Die Fassade

Inada

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Schau mich an
und du siehst wie stark ich bin und was für ein schönes Lachen ich habe.
Schau mich an und du siehst,
was für nette Menschen mich umgeben,
und wie gut es mir geht.
Sieh mir in die Augen,
und du siehst,
dass ich es ernst meine,
wenn ich sage,
dass ich dich nicht brauche.

Berühre meine Hand und du siehst das ich zittere.
Streich mir über den Kopf und du spürst, wie klein ich wirklich bin.
Sieh auf meinen Mund und du siehst, dass er zuckt, während ich lächle.
Sieh nochmal genauer in meine Augen, und du siehst, wie feucht sie werden.

Schau einfach mal hinter die Fassade. Und du siehst, ich bin gar nicht die starke, glückliche Frau, sondern ein Mensch, der leidet.
Aber bitte versuch nicht, die Fassade einzureissen,
es war sehr sehr mühsam, sie aufzubauen.

by Inada, Oktober 2010
 
AW: Die Fassade

Schau mich an
und du siehst wie stark ich bin und was für ein schönes Lachen ich habe.
Schau mich an und du siehst,
was für nette Menschen mich umgeben,
und wie gut es mir geht.
Sieh mir in die Augen,
und du siehst,
dass ich es ernst meine,
wenn ich sage,
dass ich dich nicht brauche.

Berühre meine Hand und du siehst das ich zittere.
Streich mir über den Kopf und du spürst, wie klein ich wirklich bin.
Sieh auf meinen Mund und du siehst, dass er zuckt, während ich lächle.
Sieh nochmal genauer in meine Augen, und du siehst, wie feucht sie werden.

Schau einfach mal hinter die Fassade. Und du siehst, ich bin gar nicht die starke, glückliche Frau, sondern ein Mensch, der leidet.
Aber bitte versuch nicht, die Fassade einzureissen,
es war sehr sehr mühsam, sie aufzubauen.

by Inada, Oktober 2010

Also mehr Schein als Sein. Es "scheint", dass sie sich fühlt wie in der Bacardi-Cola-Werbung (stark, lachen, umgeben von netten Menschen, Wohlbefinden/Gesundheit, Entschlossenheit, Unabhängigkeit).

Nun trügt aber der "Schein" und platzt wie eine Seifenblase: Bei genauerer (bei hinterfragender) Beobachtung und Körperkontakt. Jemandem auf den Zahn fühlen...

Der Status Quo soll jedoch trotzdem aufrecht erhalten bleiben. Also eine sadomasochistische Symbiose zwischen der Leidenden und ihrer als Realität empfundenen "Umgebung/Welt".

Meine Oma (Gott habe sie ein paar hundert Stockwerke weiter oben gnädig) hätte nun geraten:

1. Weniger Sex and the City gucken (bzw. ein türkisches Pendant dazu. Sie kannte alle Serien auswendig. Selbst brasilianische Serien)
2. Milch mit Honig trinken
3. Finger weg von Romanen a la Rosamunde Pilcher (oder türk. Pendant)

Das ist natürlich nicht meine Meinung. Vielleicht könnte eine professionelle Beratungsstelle weiterhelfen? Im ersten Step ein Sorgentelefon? Psychologische Beratung?
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Schließlich leidet die Person. Sogar schon länger, weil eine Fassade aufgebaut wurde.

Die häufigsten Merkmale einer Depression sind:

* Antriebslosigkeit
* Innere Unruhe und Schlafstörungen
* Fehlende Lebensfreude
* Innere Leere und Traurigkeit
* Vermindertes Selbstwertgefühl
* Schwindendes Interesse
* Konzentrationsschwäche
* Unentschlossenheit
* Schuldgefühle, Selbstanklagen
* Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau)
* Gedanken an Selbstmord
* Körperliche Beschwerden und Mißbefinden

Alleine wird das auf die Dauer vielleicht ein Böses Ende nehmen
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