#Blacklivesmatter

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von HeyÖzgürlük, 14 Juli 2016.

  1. HeyÖzgürlük
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    HeyÖzgürlük Well-Known Member

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    Hallo ihr lieben,

    ich weiß nicht inwieweit ihr das habt verfolgen können aber anlässlich der Erschießung zweier weiterer Afroamerikaner (durch Polizisten) - haben 23 Prominente ein Anti- Rassismus- Video aufgenommen. In diesem Video zählen die 23 Prominenten, 23 Wege auf die reichen um als Schwarzer in den USA getötet zu werden.

    Die letzten beiden Opfer waren:

    Philando Castile wurde im Auto seiner Freundin beschossen als das Kind auf dem Rücksitz saß und starb kurz darauf.

    Alton Sterling hat CDs vor einem Supermarkt verkauft, wurde von einem Polizisten auf den Boden gerungen und erschossen.

    Beim Spurwechsel den Blinker nicht setzen. Augenkontakt aufnehmen. Mit einem Freund nach Hause laufen - und weitere Punkte.

    Hier das Video
     
  2. Dogan 1
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    Dogan 1 Well-Known Member

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  3. beren
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    beren Well-Known Member

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    Wer von uns ist denn wirklich reinrassig?
     
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  4. Ottoman
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    Ottoman Well-Known Member

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    "Schwarze Eltern führen früher oder später mit ihren Kinder the talk, das Gespräch, in dem sie ihnen erklären, dass die Polizei sie jederzeit als Gefahr wahrnehmen könne und sie darauf mit Vorsicht reagieren müssen, denn die Konsequenzen können tödlich sein. Selbst der ehemalige Justizminister Eric Holder musste dieses Gespräch mit seinem Sohn führen...

    In den Siebzigern und Achtzigern brachte der Polizist Jon Burge Foltermethoden aus dem Vietnamkrieg nach Chicago und folterte systematisch schwarze Verdächtige mit Elektroschocks, um Geständnisse zu erpressen. In derselben Stadt werden immer noch in einer Lagerhalle in Homan Square Verdächtige illegal eingesperrt und verhört, bis 2015 insgesamt 7.000."

    Traurig, erschreckend...
     
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  5. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Es ist die logische Fortführung der in den USA inzwischen verbreiteten Ansicht, dass weiße Regissseur*innen keine Filme über Themen drehen sollen, die African Americans betreffen, dass weiße Autoren die Finger von African American Themen lassen sollen etc. In einem Land, wo Black Studies seit Ewigkeiten ein Studienfach ist, überrascht mich dass nicht. Wenn es so weit geht, dass eine weiße Übersetzerin die Werke von Ms Gorman nicht authentisch ins Niederländische übersetzen kann, dann muss eben eine schwarze Niederländisch- Übersetzerin her. Bei der verbreiteten Zweisprachigkeit in den Niederlanden und ihrer Ex-Kolonie Surinam dürfte das so schwer nicht sein. Interessant wäre, ob sich die Übersetzungen, die eine weiße und eine schwarze Übersetzerin anfertigen, irgendwie unterscheiden würden.
    Ich wäre gern bei der Blindverkostung dabei. :D
     
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  6. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Eine weiße Übersetzerin darf die Gedichte einer schwarzen Dichterin nicht übersetzuen? Was ist denn das für ein Quatsch? Damit manifestiert man doch erst die Rassentrennung und rassistisch ist es auch. Diesmal nur anders herum.
     
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  7. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Zugrunde liegt die Auffassung, dass eine athentische Übersetzung nur bei persönlicher Betroffenheit der Übersetzerin möglich ist. Diese Ansicht ist aus feministischen und queeren Zusammenhängen bekannt. Es wird als anmaßend empfunden, wenn einE NichtbetroffeneR übersetzt. Ich nehme das zur Kenntnis. Dass ich es nicht nachvollziehen kann, liegt daran, dass ich kein Betroffener bin.
     
  8. Skeptiker
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    Skeptiker Well-Known Member

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  9. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Dann wollen wir nun nur mal schnell alle Übersetzungen literarischer Werke überprüfen ob auch die jeweilige Hautfarbe des Übersetzers stimmt. Wenn nicht, dann gnade ihnen Gott und alles noch einmal neu übersetzen.
    Feminismus kann auch ganz schön anstrengend sein, so wie fast jeder -ismus.
     
  10. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Allerdings! Übrigens glaube ich gar nicht mal, dass sie sich groß unterscheiden würden - wenn, dann vermutlich nur in Nuancen, die man aber statt an Hautfarben auch an Sozialisation, Schichtzugehörigkeit oder Ausbildung der Übersetzerin festmachen könnte. Lauter willkürlich gewählte Kategorien, die man natürlich beliebig verschränken oder austauschen kann.

    Die Kritik an der niederländischen Übersetzerin empfand ich als anmaßend, unangemessen und übergriffig: Weil Amanda Gorman und ihr Team nach allem, was ich las, ursprünglich sehr einverstanden waren mit ihr.
    Das ist der Maßstab.
    Warum sich dann andere einmischen, nur weil sie sich aufgrund von besonders viel "Wokeness" berufen fühlen, ist mir schleierhaft. Reiner Kulturk(r)ampf mit moralisch wedelndem Zeigefinger. Man fragt sich, was daraus resultiert? Hätte ich das geahnt, hätte ich mich natürlich von vornherein peinlich berührt erforschen müssen, ob ich mir das Gedicht überhaupt anhören darf. Perlen vor die Säue. Weil weiße (Cis-)Frauen laut dieser platten Denke ja automatisch unfähig sind zur angemessenen Rezeption. Und Männer erst recht. :cool: *Sarkasmus off*

    Nein, ernsthaft, Gorman hat das nicht verdient, ihr Gedicht auch nicht, und die Übersetzerin ebenfalls nicht.
     
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