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Die wahren Helden des Alltags
Oft wird auf den "öffentlichen Personennahverkehr" geschimpft. Zu teuer, zu schlechte Verbindungen usw. usw. Das es aber jeden Tag zu richtigen Wundern kommt, scheint gar nicht aufzufallen. Heute stieg ich an der Haltestelle, die sich in der Nähe unseres Wohnhauses befindet, in den Bus und half einem sehr alten und stark gehbehinderten Mann beim Einstieg. Während er den Fahrpreis in Centstücke zahlte, hatte ich mit meiner Monatskarte freien durchgang und setzte mich kurzentschlossen auf einen der wenigen freien Plätze. Glücklich meinen schlanken Leib ins Polster schmiegen zu können sah ich den alten Mann nun den Gang entlang schlurfen. Ich steh nicht auf, sagte ich mir und sah angestrengt durchs Fenster nach draußen. Der Alte tippte mir auf die Schulter und hielt einen Behindertenausweis in der Hand. Ich saß auf einen der Behindertenplätze, wo auch sonst? Ich überlegte mir kurz ob es sich lohnte, für einen Sitzplatz eine längere Haftstrafe in Kauf zu nehmen. Dann kam mir in den Sinn, dass er vielleicht ein paar Hamster zu Hause zu versorgen hatte und wenn er nicht mehr zurückkehrte, würden sie verhungern. Ich stand also auf und postierte mich auf den Platz der eigentlich für Kinderwagen reserviert ist. Kurzfristig stieg in mir der kühne Plan auf, dem Alten beim Ausstieg in den Hintern tretend behilflich sein zu können. Dann verrauchte der Zorn und ich sah schon mein Ziel auftauchen, den Zentralen Omnibusbahnof, kurz ZOB genannt. Hier stiegen die meisten Leute aus und so auch der alte Opa. Irgendwie drängte er mich beim Austieg so kräftig zur Seite, dass ich fast ins Straucheln gekommen wäre und unter den Bus zu rutschen drohte. "Bus, Bus" krächzte Opa mit heiserer Stimme und schnappte sich seine Gehhilfen, die er nun als Waffen einsetzte. Im Laufschritt eilte er auf den wartenden Bus zu, immer wieder anderen Leuten die Krücken in den Rücken stoßend. So musste einst Blücher gefochten haben, nur das dieser keinen Schaum vor dem Mund hatte. Opa hatte die meisten Fahrgäste außer Gefecht gesetzt und der Busfahrer starrte ihn mit zusammengekiffenen Augen an. Kurz bevor Opa den Bus erreicht hatte, schloß der Fahrer die Tür und ließ den alten Mann richtig auflaufen. Vorsichtig setzte er den Bus in Bewegung und winkte jovial dem wild gestikulierenden alten Kämpen zu. Ab heute habe ich ein neues Berufsziel, ich werde Busfahrer
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Frage nicht was ich für dich tun kann, sondern was du für mich tun kannst.
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