Afghanistan

Burebista

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@Berfin1980
Ich habe mich nicht gut ausgedruckt. Ich wollte nur sagen, dass es Ausbeutung der Frauen eher in Südosteuropa zu sehen ist, als in Iran.
Aber das ist OT, da es hier um Afghanistan geht. Verzeihe bitte, @univers
Afghanistan ist ganz anders als Iran. Aber Südosteuropa ist dazwischen, was die Lage der Frauen betrifft, viel schlechter als Iran. In Südosteuropa würden die gar nicht denken, auf den Stadion zu gehen. Sind zu erschöpft dafür... :(
 

Burebista

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Das auch. Ich meine aber auch die Ausbeutung in der Hausarbeit. Die Männer machen nichts. Behaupten nur, Geld zu verdienen. Aber die Frau ist die stille und niedergetretene Basis des Hauses.
 

Burebista

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müsste man das Bildschirm um 180 Grad wenden..macht man nicht:D
Ok. Hier schön gescannt :)

Ja, sowass. Morgengabe, Abendgabe als Teile der Brautgabe.
Habe mir erklährt, warum die Männer in Iran so große Angst vor einer Scheidung und vor den Frauen haben. Abendgabe muss zurückbezahlt werden.
Hier bekommt die Frau keine Abendgabe, sondern oft einen Schritt ins Hinten.

Konkreter Beispiel (nicht über Brautgabe, sondern um die Beziehungen in der Familie). An einem Freitag Mittag im Sommer 2001 waren Christoph aus der Lausitz und ich bei einer Familie, wo wir auch übernachteten. Ehefrau (die nicht arbeitete, sondern nur kochte und auf allen Fingern Ringe hatte und uns Bilder über ihre Jugend zeigte), 3 Töchter von 12 bis 21, einen Sohn (der 2001 Student war) und der schuftende Vater mit vielen Jobs, um die Familie zu unterhalten. Also es war Freitag Mittag (wie bei uns Sonntag). Gemeinsames Essen angesagt. Nur der Vater fehlte. Christoph aus der Lausitz sagte, man könne die Mahlzeit ohne den Vater nicht beginnen. Wo steckte der nur? Da sind alle in die Zimmer, inklusive Bad, gegangen, ihn zu suchen. Nirgends zu finden. Ok dann. Wir aßen alles: Vorspeise, Suppe, Braten und Eis. Als wir beim Eis waren, kam der schuftende und geschwitzteter Vater. Keiner der Kinder stand auf, um zu sagen: Vati, komm, wir sind fertig. Nein. Der setzte sich auf dem Sofa und seine liebe Frau gab (oder schenkte???) ihm einen Teller Suppe auf den Knien. Und der aß die Suppe auf der Sofa auf den Knien und die Mädchen jubelten. Dann kam der Braten für den Vater, genauso. Wir anderen saßen am Tisch und schauten fern, alle Mädchen sogar. Die Mutter hatte einen Kopftuch. Die Mädchen keinen.

War in der Familie 3 Jahre später. Der Student wollte heiraten, musste also eine Wohnung haben. In der Wohnung habe ich etwa 3 Wochen gelebt, aber nur geschlafen. Der Sohn war staatlicher Hacker und durchbrach die Zeitschriften der medizinischen Fakultäten aus den USA. Speicherte die Zeitschriften und druckte sie und sendete sie weiter an die iranischen Unis. Das konnte er nicht alleine schaffen. Eine der Schwestern half ihm. Sie konnte aber mit mir, als Mann, nicht im demselben Zimmer arbeiten und so musste ich morgens gehen und erst abend zurückkommen. Nur einmal bekam ich Bauchweh wegen Essen und kam Mittags ins Zimmer und die Schwester ließ mich dort liegen und ging raus.

War auch bei anderen Familien zuhause. Habe wochenlang in Familien gelebt. Und es war genauso: die Väter schufteten in vielen Jobs, um die Familie, inklusive Ehefrau, die nicht arbeitete, zu unterhalten.
Die jungen modernen Familien sind anders.

Kein Vergleich mit den älteren Familien in Rumänien, wo die Frauen schwitzen und die Männer auf Sofa liegen, um fern zu schauen, nicht um Suppe zu essen.
 

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Ja, sowass. Morgengabe, Abendgabe als Teile der Brautgabe.
Habe mir erklährt, warum die Männer in Iran so große Angst vor einer Scheidung und vor den Frauen haben. Abendgabe muss zurückbezahlt werden.
Hier bekommt die Frau keine Abendgabe, sondern oft einen Schritt ins Hinten.
Und nach dem Schritt ins Hinten kommen dann Prozesse über die Teilung der Güter.

PS. Es scheint so zu sein, dass ich mehr über die Scharia weiß, als über das rumänische (und europäische) Recht. Habe etliche Bücher über die Scharia, über die Besonderheiten der islamischen Schulen. Aber nur eins über rumänisches Recht.

PS. Eines der besten Büchern ist dieses. Habe es den Studenten in Islamwissenschaft jahrelang als Lektüre angeboten. Damit sie was lernen und später in Beziehung mit Muslimen nichts falsches machen sollen. Sicher hier ist die schiitische Sicht. Aber es ist wirklich ein gutes Buch.
Und die Studenten waren begeistert, wirklich. Haben das Buch kopiert, gelesen und mir dafür gedankt.
 

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