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AW: Verse im Mai
Plötzlich hör ich nicht mehr meine eigenen Schritte
Denn die Nacht sinkt auf die Stadt hinab
Und mein Herz, die singend-tanzend laute Mitte
ist schon verstummt, selbst dort, wo es sonst Sprache hat.
Seit du aus meinem Sein gegangen bist ,
ging die Unendlichkeit den Umweg durch die Nacht;
verfing sich in dem dunklen Grunde deiner Augen
und schimmert nur wie winzig-kleine Blitze, sacht.
In diesen Räumen haftet Deine Zeit , wie Sommerglut,
die schwer herabfließt, wie das Ticken meiner kleinen Uhr.
Die nie erreichte Liebe , die in diesen Zeilen ruht
sucht die Unsterblichkeit in einem dunklen Flur...
...der mich umhüllt, mehr als ein flatterleichtes Sommerkleid;
denn seit du fort bist, küsst die Dunkelheit das Licht.
Die Worte, die ich dir noch sagen will, sie sind bereit,
doch sie durchbrechen diese Wände nicht.
Alles hast du mitgenommen, sogar die stehengebliebene Zeit
Die Türe fiel leis‘ ins Schloss. Und ich blieb lange stehen.
Ist Liebe nur ein Traum, ein Schatten und Vergänglichkeit?
Sie ist Momentaufnahme, immer im Begriff zu gehen....
Mar 2008
Geändert von mar (01.06.2008 um 11:01 Uhr).
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