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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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  #11 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 16:23
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AW: Tharapeutische Hilfe

Zitat:
Zitat von wiebke
Und ein Weg von vielen um an diesen Punkt zu kommen, kann die für Dich passende therapeutische Hilfe sein.
das bewusstsein, dabei auf diese hilfe angewiesen (gewesen) zu sein, wirft zunaechst einmal einen grossen schatten auf die angestrebte zufriedenheit und gelassenheit, der jeweils dann zum tragen kommen wird, wenn man sie wieder einmal am meisten benoetigen wuerde. ausserdem: wenn ich den baum immer nur mit einer leiter besteige, werde ich nie dahinter kommen, ob der baum zu hoch fuer mich ist, ihn zu besteigen, oder ob ich mit der zeit das klettern irgendwann so weit entwickeln kann, bis ich es tatsaechlich schaffe. ich denke, man darf die seele nicht wie den koerper betrachten, dessen einzelne gliedmassen und organe einen bestimmten zweck (im grossen ganzen) und eine funktion erfuellen. der mensch aber sollte eben nicht als ein mittel zum zweck angesehen werden.

ich denke, im grunde vertrittst du eine aehnliche ansicht, willst die therapie aber nicht vollends verwerfen. warum? der letzte absatz deines ersten beitrags hat mich in diesem zusammenhang einigermassen verwirrt. du schreibst da im zusammenhang mit therapie und couch etwas allgemeingueltiges, sodass die aussage dann etwa lautet, therapie und couch braucht man nicht zu scheuen, weil nach jedem regen sowieso wieder sonnenschein folgt (die konkrete aussage erinnere ich gerade nicht). jedenfalls waere das argument fuer die gegenteilige these ebenso gueltig gewesen.
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  #12 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 16:33
Benutzerbild von wiebke
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AW: Tharapeutische Hilfe

ich verwerfe die therapie ganz und gar nicht. ganz offen: sie ist mein arbeitsumfeld. die befürchtungen, die immer wieder durchschimmern, dass der mensch zu etwas verbogen werden soll, dass ihm nicht wahrhaft entspricht, kann ich verstehen. Doch das ist nunmal nicht das anliegen einer therapie wie ich sie verstehe. dabei soll dem menschen nicht zu einem flug verholfen werden, den er allein nie tätigen könnte oder gar wöllte. ich sehe therapie als eine unterstützung auf dem weg zur selbsterkenntnis, die wiederum zufriedneheit, gelassenheit und glück bedeuten kann. und da erscheint mir eine therapie (und es gibt unzählige formen der therapie) als ein weg von vielen möglichen. jeder wählt seinen weg. jeder ist selbstverantwortlich und entscheidet in jedem moment neu, was er in wlechem ausmaß benötigt. ist es gerade die form der therapie - dann ist es so. es gibt unzählige möglichkeiten sich mit sich selbst auseinander zu setzen. es muss für denjenigen passen. und in jedem moment wird neu entschieden.
__________________

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleanor Roosevelt
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  #13 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 16:38
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AW: Tharapeutische Hilfe

Zitat:
Zitat von yildizlar
lieb von dir dankeeee

ich kenne die gründe für die schlafstörungen für meine TIEFS (es sind ängste, befürchtungen)... nur ich werde damit nicht fertig, ich meine alleine kann ich damit nicht umgehen... familie, freunde sind nur bedingt hilfreich... es geht mir nicht darum, dass man mir zuhört, sondern dass ich endlich alles in den griff kriege...
es ist häufig so, dass ängste vor der zukunft und vor dingen, die wir nicht einschätzen können, uns steuern wollen. hier kannst du dir am besten selbst helfen. die freundin von mir ist mitlerweile in einer klinik und hatte auch immer solche ängste aber sie hat der therapie und den ärzten eindeutig zu viel bedeutung beigemessen.
Wenn du nicht schlafen kannst und angst hast, tu etwas für dich, geh laufen, joggen, gründe einen gemeinnützigen verein, etc. tue gutes. das mag sich lächerlich anhören, aber du brauchst eine aufgabe, die deiner angst keinen raum mehr lässt.
aber das kann ich nur mutmassen. wenn du es alleine nicht schaffst, merkst du es selbst am besten. ich drück dich
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  #14 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 16:40
Benutzerbild von mar
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AW: Tharapeutische Hilfe

Zitat:
Zitat von Zerd
........ausserdem: wenn ich den baum immer nur mit einer leiter besteige, werde ich nie dahinter kommen, ob der baum zu hoch fuer mich ist, ihn zu besteigen, oder ob ich mit der zeit das klettern irgendwann so weit entwickeln kann, bis ich es tatsaechlich schaffe. ich denke, man darf die seele nicht wie den koerper betrachten, dessen einzelne gliedmassen und organe einen bestimmten zweck (im grossen ganzen) und eine funktion erfuellen. der mensch aber sollte eben nicht als ein mittel zum zweck angesehen werden.

----.

ich denke da ähnlich, ich hätte bei den "beschneidungen" meiner reifewerdung ein ungutes gefühl. es mag gute therapien geben, aber erfahrungsgemäss "probiert " man "auf anraten anderer " diese therapie und diese therapie, und mit der zeit ist das leben vorüber, ohne den wert einer erfahrung für das leben aus sich heraus erkennen zu lernen und sie für sich umzusetzen zu können ... um eben der sein zu können, der man IST.

mar
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  #15 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 17:18
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AW: Tharapeutische Hilfe

Zitat:
Zitat von yildizlar
Hallo Leute,

seit längerer Zeit überlege ich mir eine Therapie zu starten, um über gewisse Dinge besser hinwegzukommen. Über Jahre hinweg habe ich Schlafsstörungen. Irgendwie habe ich gelernt damit umzugehen.
Nur leider ist das nicht alles. Und so kam ich zu der Überlegung.

Habt Ihr Erfahrungen mit einer Therapie gemacht?
Würde mich sehr sehr freuen, wenn Ihr mir eure Sicht dazu mitteilt...

Alles Liebe
Yildizlar
Ich habe gute, schlechte und mittelmäßige Erfahrungen mit Therapien gemacht. Es gab einen Therpeuten, der mein Vertrauen missbraucht hat - ihn habe ich angezeigt - es gab viele Therapeuten, die mich nur haben labern lassen und es gab einige wenige Therapueten, die mir wirklich geholfen haben, mich und mein Leben besser zu verstehen.

Generell finde ich die Idee, eine Therapie zu machen, sehr gut. Mit einem Therapie kann man viel erreichen, die Bedenken von mar halte ich vorurteilsbeladen, sie spiegeln nicht das dar, was eine Therapie erreichen will oder soll. In ihren Ausführungen wird jedoch klar, wo das Problem liegt: es ist unsagbar schwer, den Therapeuten zu finden, der wirklich zu Dir passt.

Troztdem gibt es ihn (oder sie), und mit dieser Person wird es Dir einfacher werden, Deine Schlafstörungen und Deine Ängste (kenn ich übrigens sehr, sehr gut, wenn Du magst, schreib mir ene PN dazu!!!) zu verstehen und in Griff zu bekommen.

Wichtig für mich zu verstehen war, dass ich mir bestimmte schlechte Gewohnheiten (das Rumgrübeln, die Angst) so abgewöhnen kann, wie ich sie mir angewöhnt habe. Das klingt im ersten Moment schon fast zu einfach, um wahr zu sein, aber genau das hat den Knoten bei mir platzen lassen. Ein Therapeut kann Dir genau dabei helfen, auch indem er herausfindet, welchen Nutzen Dir Dein schlechtes Verhalten bringt und sucht mit Dir nach Alternativen.

Viel Erfolg

Regina
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  #16 (Permalink)  
Alt 21.08.2006, 20:41
yildizlar
 
Beiträge: n/a
AW: Tharapeutische Hilfe

es verstreichen jahre
jahre, in denen ich meinen inneren kampf geführt habe
jahre voller hoffnungen

nach aussen hin
stark
voller schönheit
intelligenz
liebe
erfolgsverwöhnt

welchen schritt ich auch gehe,
nie ohne meine erinnerungen

manchmal denke ich mir, ich übertreibe es nur
ich überwerte das alles

aber manchmal wird mir bewusst,
dass ich mich selbst daran gewöhnt habe,
an den ständigen kampf
an die suche nach neuer hoffnung



ich sollte vielleicht einfach nur das zu schätzen wissen, was ich bereits in meiner hand halte, um nicht auch das fortfliegen zu sehen

ich sollte den begriff zufriedenheit neu definieren


wisst ihr, es ist komisch,
selbst in dieser situation analysiere ich selbst
aber ich will nicht ständig mir gedanken machen

es geht mir in einer therapie nicht um die erläuterung meines lebens...
ich will mich gegenüber einem menschen aussprechen und dann die sache begraben, einfach gedanklich hinter mir lassen
vielleicht auch paar ansätze wie ich besser schlafen kann

und vielen dank an euch
kiss
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