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16.10.2006, 19:15
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Reingestolpert
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fremden hass auf seriösen Foren
Hallo Leute,
Ich wollte euch fragen,was ihr über den ständig stärker werdenden rassismus in Deutschland denkt.Rechtsradikale Delikte haben sich im gegensatz zum Vorjahr um
20 % erhöht,es ist eine sehr negative entwicklung,die unbedingt gehindert werden muss.Selbst auf seriösen Interseiten wie der Financial Times habe ich neulich rassistische Bemerkungen gegenüber der Türkei gelesen.Doch die neueste Mode des rassismus ist es,unter den Deckmantel wirtschaftlicher Argumente oder politischer Diskussionen anti-türkische propoganda zu treiben.Was denkt ihr darüber?
Falls jemand lesen will was ich meine,hier der Link;
ftd.de/politik/deutschland/121823.html?mode=commentaries
Gruß Franek
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16.10.2006, 19:25
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
nur kurzer Einwand meinerseits:
Rassismus bedeutet nicht "nur" Anti-Türkentum ;)
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"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."
George Bernard Shaw (irischer Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger)
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16.10.2006, 19:39
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
kommt schonwieder ein neuer nationalstoltz
es ist schwer etwas darueber zu sagen 1.ist es schwer die wahren hintergründe bestimmter sachen zu beweisen und 2. klingt das für die meisten so unglaubhaft das sie alle ohren augen und ....zumauern und nichts dergleichen mehr an sich rankommen lässt.
ich persönlich denke dieses hin und her wird niemals aufhören, zumindest nicht in den nächsten 100 jahren.
edit:ausser wenn es 99% der türken hier schaffen auszuwandern!!!!!!
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16.10.2006, 20:16
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
ja, der ftd-chefredakteur, der hin und wieder auch bei spiegel-online als gastkommentator auftritt, war mir auch schon sehr unangenehm aufgefallen in seiner art.
aber ja, natürlich kann man etwas tun und es wird auch schon viel getan. allerdings auch weniger. vor kurzem berichtete mir ein befreundeter sozialarbeiter, der schon einmal ein projekt verwirklicht hat, bei dem quasi ein gruppenaustausch zwischen türkischen jugendlichen und skin-jugendlichen stattfand, dass für solche arbeiten immer mehr der politische wille, sprich gelder und unterstützung verloren geht. es gibt eine menge leute, die ständig dafür werbung machen, dass die multikulti-gesellschaft gescheitert sei, und immer weniger, die für multi-kulti werben.
das ist natürlich wasser auf die mühlen der rechten, obwohl es meist politiker der mitte sind,die solche entwicklungen in ganz moderatem ton ankündigen und verwirklichen. es ist im moment einfach schwieriger, interesse für aktionen oder ansichten hervorzurufen, die dieser entwicklung entgegenwirken könnten. diese "moderaten" politiker und journalisten werden erst wieder ein wenig zur vernunft kommen, wenn wieder einmal ein paar häuser brennen oder läden verwüstet werden. wenn man sich die entwicklung in der bundesrepublik seit den sechzigern ansieht, wird man diese schweinezyklus sehr deutlich erkennen können: ende der sechziger versammelte man sich in der npd, anfang der achtziger warens die reps, anfang der neunziger gab es, auch durch die wiedervereinigung bedingt, hoyerswerda solingen und mölln und jetzt sind wir eben wieder auf dem aufsteigenden ast. wer weiss, worin es diesmal wieder mündet. aber keine sorge: mehr als ein paar farbige oder türken werden nicht dran glauben müssen, bis sich wieder die altbekannten lichterketten bilden, politiker sich wieder häufiger und gerne mit "türkischen mitbürgern" ablichten lassen und gelder für multi-kulti-projekte im sozialbereich fliessen. selbst der malzahn wird dann zumindest eine zeitlang nicht mehr über türken schreiben.
wenn man diese zusammenhänge den leuten oft genug vor die nase reibt, müsste auch zur zeit wieder einiges möglich sein.
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16.10.2006, 20:20
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
Zitat:
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Zitat von aAdenitoHH
kommt schonwieder ein neuer nationalstoltz
es ist schwer etwas darueber zu sagen 1.ist es schwer die wahren hintergründe bestimmter sachen zu beweisen und 2. klingt das für die meisten so unglaubhaft das sie alle ohren augen und ....zumauern und nichts dergleichen mehr an sich rankommen lässt.
ich persönlich denke dieses hin und her wird niemals aufhören, zumindest nicht in den nächsten 100 jahren.
edit:ausser wenn es 99% der türken hier schaffen auszuwandern!!!!!!
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sorry adenito, Du vergisst da den FAKT, dass grundsätzlich Radikalismus dort am größten ist, wo die Ausländerrate am niedrigsten ist ;) Also ist der Umkehrschluss, einfach keine Ausländer hier zu haben schlichtweg falsch...
Und ich bin mir sicher, wenn jemand auswandern will ("zurück in die Heimat") kann er dass auch, dass hat nichts mit "schaffen" zu tun ;)
Schlicht gesagt, wäre mein "Lösungsvorschlag" : KEINE Arbeitslosen -> "KEIN Radikalismus" ;) (jedenfalls nicht in größerer Form...,denn das es einfache in einer Demokratie unterschiedliche Ansichten gibt zum Miteinander, soll auch so bleiben)
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Geändert von Shaffty (16.10.2006 um 20:24 Uhr).
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16.10.2006, 20:33
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
zerd eine intresannte theorie die du da hast. das timing spricht auf jedenfall für dir theorie
nichts desto trotz muss ich mir gerade vorstellen wie das projekt deines freundes wohl aussah  ein skin in einer türkischen familie? ein türke bei der familie des skin´s?
oder wie soll ich mir das vorstellen
hier ich zitiers mal
Zitat:
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ein befreundeter sozialarbeiter, der schon einmal ein projekt verwirklicht hat, bei dem quasi ein gruppenaustausch zwischen türkischen jugendlichen und skin-jugendlichen stattfand
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16.10.2006, 20:46
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
adenito, ganz genau weiss ich das auch nicht mehr, ist schon einige jahre her. auf jeden fall gehörte aber dazu, dass die beiden gruppen auch gemeinsam in der türkei gewesen sind. ich frag ihn bei gelgenheit mal nach näheren einzelheiten
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16.10.2006, 20:48
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
ach nee zerd danke aber ist nicht nötig bin mir sicher das es was gutes war. nur die vorstellung war halt witzig so wie du es grob beschrieben hattest. 
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16.10.2006, 21:11
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
Zitat:
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Zitat von Franek
Hallo Leute,
Ich wollte euch fragen,was ihr über den ständig stärker werdenden rassismus in Deutschland denkt.Rechtsradikale Delikte haben sich im gegensatz zum Vorjahr um
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Es gibt für unsereinen eine geringe Anzahl an "geeigneten" Foren. Das ist richtig.
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16.10.2006, 22:01
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AW: fremden hass auf seriösen Foren
Zitat:
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Zitat von Zerd
aber ja, natürlich kann man etwas tun und es wird auch schon viel getan. allerdings auch weniger. vor kurzem berichtete mir ein befreundeter sozialarbeiter, der schon einmal ein projekt verwirklicht hat, bei dem quasi ein gruppenaustausch zwischen türkischen jugendlichen und skin-jugendlichen stattfand, dass für solche arbeiten immer mehr der politische wille, sprich gelder und unterstützung verloren geht. es gibt eine menge leute, die ständig dafür werbung machen, dass die multikulti-gesellschaft gescheitert sei, und immer weniger, die für multi-kulti werben.
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... wobei die Politik auch erst bereit war, mehr (oder überhaupt!) Geld für entsprechende Projekte zu bewilligen, nachdem sich Ausschreitungen von Rechtsextremen gehäuft hatten. Hoyerswerda, Mölln, Solingen, Rostock-Lichtenhagen oder auch (2xmal hintereinander) der Versuch, die Lübecker Synagoge anzuzünden usw. usf. ... das alles hatte noch in den 90ern offenbar nicht genügend Eindruck hinterlassen, um mehr Geld in präventive Jugendprojekte zu stecken. Allenfalls punktuell, an so genannten sozialen Brennpunkten. Erst Ende der 90er oder ab 2000/2001 passierte wesentlich mehr. Auslöser war, so weit ich's noch im Kopf habe, die geballte (und in weiten Teilen falsche, weil irrige) Medienberichterstattung, nachdem es hieß, ein Junge sei von einem Skin in einem Freibad in Ostdeutschland ertränkt worden - der berühmt-berüchtigte Sebnitz-Fall. Erst sehr viel später stellte sich heraus, dass diese Geschichte einfach nicht stimmte, aber inzwischen war eine flächendeckende politische Debatte im Gang, die dazu führte, dass im Endeffekt mehr Geld in Jugendprojekte, Präventions- und Aufklärungskampagnen floss.
Der entscheidende Haken an der Sache: etliche dieser Projekte wurden nur befristet gefördert. Und diese Förderung, so meine Vermutung, dürfte nun peu à peu auslaufen oder wurde vielleicht auch schon in den letzten paar Jahren radikal wieder zusammengestrichen - nach dem Motto: drei Schritte vor, vier zurück.
Vielleicht ist es das, was Dein Freund meint, Zerd - tatsächlich wird viel zusammengekürzt, aber der politische Wille, die Strukturen nachhaltig zu verbessern und das dann auch weiterzufinanzieren, war unter dem Druck leerer Kassen eben von vornherein nur begrenzt. Nüchtern besehen gab's im übrigen überhaupt keinen Grund, das Problem erst seit Ende der 90er wahrzunehmen - es existiert schon sehr viel länger. Und es war keineswegs so, dass es plötzlich, wie aus dem Nichts, mehr Rechtsradikale gab oder entsprechend motivierte Übergriffe. Die hat es auch schon vorher gegeben, und zwar lange, nur wurde das nicht so zur Kenntnis genommen.
Nö, nach Sebnitz war es einfach politisch opportun, auf den fahrenden Zug aufzuspringen und gegen Rechts mobil zu machen. Das hat in dem Zusammenhang einen ziemlich faden Beigeschmack, denn nötig gewesen wär's ja schon vorher; ein Blick in einschlägige Statistiken hätte genügt. Und dafür musste man auch nicht erst live und in Farbe mitgekriegt haben, was gleich nach der Wende im Osten abging, wo grölende Youngsters abends mit "Sieg Heil"-Gebrüll durch die Straßen liefen. Natürlich war's nicht die breite Masse, aber wie viele es waren, war schon auffällig. Und der Gedanke, dass sie's vielleicht "nur" machten, weil sie den Tabu-Bruch cool fanden, oder um gegen ihre überwiegend wendehälsige Eltern-Generation zu protestieren, mochte zwar ein klein wenig trösten - aber insgesamt kann ich nur sagen: Werch ein Illtum..
ps Hier ein Link zur RAA Berlin inkl. empfehlenswerter Linksammlung auf der Seite - die meisten dieser Initiativen und Projekte gibt es, wenn mich nicht alles täuscht, erst seit sechs oder sieben Jahren: http://www.raa-berlin.de/RAASeiten/Start.html
Geändert von Anouk (16.10.2006 um 22:24 Uhr).
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