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Small-Talk Für 'nen netten Plausch oder tiefschürfende Diskussionen.

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Alt 04.01.2007, 13:27
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Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Es geht mir nicht darum, die Situation der Frau innerhalb der türkischen Gesellschaft im Allgemeinen schönzureden.
Trotzdem meine ich, dass auch in Deutschland die Stellung der Frau in manchen Kreisen nicht so ist, wie sie sein sollte
Ein aktuelles Beispiel, welches Eingang in die Medien gefunden hat, ist das Auftreten Edmund Stoibers, welches seine Kontrahentin Barbara Pauli veranlasst hat, ihm ein gestörtes Verhältins zu Frauen in der Politik zu unterstellen.

http://www.gmx.net/de/themen/nachric...k/3425926.html

Meine Frage richtet sich primär an die Userinnen mit deutschen (mitteleuropäischen) Wurzeln.
Gab oder gibt es auch Situationen in Eurem Alltag, in denen Ihr glaubt, als Frau einen schweren Stand zu haben oder gar, nicht ernst genommen zu werden?
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Alt 04.01.2007, 13:53
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Zitat:
Zitat von Kimyager Beitrag anzeigen
Gab oder gibt es auch Situationen in Eurem Alltag, in denen Ihr glaubt, als Frau einen schweren Stand zu haben oder gar, nicht ernst genommen zu werden?
Nein.
Im Gegenteil, in ganz bestimmten Situationen (z.B. beim Reifenwechseln, Getränkekisten schleppen...) wünsche ich mir manchmal eher, dass man es mir nicht zutraut und ich es deshalb nicht (alleine) machen muss!

Nee, mal im Ernst. Ich hab solch einer Situation bisher nicht gegenübergestanden.
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Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen.
Zwei Wege boten sich mir dar - ich nahm den der weniger beschritten war.
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Kimyager (04.01.2007)
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Alt 04.01.2007, 16:34
Anouk
 
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Zitat:
Zitat von Kimyager Beitrag anzeigen
Ein aktuelles Beispiel, welches Eingang in die Medien gefunden hat, ist das Auftreten Edmund Stoibers, welches seine Kontrahentin Barbara Pauli veranlasst hat, ihm ein gestörtes Verhältins zu Frauen in der Politik zu unterstellen.

http://www.gmx.net/de/themen/nachric...k/3425926.html
Ich glaube, das ist nichts primär Geschlechtsspezifisches; es gibt Leute, die allgemein ein gestörtes Verhältnis zu anderen Menschen in der Politik (und nicht nur da..) haben. Man denke nur an Schleswig-Holsteins ehemaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel, der den damaligen Oppositionsführer Björn Engholm bespitzeln ließ. Und nicht ohne Grund gibt es unter Politikern den sarkastischen Witz, die Steigerungsform von "Feind" sei "Parteifreund".
Trotzdem, unabhängig davon gibt's natürlich Parteien, in denen Politik noch immer vorwiegend als Männersache gesehen wird - auch wenn die Programme nach außen was anderes behaupten (aber bitte, wer liest schon Partei-Programme?) -, und das geht dann mit unschöner Regelmäßigkeit so aus, dass zentrale, entscheidende Zuständigkeiten wie z.B. Finanzen, Wirtschaft und ähnliches in Männerhand verbleiben, während die Damen sich um Soziales, Kultur und Familie kümmern dürfen. Ausnahmen und Gegenbeispiele bestätigen allgemein nur die Regel.
Naja, und was die CSU betrifft.. das wundert mich keineswegs, meines Wissens war das noch nie der harmonische Trachten- und Brauchtumsverein, als der sie nach außen gern auftreten. Diese Bespitzelungsaktion hätte meiner Meinung nach genau so einen Mann treffen können.

Zitat:
Zitat von Kimyager
Meine Frage richtet sich primär an die Userinnen mit deutschen (mitteleuropäischen) Wurzeln.
Gab oder gibt es auch Situationen in Eurem Alltag, in denen Ihr glaubt, als Frau einen schweren Stand zu haben oder gar, nicht ernst genommen zu werden?
Nicht ernstgenommen werden? Nein, eigentlich nicht, zumindest nicht, dass ich mich spontan erinnern könnte. Aber vielleicht hängt das auch vom Alter und anderen Dingen ab, ob man ernstgenommen wird oder sich so fühlt. Nicht zu vergessen: es kann auch ein ganz großer Vorteil sein, auf Anhieb unterschätzt zu werden. Denn gefördert oder wohlwollend bis entgegenkommend behandelt wird man als Frau nur so lange, zumindest nach meinen Erfahrungen, solange man nicht als "Konkurrentin" gesehen wird.

Geht es um wirklich interessante Jobs und Aufgaben, weht ein anderer Wind. Manchmal auch vorder-, nach meinen Erfahrungen aber eher hintergründig. Leute, die sich sonst nie dafür interessieren, wie man Überstunden und Kind unter einen Hut kriegt, fragen dann beispielsweise plötzlich ganz scheinheilig und mit falscher Fürsorglichkeit, wie man das bloß alles schafft, ob es nicht "praktischer" sei, 'ne ruhige Kugel zu schieben, ein bißchen kürzerzutreten o.ä. Oder es läuft weniger sublim, dann werden gleich richtige Bandagen ausgepackt, und ab geht's.
Aber als "schweren Stand" würde ich das nicht bezeichnen. Eher das übliche Hickhack, das in vielen Berufen gang und gäbe ist, auch unter Männern. Die Frage nach Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Elternschaft, glaube ich, taucht bei Männern nach meinen Beobachtungen zwar weniger oder gar nicht auf; da wird wahrscheinlich blind vorausgesetzt, dass die "Frau an seiner Seite" ihm schon den Rücken freihält.
Aber wenn Frauen wirklich an die Fleischtöpfe wollen, müssen sie halt damit leben und einigermaßen locker umgehen (können), dass bedarfsweise auch die Rabenmutti-Karte gezückt und schamlos ausgespielt wird. Übrigens ein typisch deutsches Phänomen, wage ich zu behaupten. Das ist wirklich blöde, überflüssig wie ein Kropf, aber verbreitete gesellschaftliche Sichtweisen ändern sich halt nur im Schneckentempo - Frauenquoten hin, Bundeskanzlerin her.

;)
anouk

Geändert von Anouk (04.01.2007 um 16:38 Uhr).
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Alt 04.01.2007, 18:39
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Ich habe eig. ein typischen "Männerberuf" (Richtung PC). Bisher habe ich es nur einmal zu spüren bekommen, dass ein Mann damit Probleme hat und sich "von einer Frau" nicht helfen lassen will. Darüber kann ich dann aber nur lachen... Dann tut mir derjenige leid und ich überlasse ihn seinem Schicksal

In meiner (zweiten) Ausbildung, die ich im Juli 06 abgeschlossen habe, war ich in allen 3 Lehrjahren die einzigste Frau. Mein Vorteil war wohl, dass ich keine 18 mehr bin. Von daher hatten alle Respekt und ich meine Ruhe :D
Musste mich aber ebenso anstrengen (vielleicht sogar noch ein wenig mehr), damit es nicht hiess, ich bekomme einen "Frauen-Bonus".

Männer, die meinen, eine Frau nicht gleich zu behandeln oder "minderwertig" zu sehen, haben einfach kein Ego und müssen das dann kompensieren... aber das ist nicht mein Problem, sondern sein. Ich steh drüber ;)
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Alt 04.01.2007, 18:52
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

richtige probleme damit, als frau irgendwo schlechter behandelt zu werden hatte ich nie, vielleicht unterschwellig, so wie anouk erwähnte.
ich hab mich mal vor jahren auch für einen job in der männerdomäne beworben, da machte der chef dann anspielungen, ob ich mich auch in dieser männerwelt behaupten könnte. meine antwort war: er wirds schon merken...
bekommen hätte ich den job, angetreten bin ich ihn aber nicht.
in anderen situationen, ausser im beruf(nicht bei mir persönlich, sondern allgemein) kann ich mir nicht vorstellen, nicht ernst genommen zu werden.
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Schweigend mitzulesen ist oft der einzige Weg, nicht als Trottel dazustehen.
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Alt 04.01.2007, 18:58
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Zitat:
Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
und das geht dann mit unschöner Regelmäßigkeit so aus, dass zentrale, entscheidende Zuständigkeiten wie z.B. Finanzen, Wirtschaft und ähnliches in Männerhand verbleiben, während die Damen sich um Soziales, Kultur und Familie kümmern dürfen. Ausnahmen und Gegenbeispiele bestätigen allgemein nur die Regel.
Das hat sich aber entschieden geändert, seitdem es nichts mehr zu verteilen, sondern fast überall nur noch Mangel zu verwalten gibt. Seitdem sind Finanzministerinnen und -senatorinnen nicht mehr so außergewöhnlich. Frauen kommen in die Spitzenämter, die den Jungs zu unangenehm sind, weil mit viel Arbeit und wenig Ruhm verbunden. Nur aus diesem Grund haben wir auch zur Zeit eine Bundeskanzlerin (und weil die CDU/CSU nicht ernsthaft damit gerechnet hatten, bei der Wahl die Mehrheit zu bekommen). Die Politik ist ein Haifischbecken, und das Strippenziehen beherrschen die Jungs eindeutig zur Zeit noch viel besser als die Frauen.

Und was mich persönlich angeht: Ich hatte noch nie wirklich das Gefühl, nicht ernst genommen oder benachteiligt zu werden. Trotzdem: In der Firma, in der ich mein Berufsleben begonnen habe, war es nahezu üblich, dass Männer irgendwann befördert wurden. Bei jeder Frau, die weiter wollte, wurde erst mal gefragt, ob sie das auch wirklich kann. Mein Bewerbungsgespräch um meinen jetzigen Job (vor zwei Jahren) begann mit den Worten: "Also, mit den alleinerziehenden Müttern, das ist ja ganz schön, aber Teilzeit gibt´s bei uns nicht und bild dir bloß nicht ein, dass du hier jeden Abend pünktlich raus kommst."

Als unschlagbar hat sich mein Geschlecht aber immer erwiesen, wenn ich irgendwelche Informationen brauchte. Männer erzählen Frauen gern alles was sie wissen.

Geändert von alteglucke (04.01.2007 um 19:06 Uhr).
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Anouk (04.01.2007), Kimyager (04.01.2007)
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Alt 04.01.2007, 23:49
Anouk
 
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Blinzeln AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Zitat:
Zitat von alteglucke Beitrag anzeigen
... und das Strippenziehen beherrschen die Jungs eindeutig zur Zeit noch viel besser als die Frauen.
Sehe ich genau so, und das liegt nicht nur am berühmt-berüchtigten "Zickenalarm" untereinander, der einfach nur spalterisch wirkt, sondern auch daran, dass Männer, glaube ich, mit Wettbewerbssituationen spielerischer umgehen können. Vielleicht, weil sie einfach besser darauf vorbereitet werden? Jedenfalls könnten sich da etliche Frauen noch 'ne Scheibe von abschneiden und die Dinge mit entschieden mehr Sportsgeist sehen. Das entkrampft die Lage und macht das Leben auch gleich viel lustiger und entspannter.

Zitat:
Zitat von alteglucke
Trotzdem: In der Firma, in der ich mein Berufsleben begonnen habe, war es nahezu üblich, dass Männer irgendwann befördert wurden. Bei jeder Frau, die weiter wollte, wurde erst mal gefragt, ob sie das auch wirklich kann. Mein Bewerbungsgespräch um meinen jetzigen Job (vor zwei Jahren) begann mit den Worten: "Also, mit den alleinerziehenden Müttern, das ist ja ganz schön, aber Teilzeit gibt´s bei uns nicht und bild dir bloß nicht ein, dass du hier jeden Abend pünktlich raus kommst."
Das habe ich auch erlebt, und zwar genau so, 1:1. In dem Laden, in dem ich Ende der 80'er mein Handwerk gelernt hab, gab's unter 14 Ressortleitern nur eine einzige (sehr kompetente) Frau, bezeichnenderweise kinderlos. Als ich vor zwölf Jahren ging, war es noch immer so. Und zum Jahreswechsel 2006/07 war das Zahlenverhältnis unverändert. So wird es auch bleiben, nehme ich an - und das liegt nicht an etwaigen Kompetenzfragen.

Zitat:
Zitat von alteglucke
Als unschlagbar hat sich mein Geschlecht aber immer erwiesen, wenn ich irgendwelche Informationen brauchte. Männer erzählen Frauen gern alles was sie wissen.
Da stimme ich Dir 100%ig zu, absolut! Es sei denn, ein Kerl hat tiefsitzende Ängste vor allen Frauen, die älter sind als 13.. aber ansonsten gibt's unter Männern ähnlich viele Plaudertaschen wie in jedem Ladies' Circle. Ein Glück!

;)
anouk

Geändert von Anouk (04.01.2007 um 23:57 Uhr).
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Alt 11.01.2007, 08:31
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Zitat:
Zitat von Kimyager Beitrag anzeigen
Ein aktuelles Beispiel, welches Eingang in die Medien gefunden hat, ist das Auftreten Edmund Stoibers, welches seine Kontrahentin Barbara Pauli veranlasst hat, ihm ein gestörtes Verhältins zu Frauen in der Politik zu unterstellen.

ich muß hier jetzt nochmal drauf eingehen...
gestern bei stern tv war fr. pauli ja eingeladen, auch wenn ich sie vorher nicht kannte, symphatische frau!!! und es gab eine telefonabstimmung für stoiber 2008 ja oder nein...
natürlich hab ich abgestimmt...
deutschlandweit waren ca. 88% dagegen, dass stoiber nochmal kandidiert, bayernweit(sie haben es extra herausgefiltert) waren es ca. 75 %...(leider nicht repräsentativ, aber ich glaub ja daran!!! )
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  #9 (Permalink)  
Alt 11.01.2007, 09:41
rebel
 
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AW: Die Stellung der Frau in gewissen Kreisen in der BRD

Zitat:
Zitat von papatya Beitrag anzeigen
ich muß hier jetzt nochmal drauf eingehen...
gestern bei stern tv war fr. pauli ja eingeladen, auch wenn ich sie vorher nicht kannte, symphatische frau!!! und es gab eine telefonabstimmung für stoiber 2008 ja oder nein...
natürlich hab ich abgestimmt...
deutschlandweit waren ca. 88% dagegen, dass stoiber nochmal kandidiert, bayernweit(sie haben es extra herausgefiltert) waren es ca. 75 %...(leider nicht repräsentativ, aber ich glaub ja daran!!! )
tja was hast du da nur abgestimmt, aber ich glaube ede ist unkaputbar irgendwie hat der bis jetzt alles überlebt, die leute vergessen immer zu schnell.
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Alt 11.01.2007, 10:05
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Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
tja was hast du da nur abgestimmt, aber ich glaube ede ist unkaputbar irgendwie hat der bis jetzt alles überlebt, die leute vergessen immer zu schnell.
ach unterschätz die bayern nicht, so einen will kaum einer mehr, zumindest nicht als kanzlerkandidat....;-)
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