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20.05.2008, 10:46
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TT-Akkordschreiber
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2. Arbeitsmarkt
Hallo TT
Was haltet ihr vom 2. Arbeitsmarkt ?
Sinnvoll nicht sinnvoll ?
Kurz : der 2. Arbeitsmarkt sind alle öffentlich geförderten Arbeitsplätze.
Von den sogenannten 1-Euro-Jobs bis hin zu ABM/SAM- Maßnahmen.
Kritiker sagen, dass es Steuergelderverschwendung und "Beschäftigungstherapie" ist. Zudem würden diese Maßnahmen Unterschlupf für Arbeitsunwillige bieten. Man sei darüberhinaus fern von der realen Arbeitswelt.
Eure Meinungen interessieren mich. Danke 
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Pırıl pırıl gökkuşağını görmek için önce yağmuru yaşamak gerekir.
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20.05.2008, 12:30
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Ich finde es grundsätzlich gut, dass es öffentlich geförderte Arbeitsplätze gibt. Gerade symbolische 1 Euro Jobs geben schwer vermittelbaren Arbeitssuchenden die Chance, am täglichen Leben der Gesellschaft teilzunehmen und für die Förderung durch den Staat auch einen Beitrag zu leisten. Sie arbeiten ja dafür. Was ich im Gegensatz dazu schwer verurteile sind Menschen, die die Subventionierung durch den Staat so ausnützen, dass sie direkt zu Hause bleiben, weil sie so mehr verdienen als bei besagten 1 Euro Jobs.
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20.05.2008, 22:52
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Zitat:
Zitat von berliner
Hallo TT
Was haltet ihr vom 2. Arbeitsmarkt ?
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Ich hab unter 2. Arbeitsmarkt immer Schwarzarbeit bzw. die gesamte
Schattenwirtschaft verstanden. Meines Erachtens würden etliche europäische Länder ohne Nachbarschaftshilfe, kriminelle Aktivitäten und Schwarzarbeit gar nicht existieren.
Zu den Förderungsmassnahmen.
Es gab oder gibt immer noch Firmen, die entsprechende Kurse aus dem Hut zaubern. Da gehts darum, die Staatskohle abzugreifen, ob die Leute tatsächlich mitmachen, oder ob die Fortbildung wirklich Chancen auf eine Arbeit erhöht, ist nebensächlich.
Ansonsten finde ich, man sollte, egal welchen Job man annehmen muss, von dem Verdienst leben können, wenn man nicht irgendein Handicap hat.
Für Niedriglöhne von Staats wegen was drauf zu packen, das führt nur zu einer Lohnspirale nach unten. Und letztendlich verdienen die Unternehmer, weil sie niedrigere Löhne zahlen können. Die Staatskohle fließt also nicht in den Haushalt des Arbeitnehmers, sondern in die Taschen des Unternehmers.
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21.05.2008, 07:55
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TT-Akkordschreiber
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AW: 2. Arbeitsmarkt
ich habe das gefühl, dass in den kommenden jahren der kombilohn mehr und mehr in den vordergrund kommen wird.
das heisst, im niedriglohnsektorbereich stellt arbeitgeber schulze arbeitnehmer meier für 6,- € die Stunde ein, und bekommt vom staat 3,- € dazu (rechenbeispiel). somit entfällt auch die debatte um mindestlohn.
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21.05.2008, 08:15
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Moderator
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Zitat:
Zitat von berliner
Kritiker sagen, dass es Steuergelderverschwendung und "Beschäftigungstherapie" ist. Zudem würden diese Maßnahmen Unterschlupf für Arbeitsunwillige bieten. Man sei darüberhinaus fern von der realen Arbeitswelt.
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Ich kann dazu nur was grundsätzliches sagen, weil ich den zweiten Arbeitsmarkt nicht hautnah kenne.
Grundsätzlich halte ich es für sehr sinnvoll, dass der Staat eine Hilfe dazu leistet, diejenigen wieder an die Arbeit zu bringen, die das allein nicht schaffen. Das heißt natürlich auch, dass sie irgendwann die Kurve auf den ersten Arbeitsmarkt bekommen sollten. Mein Eindruck in den letzten Jahren war allerdings, dass die Staatshilfe vor allem aus Geld besteht und weniger daraus, hinzuschauen, was wirklich sinnvoll ist.
Wenig sinnvoll ist auch die Praxis, reguläre (öffentliche) Arbeitsplätze durch AB-Maßnahmen und Ein-Euro-Jobs zu ersetzen. Mal abgesehen davon, dass auf diese Weise das Geld nur von einem in den anderen Topf geschoben wird.
Außerdem war ich schon mal in einer Region in Deutschland, in der Beschäftigungsmaßnahmen nahezu die einzigen verfügbaren Jobs waren. Das war sicher "Beschäftigungstherapie". Ich fand´s trotzdem richtig.
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21.05.2008, 08:27
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AW: 2. Arbeitsmarkt
ich finde die 1 euro jobs wichtig, und auch die zuverdienstjobs, weil der mensch oft gefahr läuft ,von der anfänglichen erzwungenen nichtbeschäftigung in ein "trägheitskoma" zu fallen und von da ab ist soziale verwahrlosung nicht mehr weit... die 2. arbeitsmarkt-jobs bieten möglichkeiten, am sozialen leben teilzuhaben, können das selbstwertgefühl unterstützen und vielleicht sogar wieder ein einstieg ins vollberufsleben bringen, wenn jobnehmer und jobgeber sich einig werden können.
wir sollten nie vergessen, das die 1 euro-jobs meist dreckarbeit ist.
respekt denjenigen, die sich nicht auf die hartz IV-haut legen, sondern auch für dieses symbolische geld morgens 5 uhr aufstehen.
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21.05.2008, 14:36
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Moderator
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Ich finde die Umsetzung nicht gut.
Zum einen sind staatliche Beschäftigungsmaßnahmen in dem Umfang, in dem sie momentan betrieben werden, aus meiner Sicht nicht förderlich für die ökonomischen Strukturen eines Landes. In dem Moment, in dem sie die Verhältnisse des Marktes, in dem sie tätig sind, spürbar verändern, sind sie nicht mehr flexibel zurückzunehmen und damit ihres Rechtfertigungsgrundes beraubt. Im Niedriglohnsektor ist dies Realität.
Zudem sollte es sich in den wirklich sinnvollen Fällen um rein staatlich bzw. kommunal unterhaltenen und kontrollierte Projekte handeln. Das würde natürlich mehr behördliche Bürokratie und höhere Kosten bedeuten. Man kann es aber auch so sehen, dass die Behörden dann Kompetenz einkaufen müssten, die bereits jetzt fehlt.
Der 2. Arbeitsmarkt ist ein Paradebeispiel für das grundlegende Problem der sozialen Marktwirtschaft. Nämlich dass Maßnahmen aus den sozialen Zielsetzungen des Staates der ungebremsten Spitzfindigkeit des Marktes ausgesetzt werden und der Staat nicht willens oder fähig ist, dies adäquat zu regulieren. Ich bin für eine soziale Marktwirtschaft weitgehend ohne solche Brücken zwischen den beiden Idealen bzw. nur dort wo man nicht eine so wesentliche Missbrauchspraxis findet.
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22.05.2008, 13:59
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Zitat:
Zitat von berliner
Hallo TT
Was haltet ihr vom 2. Arbeitsmarkt ?
Sinnvoll nicht sinnvoll ?
Kurz : der 2. Arbeitsmarkt sind alle öffentlich geförderten Arbeitsplätze.
Von den sogenannten 1-Euro-Jobs bis hin zu ABM/SAM- Maßnahmen.
Kritiker sagen, dass es Steuergelderverschwendung und "Beschäftigungstherapie" ist. Zudem würden diese Maßnahmen Unterschlupf für Arbeitsunwillige bieten. Man sei darüberhinaus fern von der realen Arbeitswelt.
Eure Meinungen interessieren mich. Danke 
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meine meinung dazu...schwachsin vera....
was hat man davon wenn man nach einem jahr eh wieder arbeitslos ist....
es ist doch nur preiswerte arbeitsversklavung...
man wird da reingesteckt wo man gar nicht hin will....das ist doch nur eine maßnahme um die arbeitslosenzahl zu drücken....denn nach so einer maßnahme sitz man eh wieder zu hause und schreibt bewerbung....
in meiner letzten maßnahme(rbm)hatten wir nen ingenieur und er musste als kassierer arbeiten hallo..für was hat der mann studiert???um jetzt besser mit ner kasse umgehen zu können...wie kann man so jemanden in einen kassenlehrgang stecken...versteh ich nicht...oder will es nicht verstehen... 
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22.05.2008, 14:12
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Er ist nur dazu gut, um die Arbeitslosenstatistik auf positiv zu frisieren.
Mann sollte das Geld besser in eine vernünftige Ausbildung!
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Wichtig is aufm Platz!
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22.05.2008, 14:14
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TT-Akkordschreiber
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AW: 2. Arbeitsmarkt
Zitat:
Zitat von alkim
meine meinung dazu...schwachsin vera....
was hat man davon wenn man nach einem jahr eh wieder arbeitslos ist....
es ist doch nur preiswerte arbeitsversklavung...
man wird da reingesteckt wo man gar nicht hin will....das ist doch nur eine maßnahme um die arbeitslosenzahl zu drücken....denn nach so einer maßnahme sitz man eh wieder zu hause und schreibt bewerbung....
in meiner letzten maßnahme(rbm)hatten wir nen ingenieur und er musste als kassierer arbeiten hallo..für was hat der mann studiert???um jetzt besser mit ner kasse umgehen zu können...wie kann man so jemanden in einen kassenlehrgang stecken...versteh ich nicht...oder will es nicht verstehen... 
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deine erlebnisse sind mir in dieser art bekannt. das ist ja auch einer der gründe, warum ich diese frage stellte; da ich in letzter zeit zahlreiche beschwerden von ehem. massnahmeteilnehmern auf den tisch bekam.
von den jobcentern werden träger beauftragt, die massnahmen durchführen sollen. einige dieser träger scheinen aber mit den teilnehmern
keine sehr passgenaue und personenorientierte berufswege - und qualifizierungsplanung zu machen. so jedenfalls die meinung einiger ehem. maßnahmeteilnehmer.
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