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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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Alt 29.04.2006, 22:26
Anouk
 
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Frage Was wollen Männer?

Eine Frage, die mich schon seit längerem beschäftigt ... bevorzugen Männer eigentlich unbewusst Frauen, die weniger schlau sind als sie? Oder die sie zumindest für weniger schlau halten? Die Frage mag sich etwas bescheuert anhören, aber neulich hatte ich eine längere Diskussion darüber mit meiner Schwester, bei der sich ein hoffnungsvoller Flirt im Ansatz erledigt hat, weil der (keineswegs unintelligente!) Mann ihr zu verstehen gab, sie sei ihm "zu klug" oder vielmehr anders herum: er sei zu dumm für sie...
Naja, lief im Ergebnis auf das Gleiche heraus, es war halt der klassische Korb. Es traf sie zwar nicht bis ins Mark, aber sie fand die Message sehr zwiespältig, und ich kann das verflixt gut verstehen. Denn ich hab auch schon erlebt, dass es privat entschieden besser zu sein scheint, sich als Frau hübsch bedeckt zu halten und keineswegs durchblicken zu lassen, dass man sich auf irgendeinem Gebiet einigermaßen auskennt oder gar (Himmel bewahre!) leidenschaftliches Interesse dafür entwickelt. Aber ist das wirklich so? Oder zugespitzt gefragt: Gelten ausgeprägte bzw. vielfältige Interessen, die nix mit einer Liebesbeziehung und deren Pflege zu tun haben, nur bei Männern als normal - und bei Frauen eher als niedlich bis schrullig oder gar unsozial? Versteht Ihr, was ich meine? Wie seht Ihr das, habt Ihr auch schon Erfahrungen mit so was gemacht?

Ratlose Grüße
Anouk
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Alt 30.04.2006, 05:39
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TT-Schreck
 
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AW: Was wollen Männer?

hallo Anouk, diese Erfahrung habe ich leider auch schon gemacht- oder auch von diversen Freundinnen gehört. Ich bin ebenfalls ratlos , das es doch meistens die anfänglich recht klugen Männer sind , die solche Signale setzen. Ich habe mittlerweile in meinem Leben die Erfahrung versucht zu analysieren und ich habe den Eindruck , das Männer Angst vor klugen Frauen haben! ich glaube das hat mit der Verlustangst zu tun , den Überblick zu verlieren über eine Beziehung ( das ist sehr archaisch! ) , insbesondere wenn die Freundin / Partnerin/ Frau sich im Beruf oder im Leben mit so ganz anderen Dingen beschäftigt als ER. Insgeheim aber ( die Erfahrung habe ich auch gemacht) sind sie dann doch ziemlich stolz auf ihre kluge Freundin ( und prahlen auch gerne vor Freunden damit! ) Das ist das Paradoxum . Durch meinen Beruf und durch meine vielseitigen Interessen (Brötchen verdiene ich in der Uni aber ich mache vieles in der Freizeit- Kunstgalerie, ich schreibe, ich übersetze , ich habe aus Freude daran gehabt noch in Japan einen künstl. Beruf erlernt, ich gestalte und arbeite mit Textilien und handgeschöpftem Papier....etc), also durch all dies sehe ich dann doch gar manches Mal in große Augen der Männer, die es kaum fassen können, das ich mit Bohrer, Schrauber und Säge zu Hause arbeite ... und das alles für meine innere Freude und Spass ...ich versuche dann behutsam und diplomatisch zu erklären , was mich an dieser Vielfältigkeit so glücklich macht- das gerade dieses alles es doch ausmacht, das Mann Interesse an uns zeigt; denn werden wir nicht so wie wir sind durch die Summe der Erfahrung und das Erleben in unserem Leben? Ich glaube , das ist genau der Knackpunkt. ich erinnere mich an Sprüche von meiner Oma: " ich lasse Opa im Glauben, der er der Größte sei, das ich anders davon denke... und handle, steht auf einem anderen Blatt" . Damals konnte ich es kaum glauben, wenn man noch an das perfekte Eheleben glaubt als Kind und mit der Zeit habe ich verstanden, was Oma meinte. Kluge Frau hat immer mit einer Aura von Einsamkeit und intellektuellem Hunger zu kämpfen - aber auch den Spass, ganz tolle Männer kennezulernen und ich rede hier vom intellektuellen Begegnen!!- denn es ist NIE DER Durchschnittsmann der sich Dir nähert!) In der Vergangenheit haben Frauen noch auch mit wirklichen schlimmen Dingen wie geistigem Diebstahl oder keiner Anerkennung im Beruf zu tun gehabt : z.B. Lise Meitner, oder die Schwester von Einstein, oder die vielen klugen Frauen, die hinter den Männern stehen- und ohne diese die Männer z. B. nämlich NICHT das wären was sie sind.- aber zum Trost: es gibt sie wirklich! ; die Männer, die den konstruktiven und geistigen Austausch mit uns Frauen suchen, denn wie mein Lehrer in Japan einmal sagte : "ich liebe die Frauen! Warum? Sie sind das Potential dieser Welt! Frauen sind private Manager, die sich fast in allem auskennen , die immer wieder auf die Füsse fallen wenn es schiefgeht, die auch alleine zurecht kommen...was man von vielen Männern nicht sagen kann..." Also - die Chance auf solche Exemplar von Mann zu stossen, ist da und ich täte jetzt unrecht, wenn ich etwas anderes sagen würde. Wir sind immer auf der Suche nach unserem Pendant und manchmal stellen wir fest- das es er eben NICHT ist . Dann ist es eine Erfahrung, die uns reifer macht, und die uns weiterhilft, die Sinne zu schärfen um beim nächsten Mal " noch klüger" zu sein. Und das ist es was uns von Männern unterscheidet- Frauen lernen aus Niederlagen / Erfahrungen / Schmerzen und
Männer machen leider öfter die gleichen Fehler mehrmals. Also was soll man raten, wenn solch ein Mann die Frau wegen ihrer Klugheit lieber meidet? Ich denke, dann hat er nicht erkannt, welche schönen interessanten und aufregenden Dinge er verpasst- und dann war er NICHT DER RICHTIGE. Liebe Grüße Mar
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  #3 (permalink)  
Alt 30.04.2006, 14:32
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AW: Was wollen Männer?

Hallo Anouk!

Ich habe diese Erfahrung leider auch erleben dürfen. Mein Ex-Freund war Programmierer, ich Fachinformatikerin. Ein paar mal habe ich über meine Projekte geschwärmt und erzählt und er hat versucht mich als total dumm darzustellen, was ihm nicht geglückt ist.
Wenn wir eine Diskussion geführt haben und ich mit Argumenten besser diskutieren konnte ist diese Diskussion entweder ins leere verlaufen oder hat im STreit geendet. Er konnte mir nicht folgen, geistig. Er hatte ein ziemlich enges Allgemeinwissen, so dass er bei den meisten Themen einfach nicht mitreden konnte.
Naja, diese und andere Gründe haben ihn ja auch zu meinem Ex gemacht
Mein jetziger Freund ist stolz auf mich, und findet es super, wenn ich mit meinem Wissen auch ihn übertrumpfe. Er weiß sehr sehr viel, lernt aber auch gerne dazu und kann sich sachlich über alle Themen mit mir unterhalten.

Ich finde, wenn ein Mann genug Selbstbewustsein hat, dann kann er auch mit einer klugen Frau. Jemand, der von Minderwertigkeitskomplexen geplagt ist, braucht ein Mütterchen, das die Bude sauber hält und die Hausschuhe bringt. (überspitzt ausgedrückt):-P
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  #4 (permalink)  
Alt 01.05.2006, 12:53
Anouk
 
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AW: Was wollen Männer?

Mar, Deine Oma scheint eine weise Frau gewesen zu sein... mit ihrer Einstellung wäre sie wahrscheinlich sogar mit meinem Opa ausgekommen. Der hatte den charmanten Standpunkt, er sei die Eiche, und sein Weib habe gefälligst wie Efeu zu sein, aber keinesfalls Eigeninitiative zu entwickeln. Meine Oma durfte noch nicht mal den Führerschein machen, weil er dagegen war und sich für einen begnadeten Fahrer hielt (obwohl er heizte wie Henker). Das muss man sich mal ziehen! Aber irgendwie ist sie mit ihm klargekommen...

Trotzdem frage ich mich: Woran liegt das, dass manche Männer auch im 21. Jahrhundert noch Stresspickel kriegen, wenn Frauen sich normal und nicht wie sprechende Barbiepuppen benehmen? Was wollen die? Ich meine, man(n) kann doch nicht ernstlich davon ausgehen, dass eine halbwegs gescheite, patente Frau notorisch ihr Licht untern Scheffel stellt und sich unentwegt vor-was-auch-immer "retten" und "beschützen" lassen will?
Okay, ab und zu ist es ja wirklich angesagt, ausnahmsweise mal aus einer echten Notlage gerettet zu werden (ich sage nur: geplatzter Autoreifen, Regen, ruinierte Frisur...) – aber jede Wette, dass die gleiche Sorte Kerle, die auf weibliche Stärke verunsichert reagieren, einem dann höchstens die Service-Hotline des ADAC durchtelefonieren. Gönnerhaft, versteht sich. Auch schon erlebt.
Also gewöhnt man sich an, die Karre selbst aus dem Dreck zu ziehen und gilt prompt als furchteinflößende Amazone. Noch schlimmer: Amazone mit Grips! Oder wie?

Ihr merkt, ich übertreibe, aber das Thema beschäftigt nicht nur meine Schwester und mich, sondern – ähnlich wie bei Dir, mar – auch eine Handvoll bester Freundinnen. Und um gaaanz ehrlich zu sein... im Augenblick nagt’s auch deshalb wieder ein bisschen an mir, weil mein Ex, dem ich lange den unfallfreien Umgang mit Schlagbohrer, Akkuschrauber, Bandschleifer, Haustieren etc. beigebracht und seinem Papa gegenüber immer so getan hatte, als habe er alle Großtaten selbst und ganz allein vollbracht, sich umgehend (nein, schon vor seinem Abgang) in die Arme einer echt synthetischen Schönheit geworfen hat. Keine Lachfältchen, nix, dafür aber schwindelerregend hohe Absätze, falsche Fingernägel, falsche Wimpern und irritierend vage Ansichten, die wenig Eigenes vermuten lassen.
Aber vielleicht kann sie ja irgendein Kunststück.
Und vielleicht sollte ich mal daran feilen, auch eines zu lernen ?! Zum Beispiel, wie man vorwiegend heiße Luft von sich gibt, um dem männlichen Beuteschema besser zu entsprechen. Nur hab ich dummerweise gar keine Lust dazu... - Aber auf der Frau rumzuhacken, bringt's ja auch nicht, im Gegenteil. Tatsächlich hat sie sich ja nur in einen Mann verknallt, in den ich auch mal verknallt war. So what? Vermutlich war seine und meine Zeit einfach abgelaufen. Da hätte dann fast jede kommen können, egal, ob Bambi oder Vamp und mit oder ohne IQ...

LaFeBeSi, herzlichen Glückwunsch! Hege und pflege Deinen jetzigen Freund! :-P Was Du von Deiner vorigen Beziehung erzählt hast, kommt mir auch ziemlich bekannt vor. Aber wo eingebildetes und völlig unnötiges Konkurrenzdenken die Szene beherrscht, mag sich ja alles Mögliche abspielen - nur sicher keine liebevolle Beziehung.

Trotzdem: Wie kommt das alles? Wo kommt es her, dass Männer sich auf Dauer eher fügsame Wesen wünschen? Hat es irgendwelche archaischen, fortpflanzungstechnischen oder sonstige Ursachen? Oder liegt's vielleicht einfach am Testosteron - ?

rätselt noch immer
Anouk

P.S. Männermeinungen sind hier natürlich auch gefragt ... *klimperklimper*;)

Geändert von Anouk (01.05.2006 um 12:56 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 01.05.2006, 14:06
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AW: Was wollen Männer?

WO bleiben die Aufschreie der Männer!!!! Hier wäre doch mal eine echte Diskussion von Nöten! Liebe Männer- wie wollen es wirklich verstehen, warum das so ist , wie Anouk beschreibt! Wir wollen doch MIT Euch leben und nicht gegen Euch! Also traut Euch.... mar
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  #6 (permalink)  
Alt 01.05.2006, 14:22
Anouk
 
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AW: Was wollen Männer?

DANKE!!, liebe Mar. Kürzer und besser hätte ich es nicht ausdrücken können!
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  #7 (permalink)  
Alt 01.05.2006, 17:58
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AW: Was wollen Männer?

hallo Anouk, wie Du siehst ist plötzlich weit und breit KEIN Mann zu sehen, der sich hier äußern möchte! ist es vielleicht eine heimliche Zustimmung.... unserer Männer hier im Forum? mar
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  #8 (permalink)  
Alt 01.05.2006, 19:38
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AW: Was wollen Männer?

Okay, ich trau mich :-)

Was soll ich sagen? Zu 90% ist es wahr - Viele Männer haben ein Problem damit, wenn die Frau klüger ist als der Mann. Obwohl ich nicht weiß, wie man "klüger" jetzt genu definieren soll. Jeder hat da seine Bereiche, in denen er mehr weiß bzw. mehr Erfahrung hat als der andere.

Kritisch wird es, wenn beide aus dem selben beruflichen Bereich kommen und sie mehr Ahnung hat oder sie eine höhere berufliche Stellung hat als er oder gar mehr verdient als er.

Meine Vermutung: das sind ganz archaische Instinkte des Mannes, die ihm mitteilen, dass Er als Ernährer und Beschützer der Familie zu fungieren hat. Übernimmt die Frau diesen Part (zu mehr als 50 %), kommt er sich wie ein Versager vor - zumindest vor den Augen der anderen Männer.

Wie ich jetzt selbst dazu stehe? Ehrlich gesagt, wurde ich damit noch nicht konfrontiert. Ich will jetzt nicht damit sagen, dass ich klüger bin als meine Frau - sie kennt sich halt nur in anderen Bereichen besser aus als ich.

Ich gebe aber z. B. zu, dass ich handwerklich null Begabung habe. Renovierungsarbeiten, Möbel zusammenbauen, etc., das ist der reinste Horror für mich und werde deswegen teilweise auch von anderen Männern komisch angesehen, nach dem Motto "ein richtiger Mann kann sowas einfach" - übrigens auch von Frauen. Diese auch von Frauen geteilte Erwartung, dass Männer bestimmte Sachen einfach können müssen, klingt auch in dem Beitrag von Anouk an. Sie war enttäuscht, als der Mann den ADAC anrief und nicht selbst den Reifen gewechselt hat. Ja, wieso denn eigentlich? Ist man als Mann automatisch gelernter Automechaniker?

Ich hätte z. B. keine Probleme damit, dass mir eine Frau bei solchen handwerklichen Arbeiten hilft, weil ich halt auf diesem Gebiet eine Niete bin.

Aber jetzt seid mal ehrlich Mädels: Wie würdet ihr reagieren, wenn euch eure Freundin erzählt, dass sie einen mittelgut bezahlten Posten hat und ihr Mann/Freund, der lediglich Hauptschul-Abschluss hat und deswegen keinen Job kriegt, zu Hause ist und den Haushalt erledigt? Würdet ihr denken "Endlch mal ein moderner Mann" oder doch eher "Boah, was hat die sich denn für eine Dumpfbacke angelacht" ? Also, Hand aufs Herz :-)

Viele Grüße,

Haydar
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  #9 (permalink)  
Alt 02.05.2006, 04:58
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AW: Was wollen Männer?

hallo Haydar, das ist eine Antwort die wir gerne hören! Genau so in dieser Richtung, nämlich die , das ein Mann zugeben kann, wo es ihn "drückt"... ja das mit den archaischen Instinken hatte ich ja in meiner Antwort an Anouk schon eingeworfen- und das ist biologisch erklärbar für uns. Wir lieben Euch Männer mehr, wenn Ihr uns sagt: ich kann das nicht so gut , kannst du mir helfen , oder lass es uns zusammen machen... das mit dem "richtigen Man" ok da beschleicht mich auch manchmal etwas zu harte Kritik ( z.B. auf Arbeit- wenn ich sehe das der besserbezahlte Kollege wirklich nur Mist baut und ich es ausbügele, er es aber nicht vor dem anderen Kollegen zugeben kann, das er es nicht geschafft hat alleine) So denke ich auch , das es vielleicht eher ein Problem unter Männern ist , das Konkurenzdenken vielleicht, und wir als weiblicher Anteil es eben auch irgendwie zu spüren bekommen- dieses " ich muss unbedingt besser sein als der andere" , weil man(n) denkt, das wir auch nach dem gleichen Schema einen Mann auswählen...? möglich wärs... aber ich hätte ehrlich gesagt keine Probleme damit , wenn mein Mann oder Freund " nur" einen Hauptschulabschluß hätte... wenn er als Mensch auf dem richtigen Standpunkt baut, wenn er liebevoll und offen und ehrlich ist, sich bemüht , und trotzdem trotz Bemühungen ohne Job zu Hause sitzen muss... auch zu Hause sein ist Arbeit, und was für welche! Als Versager würde er sich nur fühlen , wenn andere es ihm ständig spüren lassen... mir ist wichtig, das er als Partner, den ich so liebe wie er ist, an meiner Seite steht- die Erfahrung hat mich gelehrt- DAS LEBEN SELBST IST EINE SCHULE UND ICH HABE JEDEN TAG ZU BESTEHEN. Ich denke diese ganz subtilen Wahrheiten sind es , die ganz tief am Mann knabbern und nicht so richtig ausbrechen können. Ja- unsere Gesellschaft ist auch im 21. Jh. mehr am Mann orientiert- aber wir sind ein Team, lass uns teilhaben an Euren Ängsten und Stärken... mar , mit vielen Grüßen

Geändert von mar (02.05.2006 um 05:02 Uhr).
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  #10 (permalink)  
Alt 02.05.2006, 05:57
Anouk
 
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AW: Was wollen Männer?

Nee, Haydar, Du hast Recht, Automechaniker ist 'n Lehrberuf, schon klar. Telefonieren aber nicht (wenn man nicht gerade als Profi in 'nem Call-Center wirbelt) - und ich persönlich wär schon dankbar gewesen, wenn der Typ tatsächlich den ADAC angerufen hätte. Hat er aber nicht! Na egal. Die Männer, die einem in solchen Notlagen tröstlich zur Seite springen und ein Kaugummi oder eine Kippe anbieten (Händchen halten, Puls fühlen...), sterben wohl wirklich aus... *seufz*
Und so was hat auch gar nix mit Hauptschulabschluss oder nicht zu tun; ich glaube, es ist einfach pure Bequemlichkeit und mangelnder EQ. Altmodisch ausgedrückt: wo Herzensbildung fehlt, nützt auch kein akademischer Abschluss. Und damit gleich zu Deiner Frage, wie ich's fände, wenn meine beste (oder zweit- oder dritt...) Freundin einen arbeitslosen Hausmann an ihrer Seite hätte. Solange die beiden glücklich sind, wär's doch okay! Und wenn genügend Gemeinsamkeiten vorhanden sind: wundervoll! Leider zeigt nur die Erfahrung, dass anhaltende Schieflagen (in punkto Bildung, Job, Finanzen usw.) einer Beziehung auf Dauer ganz schön zusetzen können. Da braucht es sicher noch mehr Toleranz, Flexibilität, Achtsamkeit und Sensibilität für die Bedürfnisse des Anderen, um das aufzufangen bzw. mögliche Konflikte zu entschärfen, wenn die Verliebtheit erstmal vorbei ist. Also ähnlich wie in bi-nationalen Beziehungen, wo die Unterschiede ja von Anfang an auch gegeben sind. Und, das Wichtigste: JAAA, ich finde es gut, wenn ein Mann unumwunden zugegeben kann, dass er etwas nicht kann oder definitiv nicht ganz so viel Plan hat. Da fällt ihm doch kein Zacken aus der Krone. Was meinst Du, was ich alles nicht kann - null, gar nicht! Und allgemein denke ich, das Leben wäre insgesamt bedeutend einfacher, wenn Männer und Frauen sich gegenseitig ergänzen und unterstützen würden statt bei jedem Pillepalle gleich die Boxhandschuhe auszupacken oder sich (ersatzweise) einzuigeln oder die Flucht zu ergreifen.... Ein weites Feld...

Anouk
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