Du ja anfangen  .
Ich halte solche Situationen für annähernd vergleichbar mit einem entschuldigenden Notstand. Die Tat bleibt rechtswidrig, der Täter ist schuldlos.
Die Rechtswidrigkeit einer Tat basiert letztlich auf dem moralischen Empfinden der Menschen im Allgemeinen. Es muss angenommen werden, dass sogar der Täter selbst gegen die Tötung eines Menschen prinzipiell moralische Bedenken hat, die er in diesem Fall überwunden hat. Eine gegenwärtige Gefahr, die einen rechtfertigenden Notstand begründen würde, ist in der Regel nicht gegeben. Somit lässt sich die Rechtswidrigkeit nicht ausräumen.
Natürlich ist auch mit dem entschuldigenden Notstand die Situation nicht vollständig greifbar. Jedoch würde ich aufgrund des Ausmaßes der Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit, die vom Tyrannen ausgeht, ebenso stark die Allianz betonen, die zwischen dem Täter und sämtlichen anderen bedrohten Bürgern besteht. So ergibt sich eine ausreichende Entschuldigung.
LG TheCore
PS: Ist es möglich, dass wir manchmal Deine Hausaufgaben machen?
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 guter Tipp, darauf bin ich noch gar nicht gekommen
Auch ich bin der Meinung, dass man Leute wie Hitler oder Stalin aus der besonderen Situation heraus ermorden hätte können ohne dass dies zu moralischen Problemen hätte führen müssen. Damit wäre immerhin schlimmeres verhütet worden. Cäsars Ermordung aber war meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die von Caligula aber doch.
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13.10.2007, 22:23
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AW: Tyrannenmord gerechtfertigt?
Wow, kaum schaut man mal kurz weg, geht in dem Thread die Post ab.
Der Andrang ist ja schlimmer als bei Al Gore. Und das, obwohl der Klimawandel wirklich alle beschäftigt.
Zitat:
Zitat von sdost
 guter Tipp, darauf bin ich noch gar nicht gekommen
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Na, ob der Gedanke für dich wirklich sooo neu ist 
Wenn ja, würde ich Dir empfehlen, Deutschlehrer zu werden. Wo gräbst Du nur diese Ideen aus? Deine Schüler werden dich lieben!
Zitat:
Zitat von sdost
Cäsars Ermordung aber war meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die von Caligula aber doch.
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Ich weiß von beiden zu wenig um da eine exakte Linie ziehen zu können. Nur hat mich zu Zeiten meines Latein-Unterrichts immer beschäftigt, dass Altphilologen oft so blumig von der Antike und ihren großen Feldherrn sprechen. Was würden wir denn heute von jemandem halten, der mit seinem Heer in der Welt herumgurkt um möglichst viele fremde Völker zu unterwerfen?
Sicher, Bush muss man auch nicht gleich umbringen. Obwohl...
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14.10.2007, 14:38
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TT-Schreck
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AW: Tyrannenmord gerechtfertigt?
Zitat:
Zitat von TheCore
Wow, kaum schaut man mal kurz weg, geht in dem Thread die Post ab.
Der Andrang ist ja schlimmer als bei Al Gore. Und das, obwohl der Klimawandel wirklich alle beschäftigt. Beim Frisör sind die Klatschmagazine auch immer am abgegriffensten
Na, ob der Gedanke für dich wirklich sooo neu ist 
Wenn ja, würde ich Dir empfehlen, Deutschlehrer zu werden. Wo gräbst Du nur diese Ideen aus? Deine Schüler werden dich lieben!
Der Gedanke kam mir spontan beim Thread Zeitreisen
Ich weiß von beiden zu wenig um da eine exakte Linie ziehen zu können. Nur hat mich zu Zeiten meines Latein-Unterrichts immer beschäftigt, dass Altphilologen oft so blumig von der Antike und ihren großen Feldherrn sprechen. Was würden wir denn heute von jemandem halten, der mit seinem Heer in der Welt herumgurkt um möglichst viele fremde Völker zu unterwerfen?
Sicher, Bush muss man auch nicht gleich umbringen. Obwohl...
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Die Geschichte ist ungerecht. Was hat Alexander der Große eigentlich historisch geleistet? Leute die dem Staat gedient haben und für Frieden und Wohlstand sorgten sind unbekannt geblieben. Der römische Kaiser Hadrian zum Beispiel. In den Geschichtsbüchern steht dann auch noch, dass die Römer erleichtert waren als er starb. Cäsar wurde ermordet, weil der Senat glaubte von ihm entmachtet zu werden. Caligula wurde wahnsinnig und erließ unsinnige Befehle, die andere Menschen in Gefahr brachten. Wer weiß wohin seine Regierung das Land getrieben hätte
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