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28.06.2008, 23:44
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AW: Deutsches Schulsystem
Also es trifft sicher nicht zu, dass Lehrer eine Entscheidung fällen, unmittelbar deshalb weil im Elternhaus Geld vorhanden ist oder nicht. Hier liegen viel weiter gefasste Rückkopplungen vor.
Bei Elternabenden erscheinen zahlreiche Eltern überwiegend der sozial schwachen Schicht überhaupt nicht. Das ist bezeichnend für das übrige Interesse am Bildungserfolg ihrer Kinder. Es fehlt zunächst an Bewusstsein und Extremfall stehen dem sogar Vorbehalte gegen alles entgegen, was mit "Bildungsbürgertum" zu tun haben könnte. Je knapper das Geld, desto sorgfältiger müssten die Prioritäten gesetzt werden, und dies geschieht so nicht.
Ein reiches Kind bekommt von den Eltern Spielekonsole und Handy, und findet gleichzeitig zuhause Bücher und interessantes Spielzeug vor. Wenn ärmere Familien damit gleichziehen wollen, fangen sie meist nicht bei den Büchern an.
Ein Kind aus einem wohlhabenden Haus hat daher einen ganz anderen Erfahrungshorizont als eines aus der unteren Gesellschaftsschicht. Das schlägt sich bei der Empfehlung der Lehrer für die Wahl der Schule, die nicht nur auf den Noten beruht, nieder. Das ist bestimmt nicht nur zum Nachteil der Schüler, weil ein Kind eben bestimmte Fähigkeiten braucht, um auf einer höheren Schule zurecht zu kommen. Wenn ein Lehrer nach seiner fachlichen Einschätzung gefragt wird, soll er sie ehrlich sagen dürfen. Mehr ist diese Empfehlung auch nicht.
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28.06.2008, 23:51
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TT-Stammposter
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AW: Deutsches Schulsystem
Zitat:
Zitat von Lalezar2006
Sehr komisch und was soll das bringen? Warum besuchen 2 Kinder zum dritten mal die erste Klasse? Hast du mal gefragt! Oder 11 das zweite Jahr?
Kannst du deinen Sohn nicht auf einen andere Schule anmelden? Das verstehe ich ja überhaupt nicht.
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das wollte ich ja weil ich von der schule nicht soviel halte und auch einpaar meiner alten lehrer da sind
ich wollte ihn auf einer musikschule anmelden bzw. hab ich das auch gemacht aber der schulsenat meinte sie hätten nicht genug plätze, mir aber damals die dirketorin sagte das wäre kein problem  , naja vielleicht hätte ich ja auch ein paar scheine bei der anmeldung hinlegen sollen
natürlich hab ich die lehrerin gefragt was dieser scheiss soll, sie meinte das wäre die neue schulreform und auch gut so
naja warten wir es ab, sonst bin ich die erste die einen antrag auf versetzung stellt
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29.06.2008, 00:06
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AW: Deutsches Schulsystem
Zitat:
Zitat von TheCore
Bei Elternabenden erscheinen zahlreiche Eltern überwiegend der sozial schwachen Schicht überhaupt nicht.
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Allgemein Eltern die an Elternabenden nicht erscheinen, zeigen für mich kein Interesse an der schulischen Entwicklung des Kindes.
Aber was ist nun Reich? Wenn ein Kind eine Spielekonsule, Handy und interessantes Spielzeug hat? Das haben mittlerweile alle Kinder, ausser von den Eltern die dies nicht als fördernd für ihre Kindern sehen, wobei die zweite Variante eher die Klügere wäre, für ein gesundes Maß an Entwicklung.
Reich wären für mich Eltern, die sich für die Kinder einsetzen, sie unterstützen, dafür braucht man kein großes Geld.
Lehrer sollten nur nach der Leistung beurteilen und nicht nach anderen Kritierien, wie Familien-Status/Kinderzimmer.
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"Gönül ne kahve ister ne kahvehane,gönül sohbet ister kahve bahane"
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29.06.2008, 00:10
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AW: Deutsches Schulsystem
Zitat:
Zitat von sabareeshan
das wollte ich ja weil ich von der schule nicht soviel halte und auch einpaar meiner alten lehrer da sind
ich wollte ihn auf einer musikschule anmelden bzw. hab ich das auch gemacht aber der schulsenat meinte sie hätten nicht genug plätze, mir aber damals die dirketorin sagte das wäre kein problem  , naja vielleicht hätte ich ja auch ein paar scheine bei der anmeldung hinlegen sollen
natürlich hab ich die lehrerin gefragt was dieser scheiss soll, sie meinte das wäre die neue schulreform und auch gut so
naja warten wir es ab, sonst bin ich die erste die einen antrag auf versetzung stellt
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Gibt es denn in der Nähe nicht noch andere Schulen? Was ist das denn für eine neue Schulreform, gilt die für Berlin allgemein oder nur für die Schule, mit welchem Zweck sollen die Kinder wiederholen? Welches Konzept steckt dahinter? Ich finde den Einstieg in die Grundschule sehr wichtig und auch das man mit der Grundschule zufrieden ist, damit den Kindern es auch Spass macht, das wäre meine Priorität.
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29.06.2008, 07:18
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AW: Deutsches Schulsystem
In Berlin ging die Grundschule schon von Anfang an bis zur sechsten Klasse.
Außerdem konnten Schüler, die weiter waren, eine Klasse überspringen. Das kam selten vor, ich hab es in meiner Klasse aber sowohl in der Grundschule, als auch an der Oberschule erlebt. Ich denke, dass das auch in allen Bundesländern möglich ist.
Kinder, die eigendlich in verschiedenen Jahrgangsstufen sind, gemeinsam zu unterrichten, das ist das alte Prinzip der Dorfschule.
In Schweden gabs auch Schule per Fernunterricht, weil die Kinder zu verstreut wohnten. Man traf sich dann in regelmäßgen Abständen im Klassenverband (weiß ich von einer ehemaligen Brieffreundin).
Die generell frühe Auftrennung der Schüler hat meines Erachtens negative Aspekte. Die minderbemittelten lässt man im Regen stehen.
Lehrer an Hauptschulen noch mehr an Förderschulen (früher Sonderschulen) an Erzieher sollte man erhöhte Anforderungen stellen, was Ausbildung und Fähigkeiten anbelangt, das Gegenteil dürfte der Fall sein.
Unterrichtet man nur Schüler mit gleichen Fähigkeiten und Möglichkeiten, fördert man Konkurrenzverhalten. Das mag dem einzelnen vielleicht sogar zu mehr Leistung anstacheln. Aber das Leben besteht nicht nur aus Leistung. Das Ergebnis kann man in der Berufswelt erleben. Da gibt es genügend Arschlöcher als Chefs, Teamleiter oder Berater. Großkotzig, überheblich, aufs eigene Renommee bedacht, nicht fähig, jemanden mitzunehmen, nicht fähig, jemanden anzuleiten, beim kleinsten sozialen Konflikt überfordert.
Der postive Aspekt, gemeinsamen Lernens sollte sein, zusammen etwas zu erarbeiten. Der der weiter ist, gibt sein Wissen, seine Erfahrung weiter. Hierbei lernen alle soziale Kompetenzen.
Wenn jemand der weiter ist, andere anleitet, ist das meiner Erfahrung nach sogar eine besondere Förderung für ihn. Ich hab in der Schule Nachhilfe gegeben, im Studium mal den Tutor gemacht und im Beruf sowohl in der Fortbildung als auch sonst Kollegen und Azubis den Stoff näher gebracht. Das waren immer Zeiten, in denen gerade ich selbst besonders viel gelernt habe.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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