vanararat1966
Moderator
AW: Piratenschiff und Puppenhaus
Bonjour Solresol
Du hast schon Recht... die Werbung, die Spielzeugindustrie. Wie sich dagegen wehren? Ich habe zwei Mädchen, 8 Jahre alt. Und ich habe mich immer geärgert... die Kinderküchen, das Bügelbrett mit Bügeleisen und so weiter und so fort... aber dies hat zum Glück bei uns nie einen Platz gehabt.
Gegen Barbie bin ich nicht angekommen... da gab es Puppen (aus 2. Hand geschenkt, zu den Kindergeburtstagen halt auch). Barbieschiff, Barbie-Schlag-mich-Tod was weiss ich... aber es hat seinen natürlichen Lauf genommen. Bereits jetzt sind beide nicht mehr daran interessiert.
Die eine hat mir letztes Jahr gesagt, sie wolle kein Tussi-Spielzeug geschenkt bekommen, sie wolle eine F1-Rennbahn... ok, hat sie bekommen. Beide spielen damit.
In der Zwischenzeit hat es sich klar und deutlich auf Bücher verlegt, jegliches Interesse vertreten. Die eine träumerisch im Moment bei Weihnachtsgeschichten, die andere wollte wissen, wie ein Flugzeug funktioniert und hat sich ein solches Buch aus der Bibliothek geholt. Dann halt die Pferde/Mädchengeschichten.
Ich würde auch meinen, die eine ist "mehr" Mädchen, Röcke, Kleider, Schminke (natürlich nur innerhalb vom Haus), ... die andere flüchtet und zieht nur zu ganz besonderen Gelegenheiten (ohne Zwang) einen Rock und/oder Kleid an.. beispielsweise wenn mein Mann nach längerer Abwesenheit nach Hause kommt. Warum auch immer... weder ich noch er haben ihr je so etwas gesagt oder auch nur schon suggeriert. Und ich fragte sie auch mal. Sie meinte dann, dass es mich nichts angeht. Ok, alles klar.
Sie würde auch gerne Fussball spielen, aber es gibt keinen Mädchenclub in ihrem Alter.... nur gemischte Mannschaften, aber geographisch nicht um die Ecke.
Die andere, die mädchenhaftere, wenn man so will, würde gerne tanzen und singen. Was nächstes Jahr auch dann möglich ist, im Schulsport. Jazz tanzen, Hip Hop.. und Music Star ... und sie freut sich enorm darauf. Etwas anderes liegt finanziell nicht drin, Private Tanz- und Singstunden, meine ich. Obwohl sie enormes Talent hat. Gleich wie beim Schlittschuhlaufen. Sie stand drauf vor ein paar Wintern und konnte es einfach. Aber auch hier, Privatstunden nicht möglich. Die andere wiederum steht drauf und läuft, hat Spass, dass war es dann.
Fischen tun beide gerne (warum auch immer).... Fische werden wieder frei gelassen (Fischen tun sie gerade ausgiebig in Spanien bei Oma und Opa).
Komischerweise sagt die "Tussi", dass sie nie Kinder haben wolle... die andere könnte es sich vorstellen (so kindliche Vorstellungen halt).
Habe ich etwas Spezielles getan im Zusammenhang mit der Entwicklung und der Ausrichtung bzw. Prägung? Nichts spezielles, denke ich. Ich vermittle Werte, Stärken, Selbständigkeit, Unabhängigkeit.
Zur Ausgangsfrage, ob die Erziehung "schuld" ist? Kann gut möglich sein, aber ich stelle die Frage, was so falsch daran ist, Mädchen als solche zu erziehen und Jungen eben auch als Jungen? Es gibt Frauensachen und es gibt Männersachen. Frau und Mann sind unterschiedlich, ticken verschieden und dass ist gut so. Wenn man mich fragt.
In unserem Haushalt sehen die Mädchen, dass mein Mann kocht und einkauft (mehr als ich), aufräumt, etc. Sie sehen das selbe von mir.
Teamwork.
Aber es gibt Dinge, die ich einfach nicht mache und mich auf "mein" Geschlecht berufe - obwohl ich es könnte.
Je älter die Mädchen werden, umso mehr wird die Kleiderfrage ein Thema. Kurze Röcke gibt es nur in Kombination mit beinlangen Leggins drunter, heute schon. Sei es privat oder für die Schule. Ob sie sich diese später auf dem Schulweg "entledigen" kann gut möglich sein, da gilt es dann, in Gesprächen - endlosen Gesprächen - die Gründe darzulegen und dagegen zu steuern. Auch dass der Hintern in der Hose zu bleiben hat, keine Unterwäsche zu sehen ist, wird ein Thema werden. Ganz sicher.
Es geht dabei für mich - für uns - einfach um Anstand und Sitte sowie auch die klare Vermittlung, dass eine Person - insbesondere eine Frau - sich nicht über den Körper definieren muss. Auch wenn uns Fernsehen und viele andere Medien etwas anderes einreden wollen.
Ob es mir / uns gelingt? Ich hoffe.
Gruss, VanArarat
bonjour K Lilly
ah! fällt mir erst ein:
bald kommt für die Christen Weihnachten mit den klassischen Weihnachtsgeschenken.
und was wird da geschenkt :?:
Lego-Spielsachen, pardi!
beispielsweise Piratenschiff und Puppenhaus...
hast Du schon das neue Puppenhaus mit Kanonen und Totenkopfflage auf dem Dach
und den Piratenschiff mit Miniaturstaubsauger, Bügelbrett und Waschmaschine
im Katalog bewundert :lol:
Wenn das nicht eine 100%ige Zukunftsvorbereitung ist!
gibt es eigentlich die Barby-Puppe-Peepshow? vermutlich nicht, weil man im Zeitalter vom Internet nicht mehr zur Peepshow geht: wäre anachronistisch! aber nur deshalb!
sonst machen doch die Barby-Puppen so gut wie nahezu alles, was ein Mann begehrt
wenn sie es wollen:idea:
salut
Bonjour Solresol
Du hast schon Recht... die Werbung, die Spielzeugindustrie. Wie sich dagegen wehren? Ich habe zwei Mädchen, 8 Jahre alt. Und ich habe mich immer geärgert... die Kinderküchen, das Bügelbrett mit Bügeleisen und so weiter und so fort... aber dies hat zum Glück bei uns nie einen Platz gehabt.
Gegen Barbie bin ich nicht angekommen... da gab es Puppen (aus 2. Hand geschenkt, zu den Kindergeburtstagen halt auch). Barbieschiff, Barbie-Schlag-mich-Tod was weiss ich... aber es hat seinen natürlichen Lauf genommen. Bereits jetzt sind beide nicht mehr daran interessiert.
Die eine hat mir letztes Jahr gesagt, sie wolle kein Tussi-Spielzeug geschenkt bekommen, sie wolle eine F1-Rennbahn... ok, hat sie bekommen. Beide spielen damit.
In der Zwischenzeit hat es sich klar und deutlich auf Bücher verlegt, jegliches Interesse vertreten. Die eine träumerisch im Moment bei Weihnachtsgeschichten, die andere wollte wissen, wie ein Flugzeug funktioniert und hat sich ein solches Buch aus der Bibliothek geholt. Dann halt die Pferde/Mädchengeschichten.
Ich würde auch meinen, die eine ist "mehr" Mädchen, Röcke, Kleider, Schminke (natürlich nur innerhalb vom Haus), ... die andere flüchtet und zieht nur zu ganz besonderen Gelegenheiten (ohne Zwang) einen Rock und/oder Kleid an.. beispielsweise wenn mein Mann nach längerer Abwesenheit nach Hause kommt. Warum auch immer... weder ich noch er haben ihr je so etwas gesagt oder auch nur schon suggeriert. Und ich fragte sie auch mal. Sie meinte dann, dass es mich nichts angeht. Ok, alles klar.
Sie würde auch gerne Fussball spielen, aber es gibt keinen Mädchenclub in ihrem Alter.... nur gemischte Mannschaften, aber geographisch nicht um die Ecke.
Die andere, die mädchenhaftere, wenn man so will, würde gerne tanzen und singen. Was nächstes Jahr auch dann möglich ist, im Schulsport. Jazz tanzen, Hip Hop.. und Music Star ... und sie freut sich enorm darauf. Etwas anderes liegt finanziell nicht drin, Private Tanz- und Singstunden, meine ich. Obwohl sie enormes Talent hat. Gleich wie beim Schlittschuhlaufen. Sie stand drauf vor ein paar Wintern und konnte es einfach. Aber auch hier, Privatstunden nicht möglich. Die andere wiederum steht drauf und läuft, hat Spass, dass war es dann.
Fischen tun beide gerne (warum auch immer).... Fische werden wieder frei gelassen (Fischen tun sie gerade ausgiebig in Spanien bei Oma und Opa).
Komischerweise sagt die "Tussi", dass sie nie Kinder haben wolle... die andere könnte es sich vorstellen (so kindliche Vorstellungen halt).
Habe ich etwas Spezielles getan im Zusammenhang mit der Entwicklung und der Ausrichtung bzw. Prägung? Nichts spezielles, denke ich. Ich vermittle Werte, Stärken, Selbständigkeit, Unabhängigkeit.
Zur Ausgangsfrage, ob die Erziehung "schuld" ist? Kann gut möglich sein, aber ich stelle die Frage, was so falsch daran ist, Mädchen als solche zu erziehen und Jungen eben auch als Jungen? Es gibt Frauensachen und es gibt Männersachen. Frau und Mann sind unterschiedlich, ticken verschieden und dass ist gut so. Wenn man mich fragt.
In unserem Haushalt sehen die Mädchen, dass mein Mann kocht und einkauft (mehr als ich), aufräumt, etc. Sie sehen das selbe von mir.
Teamwork.
Aber es gibt Dinge, die ich einfach nicht mache und mich auf "mein" Geschlecht berufe - obwohl ich es könnte.
Je älter die Mädchen werden, umso mehr wird die Kleiderfrage ein Thema. Kurze Röcke gibt es nur in Kombination mit beinlangen Leggins drunter, heute schon. Sei es privat oder für die Schule. Ob sie sich diese später auf dem Schulweg "entledigen" kann gut möglich sein, da gilt es dann, in Gesprächen - endlosen Gesprächen - die Gründe darzulegen und dagegen zu steuern. Auch dass der Hintern in der Hose zu bleiben hat, keine Unterwäsche zu sehen ist, wird ein Thema werden. Ganz sicher.
Es geht dabei für mich - für uns - einfach um Anstand und Sitte sowie auch die klare Vermittlung, dass eine Person - insbesondere eine Frau - sich nicht über den Körper definieren muss. Auch wenn uns Fernsehen und viele andere Medien etwas anderes einreden wollen.
Ob es mir / uns gelingt? Ich hoffe.
Gruss, VanArarat