
Bildquelle ap
Christliche Kirche und muslimische
Moschee nebeneinander
Hintergrund:
Was Christen und Muslime trennt
Das Gottesbild als strittige Frage
Papst Benedikt XVI. trifft während seiner Türkei-Reise den Präsidenten für Religiöse Angelegenheiten, Ali Bardakoglu. Dieser ist die höchste Autorität der islamischen Religion in der Türkei und somit ein guter Ansprechpartner Benedikts für den Dialog zwischen den beiden Religionen. Aber was unterscheidet Christentum und Islam eigentlich?
von Dominik Rzepka, 28.11.2006
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Es gibt keinen Gott außer Gott, so ein zentraler Glaubenssatz des Islam. Zwar glauben auch Christen an den einen Gott. Muslime aber praktizieren nach eigener Einschätzung eine strengere Form des Monotheismus. "Er ist Allah, ein Einer. Allah, der Überlegene", heißt es im Koran. Die christliche Vorstellung eines Gott Vater, Sohn und Heiligen Geistes lehnt der Islam ab. Der Vorwurf an die Christen lautet, sie würden neben Gott noch etwas stellen.
Jesus - nur ein Prophet
Jesus verehren Muslime als Propheten, also als eine Art Prediger, der vor Gottlosigkeit warnt. In Jesus sehen sie nicht den Sohn Gottes, sondern nur einen Gesandten. Trotzdem verehren sie Jesus, der Koran sagt über ihn, dass dieser "angesehen im Diesseits und im Jenseits" ist.
Darin unterscheiden sich Christen und Muslime deutlich voneinander, denn für Christen ist Jesus mehr als ein Gesandter. "Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen", sagt ein Beobachter der Kreuzigung Jesu nach dessen Tod im Markusevangelium. Nach christlichem Zeugnis sagt Jesus von sich selbst: "Ich und der Vater sind eins".
Trennend zwischen Christen und Muslimen ist auch die unterschiedliche Einordnung des Todes Jesu. Muslime glauben nicht, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. "Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu sich erhoben", heißt es im Koran. Für Christen ist der Kreuzestod Jesu ein Opfer, dass dieser auf sich genommen hat, um die Welt von den Sünden zu befreien. Für den Verfasser des ersten Petrusbriefes im Neuen Testament ist Jesus derjenige, "der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben."
Derselbe Gott?
Ein Diskussionspunkt zwischen Christen und Muslimen ist die Frage, ob beide denselben Gott anbeten. Für Muslime ist Allah anders als die Menschen: "Niemand ist ihm jemals gleich", heißt es im Koran. Christen glauben, dass Gott die Menschen "zu seinem Bilde" geschaffen hat, wie es im ersten Schöpfungsbericht im ersten Buch Mose heißt. Für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, sind neben den Gottesbildern auch die Werte von Christen und Muslimen unterschiedlich.
Jedoch verbindet Christentum und Islam auch vieles. Neben dem Judentum verehren auch Christentum und Islam Abraham. Im Zeugnis des Korans hat Abraham gemeinsam mit seinem Sohn Ismael die Kaaba, Ziel der Pilgerwallfahrt der Muslime im heutigen Saudi-Arabien, gereinigt. Abraham sei also weder Jude noch Christ gewesen, sondern Muslim.
Gemeinsamer Glaube an die Schöpfung
Gemeinsam glauben Christen und Muslime an Gott als Schöpfer von Himmel und Erde. "Er ist es, der für euch alles, was auf der Erde ist erschuf", heißt es über Allah im Koran. Der erste Schöpfungsbericht der Bibel klingt ganz ähnlich: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde". In dem katholischen Text "Nostra Aetate" aus dem Jahr 1965 heißt es deswegen, die katholische Kirche betrachte Muslime "mit Hochachtung". An diesem Text arbeitete damals auch ein junger deutscher Theologe mit: Joseph Ratzinger.
Quelle:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/...082227,00.html
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Mir persönlich hätte dieser Beitrag unter einem positiveren Vorzeichen bzw. Titel
wie zum Beispiel:
"Was Christen und Muslime verbindet"
besser gefallen.
Auf der anderen Seite kann man es auch unter einem pos. Blickwinkel betrachten:
Wenn man erst weiß was einen trennt, lernt man was einen verbindet.