| wortdurchgangszimmer mar. Unsere mar. |

23.12.2007, 17:57
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TT-Schreck
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vorgestern traf ich den weihnachtsmannin der u-bahn
ein total weissgekleideter mann. weisser schal, sonnenbrille, weisse stiefel und eine weisse mütze.
ups dachte ich, ist der weihnachtsmann auf abwegen. normalerweise trägt er doch ein rotes gewand mit weissem hermelinkragen.
neugierige blicke von mir. weiss, diese farbe der reinheit und der unschuld war in dieser u-bahn schon außergewöhnlich. in der regel ist hier grau oder schwarz angesagt. und die sonnenbrille. merkwürdig. aber der weihnachtsmann kommt ja aus dem hohen norden- vielleicht ist er schneeblind von all den schnee-und eisgletschern...
der "weihnachtsmann" machte es sich bequem , schlug die beine übereinander und griff tief in seine tasche hinein. immer noch war ich ganz und gar bebannt von dem schneeweisen outfit. und ich dachte mir und erinnerte mich, das weiss immer etwas von unnahbarkeit, jungfräulichem oder unberührbarem hatte. oma hat das immer gesagt. und in der tat. niemand setzte sich in die nähe des mannes. er nahm den ganzen platz für sich ein. die hand kam nun wieder aus der tasche empor und führte eine flasche bier zum mund. in der anderen hand hielt er einen kleine kümmelkorn und schüttete sie noch hinterher. er schaute um sich. viele schauten belustigt zu, manche schauten in die andere richtung. irgendwie passte nichts zusammen. schnaps und reinheit.
an der nächsten station stieg der zeitungsverkäufer von der "motz" ein. " ich bin peter, seit 3 jahren lebe ich auf der strasse und ..... so weiter"
ehrlich gesagt kaufe ich nie so eine zeitung.
der verkäufer kommt näher und die litanei geht von vorn los. der weisse "weihnachtsmann " setzt sich in position. breitbeinig und aufrecht. in der rechten hand den geleerten flachmann greift er wieder in die tasche und zückt einen 10 euro-schein. steckt diesem den mann in den gürtel und nimmt einen großen schluck aus der bierflasche. brummelt in seinen bis zur nasenspitze hochgezogenen schal irgendwas von klössen und rülpst laut.
peter von der motz zieht weiter , steckt schnell den schein in die hosentasche und schreit beim aussteigen noch einmal DANKE in den halbvollen waggon.
weisse weihnacht, weisser weihnachtsmann, weisse , reine unschuld. ich vermute, das es nicht nur einen weihnachtsmann gibt. dieser hier war eindeutig einer, der unheimlich daherkam und wie ein engel für einen moment licht streute.
ein kleines licht. ein weisses licht. morgen, wenn der weihnachtsmann an meine tür klopft, was soll ich ihm sagen? das ich nicht folgsam war, oder nicht spendabel genug?
ich glaub, dem weihnachtsmann ist das egal. meiner bringt süzme, lokkum und sucuk und will eine tasse tee. er wird nicht lange bleiben, nur hallo sagen und wieder gehen.
ein moment reicht aus . wie so vieles im leben nur einen moment braucht, um menschliche wärme , fürsorglichkeit oder liebe spüren zu können.
wie sieht euer weihnachtsmann aus?
MAR
dezember 2007
Geändert von mar (23.12.2007 um 18:18 Uhr).
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23.12.2007, 18:16
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AW: vorgestern traf ich den weihnachtsmannin der u-bahn
Mein Weihnachtsmann
Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht wie er aussieht.
Für mich ist er wie ein Stern am Himmel, ein Licht in der Dunkelheit. Er ist was ganz besonders. Und er kam zur rechten Zeit. Das werde ich nie vergessen. Danke.
Mein Weihnachtsmann ist ein ganz besonderer Mensch. Ja, DU bist gemeint.
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23.12.2007, 18:19
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TT-Schreck
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AW: vorgestern traf ich den weihnachtsmannin der u-bahn
Zitat:
Zitat von AylinDeniz
Mein Weihnachtsmann
Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht wie er aussieht.
Für mich ist er wie ein Stern am Himmel, ein Licht in der Dunkelheit. Er ist was ganz besonders. Und er kam zur rechten Zeit. Das werde ich nie vergessen. Danke.
Mein Weihnachtsmann ist ein ganz besonderer Mensch. Ja, DU bist gemeint.
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hm...den kenn ich, sehr gut sogar 
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24.12.2007, 15:22
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AW: vorgestern traf ich den weihnachtsmannin der u-bahn
Ich bin mal so frei und hänge es hier dran. Ist zwar nicht vom Weihnachtsmann, aber passt doch irgendwie.
Weihnachten, Bayram, eine sentimentale Zeit. Dieses Jahr ganz besonders. Soviel ist geschehen, gutes und schlechtes, Angst und Freude. Große, nichtssagende Gesten und kleine, unwirklich wirkende Dinge. Das ist das was besonders zählt. Was mir klar macht wo ich stehe, wer ich bin, was mich ausmacht.
Bayram - das erstemal das ich versucht habe es zu "vergessen". Nicht rüber gegangen bin, mich selbst ausgeschlossen habe.
Weihnachten- das eigentlich ziemlich klein ausgefallen wäre, nun aber ein richtig toller Abend wird.
Beides lässt mich immer wieder aufs neue sentimental werden. Dieses Jahr war es ganz besonders schlimm. Und vorhin unter der Dusche, alleine unter dem heißem Wasser, die Gedanken bei all dem was passiert war, da hatte ich zum erstenmal das Gefühl von beidem im Herzen. Das Gefühl von Liebe, Wärme, von angekommen sein.
In diesem Sinne
Frohe Weihnachten
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