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24.10.2007, 12:04
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AW: Akademiker und Frauen
Die Handtasche war jetzt auch nicht ausschlaggebend, sollte nur ein drastisches Beispiel sein. ;-)
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24.10.2007, 13:32
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von Ottoman
Mir ist aufgefallen, dass Akademiker, vorallem aus naturwissenschaftlichen Bereichen wie: Mathematik, Physik, ... , große Probleme mit Frauen haben.
Könnt ihr das bestätigen? Wenn ja, welche Ursachen könnte es dafür geben?
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Das ist glaube ich eine Frage der Perspektive.
Aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass ein naturwissenschaftlich orientierter Mann in der Beziehung mit einer ähnlich interessierten Frau (solche gibt es inzwischen auch in signifikanter Anzahl) sehr aufblühen kann.
Jemand der nur für die Mathematik und Physik lebt, kann unter Umständen mit einem ebenso intellektuellen Philologen genauso wenig anfangen wie mit einem Tuning-Freak oder Fußballfan. Innerhalb des Geschlechts fällt das eben nicht weiter auf und gilt als normal. Die so gebildeten sozialen Grenzen mit ihrer Cliquen- bzw. Zirkelbildung werden in der Regel nicht angetastet, weil unter Geschlechtsgenossen kein Anlass dazu besteht.
Hingegen bedingt der hormonelle Drang der Partnersuche, dass sich so ein Nerd vielleicht auch mal an einer Disco-Maus versucht. Die katastrophale Erfolgsbilanz oder die entstehenden Reibungen der gegensätzlichen Interessen würde ich nicht als prinzipielles "Problem mit Frauen" interpretieren.
Einen allgemeinen Nachteil für Akademiker sehe ich nur darin, dass sehr intelligente Menschen oft zu kritisch und differenziert denken, um erfolgreiche Selbstdarstellung zu betreiben. Das spüren solche Menschen nicht nur in der Partnerwerbung sondern auch bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen. Eine gewisse Geradlinigkeit und Verkürztheit des Denkens ist hier von Vorteil, besonders, wenn es den Fähigkeiten des Umworbenen entspricht. Denn die meisten Menschen zollen denen ihrer Mitmenschen viel schneller Sympathie, welche sie für (intellektuell) unterlegen halten. Durch die Außenwirkung der Überlegenheit, besonders der Überlegenheit aufgrund von offensichtlichen Fähigkeiten, die für andere nicht angreifbar sind, erntet man im Idealfall Respekt, im Normalfall Neid und Abneigung aber kaum Sympathie.
Das ist ein Reiz, der die grundlegende Form des Chauvinismus aktiviert: Ein geistig Überlegener kann nie gleichberechtigter Teil der eigenen Gruppe werden, weshalb man lieber auf Distanz zu ihm geht. Er wird als Teil einer separaten Elite-Gruppe gesehen, einem Kollektiv, dem mit seinen Führungsambitionen auch noch etwas Negatives anhaftet.
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24.10.2007, 13:36
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von TheCore
Einen allgemeinen Nachteil für Akademiker sehe ich nur darin, dass sehr intelligente Menschen oft zu kritisch und differenziert denken, um erfolgreiche Selbstdarstellung zu betreiben.
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Hier muss ich aus meiner Erfahrung mit Naturwissenschaftlern (um die ging es ja) aber doch mal einwerfen, dass bei weitem nicht alle "sehr intelligent" sind und einer noch größeren Zahl von ihnen kritisches und differenziertes Denken nicht näher ist als der erwähnten Disco-Maus.
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24.10.2007, 14:00
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AW: Akademiker und Frauen
es kommt nicht drauf an, welchen beruf du hast oder aus welcher fachrichtung du kommst, sondern ob du bereit bist, über deinen eigenen tellerrand zu blicken.
im idealfall entsteht so ein spannungsfeld, in dem man sich gegenseitig befruchtet.
und wenn mein gegenüber bereit ist, die faszinierende welt einer beethovensinfonie zu entdecken, lasse ich mich auch gerne näher auf die strömungsverhältnisse in windkanälen ein. 
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24.10.2007, 14:15
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von alteglucke
Hier muss ich aus meiner Erfahrung mit Naturwissenschaftlern (um die ging es ja) aber doch mal einwerfen, dass bei weitem nicht alle "sehr intelligent" sind und einer noch größeren Zahl von ihnen kritisches und differenziertes Denken nicht näher ist als der erwähnten Disco-Maus.
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Ok, das war etwas aus der Hüfte geschossen. Die Geisteswissenschaftler haben da wohl die Nase vorn. Allerdings sollte meiner Meinung nach ein "richtiger" Naturwissenschaftler gerade in diese Richtung tendieren, wie Harald Lesch zum Beispiel.
Ich wollte allgemein nur sagen, dass sich intelligente Menschen oft in ihrem Gedankengebäude verlaufen. Ein intelligenter Physiker hat dafür meiner Meinung nach ein größeres Feld zur Verfügung als z.B. ein intelligenter Wirtschaftswissenschaftler.
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24.10.2007, 18:02
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von Genevieve
es kommt nicht drauf an, welchen beruf du hast oder aus welcher fachrichtung du kommst, sondern ob du bereit bist, über deinen eigenen tellerrand zu blicken.
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Selbst der Kleidungsstil verrät manchmal die Fachrichtung. Kennt jemand Agraringenieure? Ich kenne die aus Hohenheim und einer weiteren Hochschule. Künstlern werden Attituden wie: chaotisch, zertreut,..., zugeschrieben. Psychologiestudenten wird nachgesagt, dass sie diesen Studiengang zur Selbsttherapie gewählt haben. Nicht der Beruf macht die Menschen zu dem was sie sind. Die Persönlichkeit hat einen Einfluß auf die Wahl. Nicht der Balletttanz erzeugt homosexuelle Männer, sondern vorallem feminine homosexuelle sind es, die dem Ballett zugeneigt sind.
Zitat:
Zitat von TheCore
Das ist glaube ich eine Frage der Perspektive.
Aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass ein naturwissenschaftlich orientierter Mann in der Beziehung mit einer ähnlich interessierten Frau (solche gibt es inzwischen auch in signifikanter Anzahl) sehr aufblühen kann.
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Wenn ich den Fachbereich Elektronik ansehe, dann wird sich kaum eine ähnlich interessierte Frau finden  . Die Anzahl war tatsächlich signifikant, signifikant gering. Innerhalb aller Semester, gerade mal 3 Frauen. Sonst gebe ich Dir Recht.
Vielleicht hätte ich naturwissenschaften etwas mehr eingrenzen müssen. Chemie hat wesentlich mehr Frauen als techn. Informatik oder Elektrotechnik.
Zitat:
Zitat von TheCore
Jemand der nur für die Mathematik und Physik lebt, kann unter Umständen mit einem ebenso intellektuellen Philologen genauso wenig anfangen wie mit einem Tuning-Freak oder Fußballfan.
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Ich setze aber eher auf den Tuningfreak, wenn es um Erfahrungen bei Frauen geht als auf den von der theoretischen Physik.
Wenn etwa 40% des FB's: Elektronik, mit knapp 30 Jahren, noch nie eine Freundin hatten, dann spreche von Problemen mit Frauen.
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Friede zu Hause, Friede in der Welt - Mustafa Kemal Atatürk
Geändert von Ottoman (24.10.2007 um 18:04 Uhr).
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24.10.2007, 18:20
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von Ottoman
Wenn etwa 40% des FB's: Elektronik, mit knapp 30 Jahren, noch nie eine Freundin hatten, dann spreche von Problemen mit Frauen.
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das ist ein sehr hoher anteil...
oder einfach ein seltsamer studiengang.lach
vielleicht reiner zufall, das alle ohne erfahrungen in dem kurs gelandet sind..
wer weiss was im parallelkurs abging ;-)
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24.10.2007, 22:03
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von TheCore
Ok, das war etwas aus der Hüfte geschossen.
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Nee, das fand ich nicht! Das war sehr flüssig und schlüssig geschrieben und brachte klar auf den Punkt, was ich ansonsten hätte beisteuern mögen. Vielen Dank.
Anouk
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25.10.2007, 11:14
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AW: Akademiker und Frauen
Zitat:
Zitat von Ottoman
Wenn ich den Fachbereich Elektronik ansehe, dann wird sich kaum eine ähnlich interessierte Frau finden  . Die Anzahl war tatsächlich signifikant, signifikant gering. Innerhalb aller Semester, gerade mal 3 Frauen. Sonst gebe ich Dir Recht.
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Meine Beobachtung bezieht sich ungefähr auf die Abitur-Jahrgänge ab 2002. Wenn man z.B. von einem Projekt in einer Zehnergruppe ausgeht, kann man im Maschinenbau eigentlich sicher sein, dass eine Frau dabei ist, mehr als zwei werden es aber nicht sein. Die Elektrotechnik soll angeblich beim Frauenanteil heute deutlich vor den Maschinenbauern liegen, kann ich aber nicht bestätigen.
Wenn man(n) es überhaupt nicht mehr aushält, setz man sich halt in der Mensa zu den BWL-Leuten  (oder Jura).
Zitat:
Zitat von Ottoman
Wenn etwa 40% des FB's: Elektronik, mit knapp 30 Jahren, noch nie eine Freundin hatten, dann spreche von Problemen mit Frauen.
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Das ist ja erschreckend, so drastisch habe ich das noch nicht erlebt. Ich muss aber entlasstend hinzufügen, dass 95% der Informatiker es auf keinen Fall zugeben würden, noch nie eine Freundin gehabt zu haben  (sie zählen nämlich Eve von Yello Strom dazu: http://www.yellostrom.de )
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