Gewalt gegen Frauen in der Türkei

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Die Frage ist ja, warum Erdogan jetzt ohne ersichtlichen Grund aus einem harmlosen internationalen Abkommen zum Schutz der Frauen austreten muss. Niemand hat ihn dazu gedrängt. Zugleich hat er die HDP verboten. Welche Fraktionen innerhalb der Türkei will er damit bedienen? Wo ist die Schnittmenge zwischen dem Verbot der kurdischen Partei und dem Austritt aus dem Schutzabkommen für Frauen?
 

Burebista

Well-Known Member
4 November 2015
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Na ja,
manche sehen da einige Probleme.
Habe einen rum. Text online übersetzen lassen. Also aus Rum. ins Deutsche. Via Deepl

... Wollte nur zeigen, was manche meinen.
Ich wollte auch prüfen, ob die Übersetzung lesbar ist. :)
Habe diesen Artikel übersetzen lassen:
Convenţia de la Istanbul şi picătura de otravă în oala cu supă (OPINIE) - Stiri pe surse - Cele mai noi stiri

Das Thema der Istanbul-Konvention ist in letzter Zeit wieder ins Rampenlicht gerückt, da Länder wie die Slowakei und Bulgarien sich weigern, das Dokument zu ratifizieren. Seine 81 Artikel, die in einem Dokument von nicht mehr als 30 Seiten enthalten sind, legen Schritte fest, die unbedingt notwendig sind, um Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhindern und zu bekämpfen. Aber so wie es nur einen Tropfen Gift braucht, um den ganzen Topf Suppe ungenießbar zu machen, gibt es auch drei Artikel in der Europaratskonvention 2011, die eine wahre Büchse der Pandora öffnen.
Ich schreibe diesen Artikel zufällig am 8. März, dem Internationalen Frauentag. Vielleicht hätte ich das nicht getan, wenn ich nicht in einem Artikel meines Kollegen Andrei Tiut gelesen hätte, dass die Gegner der Istanbul-Konvention automatisch in die Kategorie der "Ultra-Konservativen" fallen. Es mag sein, dass das Festhalten an Regeln, die seit Tausenden von Jahren unverändert und bis vor ein paar Jahren unangefochten waren, Sie zu einem "Konservativen" macht, aber dieses "Ultra" ist nichts anderes als eine Taktik, um Ihren Gegner zu dämonisieren.
Es ist sicherlich einer der richtigen Tage, um öffentlich anzuerkennen, dass Rumänien ein großes Problem mit Gewalt gegen Frauen hat. Die Fälle von Frauen, die trotz Anzeigen bei der Polizei von ihren Partnern getötet werden, sind nur die "Spitze des Eisbergs", die wir nicht ignorieren dürfen. In Rumänien müssen dringend wirksame Maßnahmen zum Schutz der Frauen ergriffen werden. Die Istanbul-Konvention, die von Rumänien unterzeichnet und ratifiziert wurde, kann ein wichtiger Ausgangspunkt sein, wenn die drei Probleme, die von den so genannten Konservativen (in Wirklichkeit die Mehrheit in Rumänien und nicht nur in unserem Land) zu Recht angesprochen wurden, beseitigt werden.
Die Istanbul-Konvention wurde weder von den EU-Ländern Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Griechenland, Irland, Großbritannien und Ungarn noch von Aserbaidschan und Russland, die Mitglieder des Europarats sind, ratifiziert. Diese Tatsache hätte erwähnt werden müssen, weil bereits Manipulationen wie die der Plattform "Respekt", die nur Russland, Aserbaidschan und Ungarn als Gegner nennt, aufgetaucht sind.
Der erste Punkt in der Istanbul-Konvention ist Artikel 3(c): "'Geschlecht' bezeichnet die sozial konstruierten Rollen, Verhaltensweisen, Tätigkeiten und Eigenschaften, die eine bestimmte Gesellschaft für Frauen und Männer für angemessen hält."
Mit anderen Worten: Die Istanbul-Konvention führt eine neue Geschlechternorm ein. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich grundsätzlich, das Geschlecht als soziales Konstrukt anzuerkennen, unabhängig vom biologischen Geschlecht einer Person. Man ist entweder eine Frau oder ein Mann, je nachdem, wofür man sich entscheidet, und der Gesellschaft wird, wie wir unten sehen werden, beigebracht, diesen utopischen Traum der sogenannten Progressiven zu akzeptieren. Die rechtlichen Änderungen, die von verschiedenen Lobbygruppen unter Berufung auf diesen Artikel der Konvention erzwungen werden könnten, können weit über das hinausgehen, was eine bestimmte Gesellschaft will oder akzeptieren kann.
Das zweite Problem findet sich in Artikel 12, Absatz 1: "Die Vertragsparteien treffen die erforderlichen Maßnahmen, um Veränderungen in den sozialen und kulturellen Verhaltensmustern von Frauen und Männern zu fördern, um Vorurteile, Sitten, Gebräuche und andere Praktiken zu beseitigen, die auf der Vorstellung von der Unterlegenheit der Frau oder auf stereotypen Rollenbildern für Frauen und Männer beruhen."
Während die Vorstellung von der Minderwertigkeit der Frau sicherlich eine ist, die beseitigt werden muss, da sie weder real noch für eine Gesellschaft förderlich ist, können alle möglichen Dinge in die Kategorie "stereotype Rollen" fallen, abhängig von der eigenen Vorstellungskraft und den eigenen Interessen. Zum Beispiel könnte für manche Menschen die "Ausrottung von Bräuchen und Traditionen, die auf stereotypen Rollenbildern beruhen" bedeuten, religiöse Praktiken wie das ausschließlich männliche Priestertum zu verbieten.
Der dritte Punkt, der die beiden anderen im Wesentlichen ergänzt, findet sich in Artikel 14 Absatz 1: "Die Vertragsparteien werden gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um Lehrmaterial zu Themen wie Gleichberechtigung der Geschlechter, nicht stereotype Geschlechterrollen, gegenseitige Achtung, gewaltfreie Konfliktlösung in zwischenmenschlichen Beziehungen, geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und das Recht auf persönliche Integrität, das den sich entwickelnden Fähigkeiten der Schüler angepasst ist, in den formalen Lehrplan und auf allen Bildungsebenen aufzunehmen."
Bei dem bereits erwähnten Modell wird ein problematisches Thema in einer Aneinanderreihung von positiven Aspekten eingeführt. Nachdem wir gesehen haben, was Geschlecht und stereotype Rollen aus der Perspektive der Istanbul-Konvention bedeuten können, erfahren wir aus Artikel 14, dass diese verschwommenen Konzepte in den Schulen gelehrt werden sollen. Wenn wir ein enormes Bedürfnis haben, Kinder im Geiste der Gewaltlosigkeit gegenüber Frauen (und nicht nur) zu erziehen, dann weiß ich nicht, wer glücklich wäre, sein Kind im Geiste der Förderung von Zuständen wie "Geschlechtsdysphorie" erziehen zu lassen.
*** Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) ***
 
Zuletzt bearbeitet:

Alubehütet

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29 Januar 2017
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@Burebista Danke. Eine Begründung, über die wenigstens nachzudenken sich lohnt. Kann mir zwar nicht vorstellen, daß man mit der Konvention allen Ernstes das Frauenpriestertum in der katholischen Kirche würde durchsetzen können. Aber das macht Bedenken verständlich.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wo ist die Schnittmenge zwischen dem Verbot der kurdischen Partei und dem Austritt aus dem Schutzabkommen für Frauen?


Ich fand den Artikel eigentlich insgesamt dann doch zu schwach, um ihn hier zu posten. Erdogan als Marionette der MHP. Interessant schon eher, daß er sich derzeit umsucht, sondiert nach einer anderen Koalition.

https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/erdogan-oder-der-schwache-mann-am-bosporus
 
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sommersonne

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19 März 2017
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Und um sich bei irgendeiner konservativen Vereinigung anzubiedern, opfert er die Frauen und wirft sie ihnen zum Fraß vor? Wie schwach ist er denn, der Herr Erdogan, Angst die nächsten Wahlen nicht zu gewinnen oder allgemein schlechter Charakter, Bosheit. Pfeui Teufel.