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Zitat von TheCore
Ich glaube, Du kennst Asien sehr gut. Würdest Du sagen, dass diesen Bildern eine gesellschaftsübergreifende Sichtweise zugrunde liegt? Ein Zeitgeist, ein Menschenbild, ein Lebensideal?
Mich beschäftigt vor allem, dass dies unter Umständen etwas ist, womit der Rest der Welt aufgrund der wirtschaftlichen Zusammenhänge konkurrieren und kollaborieren muss.
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ich kenne japan sehr gut, aber in groben zügen erinnert mich vieles in diesem film an dinge aus gesprächen mit japanern und auch an meine zeit, als ich unter japanern gearbeitet hatte - man kann asien in gan z vielen dingen wirklich NICHT durchschauen, was nicht unbedingt daran liegen mag, das asien sich vesteckte, nein- es liegt daran, das die westliche welt einfach immer noch zuwenig über die lebensphilosophie der menschen dort kennt... ja, ich denke schon, das diese bilder sehr gut und deutlich klarmachen, was auch in andere lebensbereiche übergreift .
gerade nach alle den diskussionen um die olympiade und die rufe nach politischen sanktionierungen aufgrund der tibet-vorkommnisse habe ich oft für mich gedacht, daß es doch nicht sein kann, das gesellschaftliche systeme , wie die in europa oder amerika bislang doch oft noch nicht die strukturen erkannt haben, die letztendlich china vom rest der welt unabhängig leben lassen können, ohne sich jemals um die einwände zu kümmern.
natürlich nimmt man die einwände zur kenntnis, aber man wird ihnen nicht unbedingt nachkommen- das hätte etwas mit gesichtsverlust zu tun.
die große revolution unter mao , die an einem bestimmten punkt fast jeden kontakt zur aussenwelt, ja sogar zur sowjetunion abgeschnitten hatte , hat das chinesische volk unter entsetzlichster armut, hunger,entbehrungen und mit starker knute zu einem "organismus" wachsen lassen, der jeden individuellen freiraum verbot. selbst heute noch schreibt der staat vor, wann man ein kind haben darf.
diese jahrzehntelange autarke, fast von der restlichen welt abgeschnittene gesellschaft scheint zwar den anschluss an die "norm" der welt gefunden zu haben, aber es ist für mich "das lächeln im gesicht eines tigers"
asiatisches denken erschwert in der tat geschäftliche abschlüsse, ökonomische projekte und individuelle innovation. sitzt man sich gegenüber und der europäer wähnt sich dem abschluss nah, weil der japaner / chinese zustimmend und bejahend geantwortet hatte, wird spätestens dann der "groschen" fallen, wenn der asiat. partner den verhandlungstisch verlässt, ohne zu unterschreiben. das "ja" im gespräch war nur das "ja, ich höre ihnen zu, ja, ich verstehe sie".... das ja heisst nicht " ja, ich unterschreibe ".
meiner meinung nach wirkt die mao-zeit bis heute und im notfall, in einer zeit eines wirtschaftlichen boykotts oder einer sanktion wird china mit der schulter zucken und im alleingang seinen weg gehen, auch wenn es über die leichen des eigenen volkes sein muss.
es ist nicht einfach zu sagen, china sei ein modernes land- konfuzianisches denken, "quasi"-kommunistische strukturen und der maoismus gepaart zu einer gesellschaft bringt ein menschenbild hervor, was es der übrigen welt schwer machen wird , beide füsse in dieses land zu setzen.
ich persönlich meine, das das westliche arrogante überlegenheitsgehabe genau das in china fördert, was wir dem land letztendlich vorwerfen: es macht sein eigenes ding...
ich weisst nicht, ob man konkurrieren sollte oder mitläufer sein muss, um hinter die stirn der chinesischen supermacht zu schauen, aber mir fällt ein buddhistisches wort ein :
lob des schattens... diese drei worte sagen eigentlich alles aus, was den japaner /chinesen in vielen seiner denkweisen charakterisiert: du selbst bist nicht wichtig, es ist gut, wenn du dich zurücknimmst in deinen eigenen wünschen, dräng dich persönlich nicht in den vordergrund...der individuale mensch ist zwar "gefragt" aber bitte zeige es nicht....
um sich dem chinesischen land zu nähern, denke ich, ist es von nöten zu verstehen , das westliche massstäbe nicht der ausgangspunkt sein dürfen. ich nenne es mal eher : wir brauchen eine philosophische diplomatie um die ökonomische diplomatie zu begreifen.