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Alt 18.10.2007, 21:58
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Beitrag der Deutschen zur Integration

Man hört, liest, vordert,... Integration der Ausländer in die deutsche Gesellschaft. Da hier Themenschwerpunkt Deutschland und Türkei ist, nehmen wir die Türken als Paradebeispiel.

Was kann die deutsche Gesellschaft dafür tun, um den Türken die Integration zu erleichtern? Erster Schritt dazu wäre meiner Meinung mehr über Land, Leute und Geschichte kennenzulernen. Der Urlaub dazu reicht bei weitem nicht aus, wie manche gerne glauben wollen. Selbst die in Deutschland lebenden Türken eignen sich in seltenen Fällen als zuverlässige Informationsquelle- "Bei uns Türken..."

Weshalb lernen wir über die Boston Tea Party, den amerikanischen Bürgerkrieg,... aber kaum etwas über die türkische Geschichte und Kultur...
Herr Zeynep... Frau Metin, ich schmunzele und stelle fest...
Türkische Filme mit Untertitel auf Deutsch, wo sind sie...

Die Integration könnte wesentlich erleichtert werden, so glaube ich. Würde man sich besser kennen, könnte man leichter aufeinander zugehen. Wenn jemand sich für mich, mein Land und Geschichte interessiert, kann ich mich leichter öffnen, fühle mich schneller verstanden, akzeptiert.
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Geändert von Ottoman (18.10.2007 um 22:03 Uhr).
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Sultan (19.10.2007)
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Alt 18.10.2007, 22:19
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

In unserem Geschichtsbuch z.B. gabs einen Kapitel über Türken. Da drin stand das wichtigste über die Geschichte, Türken in Deutschland, wieso sie hier herkamen, wie die dritte Generation hier lebt und dann gabs auch noch drei Seiten über die aktuelle Lage der Türkei. Aber da in der zehnten Klasse nur über das dritte Reich besprochen wird, haben wir nie uns das Türkenkapitel angeschaut.

Aber du verlangst zu viel. Es gibt auch viele Russen und Polen hier. Man kann nicht für alle größeren Völkergruppen hier das machen, was du verlangst. Würde man das nur für die Türken machen, wäre das die reinste Diskriminierung gegenüber den anderen Ausländergruppen.

Außerdem gehören zu der Integration auch die Ausländer. Ich mein, wenn mein Opa seit 40 Jahren hier lebt, aber immer noch nicht deutsch kann, dann muss doch da was falsch gelaufen sein? Na ja, genauso gibt es hier türkische Eltern, die ihren Kindern türkisch an erster Stelle beibringen anstatt deutsch.
Genauso gibt es wieder Deutsche, die einfach keine Ausländer akzeptieren, egal wie angepasst du bist, sie wollen einfach keine Ausländer in Deutschland haben. Ihr denken wirst du wohl kaum schnell aus ihrem Kopf raus kriegen können.

Ach, es gibt viele Beispiele von beiden Seiten, die die Integration einfach erschweren.
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Alt 18.10.2007, 23:24
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

bonjour ottoman

forumstürke hat dir in BEISPIELHAFTER weise geantwortet, aller achtung!

ich meine:

die besser gebildete türken, die hier leben, sind jetzt dran

um etwas für die integration zu leisten.

einige familien sind stolz auf ihrer türkischen herkunft und mit dem boom in der textilindustrie etc superreich geworden: es ist bestimmt

heute

keine frage vom geld mehr, so etwas wie eine mächtige webpräsenz der türken im ausland im web zu schaffen,

mit
- zeitung
- lernstoff für die jugend (sprache, literatur, geschichte, kunst)
- kinderlektüren in beiden sprachen
- lernstoff für erwachsene, die türkisch lernen wollen
- wörterbuch
- kulturelle darstellungen
- türkische aktualität.

ich bin sicher, dass sich sponsore finden liessen (wikipedia wäre dafür überfordert: es geht weit abseits der aufgabe einer enzyklopädie), beispielsweise werbegestützt, denn einige unternehmen sind enstanden, die vollkommen auf dem in- und exportgeschäft zwischen beiden ländern abgestimmt sind, um die maschinerie zur verfügung zu stellen.

aber die ameisen, die den stoff liefern sollten?

mir scheint, dass gerade unter den türken ein sehr geringer hang dazu besteht!

vorbild dazu könnten die wiki-zeitungen in der tat sein, aber auch einige grossartige ehrenamtlich erziehungs- bzw. ausbildungsbewegungen im web

siehe beispielsweise:

http://www.mailxmail.com/

für alle spanischsprachige länder (es gibt viele)!

salut
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Sithnoppe (19.10.2007)
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Alt 18.10.2007, 23:24
Genevieve
 
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

Zitat:
Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
Erster Schritt dazu wäre meiner Meinung mehr über Land, Leute und Geschichte kennenzulernen. Der Urlaub dazu reicht bei weitem nicht aus, wie manche gerne glauben wollen.
nee, der türkeiurlaub von otto normalverbraucher der sich im ai- tempel an der reviera abspielt, vermittelt weniger über die türkei als die dönerbude an der ecke...



Zitat:
Weshalb lernen wir über die Boston Tea Party, den amerikanischen Bürgerkrieg,... aber kaum etwas über die türkische Geschichte und Kultur...
weil das hier eurozentrisch bis zum abwinken ist. die türkei fiel höchstens mal im kontext "der kranke mann am bosporus". genau das gleiche gilt aber auch für den rest des asiatischen raumes. da hat dir auch keiner was über das chinesische kaiserreich erzählt. wenn man mich fragt, würde ich auf die einrichtung des faches "kulturkunde" plädieren. fremde länder kennenlernen, mal etwas trockener im historischen kontext, dann präsentation lokaler bräuche bis hin zu kulinarischen entdeckungsreisen in der schulküche. leider fragt mich niemand.

Zitat:
Wenn jemand sich für mich, mein Land und Geschichte interessiert, kann ich mich leichter öffnen, fühle mich schneller verstanden, akzeptiert.
also mir hat noch kein türke je das gespräch verweigert. und selbst banales wie die frage, was eigentlich genau in diesem scharfen roten pulver drin ist, hat schon manch interessantes gespräch hervorgerufen.
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Alt 19.10.2007, 06:15
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

ich hatte in der schule viel über die türkei gelernt, aber zu der zeit war ich kind und mein interesse war anderen dingen zugewandt. der lindheitstraum vom osmanischen reiter, der mich über die steppe trieb hat mich zwar bis heute nicht losgelassen, hat aber wenig mit dem türkenbild von heute zu tun

seit ich hier in neukölln lebe , habe ich täglich kontakt mit anderen kulturen. über 36 nationen leben hier ...die größte gruppe sind menschen 1.-3. generation aus der türkei. und tatsächlich kann ich den großteil dieser menschen nicht fragen, was mich brennend interessieren würde.
1. sie sprechen kein deutsch, 2 sie sprechen schlecht türkisch und 3 sie haben wenig ahnung von deutscher und auch türkischer geschichte, 4. sie haben kein bedürfnis, mit mir zu sprechen. männer würde ich nicht ansprechen wollen, um nicht in deren köpfen ein chaos anzurichten frauen kann ich nicht ansprechen, weil die meisten mich nicht verstehen-oder die ehemänner den kontakt zu anderen nicht wünschen (ausnahmen bestätigen die regel- siehe mein projekt...) das soll nicht abwertend klingen, aber so ist es nun mal.
natürlich habe ich auch freunde hier um mich herum, meine freundin fatma, die bäckersfrau und 2 frauen von der deutschgruppe, aber es könnten mehr sein, wenn....

an der uni sieht das anders aus...die türkischen studenten und lehrkräfte können meinen wissensdurst befriedigen, oder freunde, die ich ohne scheu fragen kann, wenn es um spezielle themen geht. oder ich leih mir bücher aus .
es ist auch ein großer unterschied , ob ich in die türkei in den urlaub fahre, weil es ein billiges urlaubsland ist ( zufallsgenerator beim aussuchen des sommerur laubs) oder ob ich kulturelles interesse habe an diesem land, wo die wiege der europäischen kultur stand ( byzanz / konstantinopel / antike)
es liegt auf der hand, das man über ein land etwas wissen möchte, wenn man z.b. einen liebsten / liebste aus diesem land hat und eine binationale beziehung lebt, die sich nicht nur auf 2 wochen urlaub beschränkt. hinzu kommt auch:wie geht man als mensch überhaupt mit menschen aus anderen ländern um...
wenn ich als hier lebende deutsche auf ausländische mitbürger zugehe, dann sollte ich das nicht mit der arroganz eines besserwissers machen ( das schreckt IMMER ab) sondern mit positiver neugier.
in vielen dingen geht es mir ähnlich wie den türkischen mitbürgern. wer mich mit gesunder neugier über meine famile, meine vergangenheit und die historischen hintergründe befragt, dem antworte ich gerne und lade ihn auch gerne zum shabbatessen ein...aber wenn ich in den gedanken meines gesprächspartners in sippenhaft genommen werde , mit baron rothschild verglichen oder mit herrn friedmann in einem topf geworfen werde , ziehe ich mich zurück. dummen leuten kann man nicht ihre dummheit erklären.
integration ist immer interaktiv. das trifft auf jeden zu , in jedem land und für jede nationalität. doch dazu sollte nicht nur die schule einen beitrag leisten, sondern hauptsächlich die familie, die der kleinste teil der gesellschaft ist. wenn zuhause eine entspannte und interessierte haltung der gesellschaftlichen vorgänge um einen herum herrscht, ist man auch entspannt und gut gewappnet , wenn man "die straße" betritt. das trifft für max müller zu und für murat öztürk.
MAR
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Zwischen thir un angel sol men kejn finger nit arajnschteken jidd. sprichwort
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Geändert von mar (19.10.2007 um 06:20 Uhr).
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sdost (19.10.2007), Sultan (19.10.2007)
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Alt 19.10.2007, 08:25
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

Zitat:
Zitat von mar Beitrag anzeigen
.....
es liegt auf der hand, das man über ein land etwas wissen möchte, wenn man z.b. einen liebsten / liebste aus diesem land hat und eine binationale beziehung lebt, die sich nicht nur auf 2 wochen urlaub beschränkt. hinzu kommt auch:wie geht man als mensch überhaupt mit menschen aus anderen ländern um...
Ein sehr schönes Statement, auch für mich lag darin der Schlüssel. Durch das Kennenlernen meiner jetzigen Ehefrau wurde bei mir eine wahre Kettenreaktion ausgelöst. Liebe ist ein sehr schönes Stichwort und ein guter Wegbereiter, im Interesse zueinander. Liebe ist eine Brücke und das Bindeglied. Ich bin unendlich froh und dankbar, dass ich heute die Möglichkeit habe mich in beiden Kulturen barrierefrei bewegen zu können. Die Barrieren die entstehen können existieren nur in den Köpfen. Eines meiner Lieblingsthemen hierzu ist die Sprache. Trotz großem Interesse meinerseits an Fremdsprachen überhaupt, wäre ich noch vor zehn Jahren nicht im Traum auf die Idee gekommen, jemals türkisch lernen oder sprechen zu wollen. Heute bin ich unendlich neidisch auf unsere jungen Deutsch-Türken, die mühelos beide Sprachen sprechen. Was gäbe ich heute darum die Zeit zurückzuschrauben um ebenfalls als Kind mit beiden Sprachen aufwachsen zu dürfen. Warum lernt man denn als Kind so viel schneller ? Ich denke man muß nicht erst die ganzen Beschränkungen, die man sich im Kopf im Laufe des Heranwachsens geschaffen hat, beiseite räumen. Wie gesagt, noch vor zehn Jahren habe ich GEDACHT, ich würde nie in meinem Leben Türkisch sprechen oder lernen wollen. Türkisch war mir total fremd. Und heute ? .....finde ich türkisch eine wunderschöne Sprache, wann und wo immer ich sie höre fühle ich mich heimisch und ich würde wie gesagt alles dafür geben, könnte ich sie nur perfekt beherrschen. Die Liebe zu einem anderen Menschen ist die ideale Brückenfunktion, die tatsächliche oder vermeintliche Klüfte überwindet. Wer diese Brücke für sich gefunden hat und bauen konnte ist reicher geworden. Die Liebe überwindet Grenzen und man ist nicht mehr beschränkt auf sein eigenes kleines (innerliches) Territorium.

Da ich in meinem Leben nicht nur Sprachunterricht, sondern auch eine klassiche Gesangsausbildung durchlaufen habe fällt mir irgendwie in dem Zusammenhang die Arie des Sarrastro aus der Zauberflöte ein.

Ich hoffe mit dieser Quellenangabe muß damit mein Schlußwort nicht editiert werden.....:

Die Arie des Sarrastro "In diesen heilgen Hallen" die zweite Strophe.....:

"In diesen heilgen Mauern, wo Mensch den Menschen liebt, kann kein Verräter lauern, weil man dem Feind vergibt."

Refrain: "Wen solche Lehren nicht erfreun, verdienet nicht ein Mensch zu sein, wen solche Lehren nicht erfreun, verdienet nicht ein Mensch zu sein."
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Alt 19.10.2007, 17:41
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Wer soll denn die Integrationsleistung erbringen, wenn keiner mehr da ist? Schulen ohne einen einzigen deutschen Schüler sind in den sogenannten sozialen Brennpunkten keine Ausnahmen. Die Türken waren einmal sehr beliebt in Deutschland, kaum zu glauben.
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Alt 19.10.2007, 18:19
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

bonjour

Zitat:
Zitat von sdost Beitrag anzeigen
Wer soll denn die Integrationsleistung erbringen, wenn keiner mehr da ist? Schulen ohne einen einzigen deutschen Schüler sind in den sogenannten sozialen Brennpunkten keine Ausnahmen.
das kann ich verstehen, obwohl ...

aber das!

Zitat:
Zitat von sdost Beitrag anzeigen
Die Türken waren einmal sehr beliebt in Deutschland, kaum zu glauben.
warum beides in einem atemzug?

und bist du dir deiner meinung sicher (deiner meinung ja, aber der vermeintlichen tatsache, dass die türken unbeliebt seien )

als ich soldat in wittlich an der mosel war, waren die französischen soldaten nicht unbedingt sehr beliebt. obwohl sie zu disziplin-regimenten gehörten (2 ränder um die abzeichen herum: ein 3. und dann ist es fremdlegion oder marine-infanterie, was gleich einzustufen ist). es herrschte wirklich stahlharte disziplin.

5000 soldaten, eine ganze division, in einer ortschaft von nur 5000 seelen, inklusiv babies, greisen etc.. das ist natürlich viel (wie eine klasse voller türken, kann ich nachvollziehen )

dann haben sich die franzosen zurückgezogen, und siehe da, grosses gejammer! die stadt lebte damals sehr stark von der garnison, und eine deutsche garnison als ersatz wäre schrecklich gewesen... denn die deutschen sind ja zu hause: keine 2 ränder um die abzeichen herum, gar keins!

glaubst du nicht, dass wenn sich die türken alle zurückziehen würden, wie man eine garnison zurückziehen kann, man blitzschnell viele andere einwanderer gekäme...

... und mit diesen wesentlich schlechter klar käme?

die türken, auch, wenn es früher die armen bauer aus dem hinterland waren, sind unter allen einwanderern die sahne! ein berg sahne mit einem halbmond aus schokolade noch drauf!

wann werden die deutschen das begreifen?

salut
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Alt 19.10.2007, 18:29
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Ich habe ja bis vor kurzem in Berlin gelebt und kenne die Situation aus erster Hand, da selbst erlebt. Die Türken werden vor allem als Problemgruppe gesehen und leider nicht ganz zu Unrecht. Der gute Ruf der Türken in Deutschland stammte aus der Kaiserzeit. Waffenbrüder im ersten Weltkrieg und die guten Beziehungen seit dem 18ten Jahrhundert haben etwas entstehen lassen, was eine gute Basis für später gewesen wäre. Leider wurden alle Chancen verpasst und heute scheinen die Vorurteile zu Urteilen geworden zu sein.
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  #10 (Permalink)  
Alt 19.10.2007, 18:40
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AW: Beitrag der Deutschen zur Integration

In meinem Geschichtsbuch kam das Osmanische Reich darin vor. Als Stoff wurde es aber nicht abgehandelt. Wichtiger wäre mir die Zeit ab Atatürk, die Zeit ab der Gründung der Türkischen Republik.
Was ich verlangt habe, war die Aufnahme als Lernstoff und ein paar türkische Filme (besser synchronisiert als mit Untertiteln).
Ist das nun wirklich zu viel? Immerhin leben Millionen von Türken in Deutschland - 26,3 % der Ausländer sind Türken wogegen 4,3% Polen (Quelle: www.zdwa.de). Das darf man nicht unberücksichtigt lassen. Und, gelten Polen wirklich als Integrationsunwillig. Nein, ich glaube nicht. Es gibt die Integrationsunwilligen, ohne Frage. Wie soll man bei dieser Schicht von Türken etwas bewegen können, wenn es noch nicht einmal in der Türkei funktioniert. Dort geht man sich aus dem Wege... Jeder ist in seiner Welt. In Istanbul, meiner Geburtsstadt sehe ich das all zu deutlich. Beitrag der Deutschen zur Integration lautet der Titel dieses Threads. Diesmal wollte ich gerne wissen, ob und was die Deutschen
zur Integration beitragen könnten- Zur Integration der Türken. Eingangs schrieb ich: "Da hier Themenschwerpunkt Deutschland und Türkei ist, nehmen wir die Türken als Paradebeispiel".
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