Das ist eine Schreckensvision: Da legt sich ein Patient auf den Operationstisch und beim Aufwachen fehlt ihm ein gesundes Organ. Mehrere Patienten des kleinen St.-Antonius-Krankenhauses im ländlichen Wegberg (Kreis Heinsberg) erlebten diesen Horror-Trip. Während sie unter Narkose schliefen, soll ihnen der damalige Chefarzt die Gallenblase weggeschnitten haben. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat nun die Anklage gegen den 51-jährigen Chirurgen veröffentlicht, der seit einigen Tagen Knast-Kluft statt weißem Kittel trägt.
Dem einst renommierten Mediziner werden 69 Vergehen an 17 Patienten im Alter zwischen 50 und 92 Jahren vorgeworfen. Sieben Patienten überlebten die Tortur nicht. Sie sollen durch Ärztehand gestorben sein. In vier Fällen durch handwerkliche Fehler, in drei Fällen durch Körperverletzung mit Todesfolge.
Die Anklage listet 60 einzelne Körperverletzungen auf. Im Fall der Skandal-Klinik ist es der juristische Sammelbegriff für falsche Diagnosen, falsche und unnötige Operationen, fehlende oder falsche Aufklärung von Patienten – kurzum: der strafrechtliche Begriff für den Vertrauensbruch zwischen Arzt und Patienten in sämtlichen Varianten. Zu einzelnen Fällen machte die Staatsanwaltschaft keine detaillierten Angaben.
Zitronensaft in die Wunde
Während die Kranken in dem kleinen Haus gutgläubig auf moderne Medizin und Medikamente vertrauten, ließ ihnen der Mediziner frisch gepressten Zitronensaft in die Wunden träufeln
Quelle und weiter:
http://www.welt.de/wissenschaft/medi....html#req Wik