AW: Völkermord an Armeniern (ehem. Türkei droht Frankreich)
Bei dem Wort "Ruanda" überfällt die Diplomaten der UN ein Schaudern. Es ist ein Schaudern vor dem eigenen Versagen, wenn nicht sogar vor der eigenen Schuld. "Es klebt Blut an den hellblauen Helmen" sprach ein UN Diplomat aus, was sonst nicht öffentlich gemacht wird. Die Autorin und Journalistin Linda Melvern geht in ihrem Buch sogar soweit, der UN Rassismus vorzuwerfen: "Ruanda war zu klein, zu arm und zu schwarz. Vielleicht war es ja der institutionalisierte Rassismus in der UNO, der verhinderte, dass keiner dort Ruanda beachtete." Weiter schreibt sie, dass der Westen und die UNO nie die Absicht hatten, mit einer effektiven Friedensmission den Völkermord zu verhindern.
Am 16. Dezember 2000 wurde in New York der Bericht einer UN internen Kommission vorgestellt, die das Verhalten des Staatenbundes im Fall Ruanda untersuchen sollte. Das Gremium kam zu einem vernichtenden Urteil: Hinweise auf den geplanten Völkermord seien ignoriert und, als das Morden im Gange war, ein Eingreifen absichtlich verweigert worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrates seien nicht bereit gewesen, eine schlagkräftige Friedenstruppe aufzustellen. UN-Generalsekretär Annan erklärte, er gebe das Versagen der UNO zu und bereue es zutiefst. Und doch reichte sein Bedauern anscheinend nicht aus, um zum zehnten Jahrestag des Genozids nach Ruanda zu fliegen.
Als der Massenmord 1994 begann, forderte der befehlshabende UN-General Dallaire 5000 Blauhelmsoldaten und die Erlaubnis, mit Waffengewalt das Schlachten zu beenden. Doch die westlichen Länder schickten lediglich Truppen um ihre Staatsbürger zu evakuieren. Nach der Ermordung von zehn belgischen Soldaten zog Belgien sein UN-Kontingent am 12. April 1994 ab. Wenige Tage später beschloss der Sicherheitsrat, die verbliebene UN-Truppe auf ein Fünftel zu reduzieren. US-Außenministerin Madeleine Albright wies ihre Untergebenen an, den Begriff "Genozid" nicht zu verwenden. Ein Völkermord hätte das Eingreifen des Staatenbunds gefordert. Die USA hatten aber ihre Niederlage in Somalia noch nicht verkraftet. Die verheerendste Rolle aber spielte Frankreich: Die Mehrheit der Hutu waren alte verbündete der Ex-Kolonialmacht. Frankreich unterstützte diese finanziell und lieferte noch im Mai Waffen an die Völkermörder. Der französische Journalist Patrick de Saint-Exupéry hat Francois Mitterand mit dem Satz zitiert: "In so einem Land ist ein Völkermord nicht so wichtig".
Am 16. Dezember 2000 wurde in New York der Bericht einer UN internen Kommission vorgestellt, die das Verhalten des Staatenbundes im Fall Ruanda untersuchen sollte. Das Gremium kam zu einem vernichtenden Urteil: Hinweise auf den geplanten Völkermord seien ignoriert und, als das Morden im Gange war, ein Eingreifen absichtlich verweigert worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrates seien nicht bereit gewesen, eine schlagkräftige Friedenstruppe aufzustellen. UN-Generalsekretär Annan erklärte, er gebe das Versagen der UNO zu und bereue es zutiefst. Und doch reichte sein Bedauern anscheinend nicht aus, um zum zehnten Jahrestag des Genozids nach Ruanda zu fliegen.
Als der Massenmord 1994 begann, forderte der befehlshabende UN-General Dallaire 5000 Blauhelmsoldaten und die Erlaubnis, mit Waffengewalt das Schlachten zu beenden. Doch die westlichen Länder schickten lediglich Truppen um ihre Staatsbürger zu evakuieren. Nach der Ermordung von zehn belgischen Soldaten zog Belgien sein UN-Kontingent am 12. April 1994 ab. Wenige Tage später beschloss der Sicherheitsrat, die verbliebene UN-Truppe auf ein Fünftel zu reduzieren. US-Außenministerin Madeleine Albright wies ihre Untergebenen an, den Begriff "Genozid" nicht zu verwenden. Ein Völkermord hätte das Eingreifen des Staatenbunds gefordert. Die USA hatten aber ihre Niederlage in Somalia noch nicht verkraftet. Die verheerendste Rolle aber spielte Frankreich: Die Mehrheit der Hutu waren alte verbündete der Ex-Kolonialmacht. Frankreich unterstützte diese finanziell und lieferte noch im Mai Waffen an die Völkermörder. Der französische Journalist Patrick de Saint-Exupéry hat Francois Mitterand mit dem Satz zitiert: "In so einem Land ist ein Völkermord nicht so wichtig".