Ich zünde eine Kerze an für

Dieses Thema im Forum "Fortsetzung folgt ..." wurde erstellt von Brunhilde82, 28 November 2008.

  1. Berfin1980
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    Berfin1980 Well-Known Member

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    Deswegen ja meine Frage an @Alubehütet die natürlich unbeantwortet blieb, durch ihn.

    Merci.....
     
  2. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Meine Güte. Wir sind hier nicht bei Wikipedia. Ich googel nicht alles nach, dann eben Schlosspark.
     
  3. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    ... für den Vater von Lamya Kaddor, der aus Heimweh und Sehnsucht nach seinen Olivenbäumen nach Syrien zurückgekehrt war und nun in seinem Haus überfallen und umgebracht wurde. Dies ist seine Geschichte - ein Teil seiner Geschichte, den seine Tochter vor zwei Jahren für das Buch "Syrien - ein Land ohne Krieg" erzählt hat.



    Heute war die Beisetzung. Er ruhe in Frieden.
    Seiner Tochter und der ganzen Familie mein Beileid und von Herzen viel Kraft! :(
     
  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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  5. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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  6. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Ich habe bei ihm studiert. Er lehrte Fundamentaltheologie und war Vertreter der vatikankritischen Politischen Theologie, deren Vertreter in den siebzigern und achtzigern mit den exkommunizierten Bischöfen Lateinamerikas zusammenarbeiteten. Anlässlich eines Besuchs einer dieser Bischöfe in Münster ging er mit mir rund um die Überwasserkirche spazieren, als der Kollege dort seine Predigt hielt, und bestärkte mich in meinem Interesse an der kritischen Theorie. Er war ein charismatischer Lehrer und hat großen Einfluss auf die katholische Theologie in Deutschland gehabt. Die Gegenposition zu Ratzinger, die sich vom Ende aus betrachtet aber durchgesetzt hat: Ratzinger ging in Kloster, Bergoglio trat die Nachfolge an.
    Außerdem war er ein guter Thomas-Interpret (und der Aristotelesrenaissance im M. A.) und entsprechend vertraut mit der Antike. Sein Anliegen war die Humanität. Dies hat ihn mit Horkheimer und der kritischen Theorie verbunden.
    Johann Baptist Metz war Horkheimer, Adorno und Marcuse in einem für die katholischen Theologie. Er ist unersetzlich.
     
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  7. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Oh. Das bewegt mich jetzt sehr, zu lesen @Mendelssohn. Ich kannte Metz nicht, habe in jungen Jahren mehr Rahner gelesen. Aber alleine schon die Achtung, mit der dieser stets von seinem Meisterschüler sprach, hat mich Respekt vor Metz gelehrt.

    Der Dissenz zwischen Ratzinger und dem, wofür an der Speerspitze Rahner stand, geht allerdings viel tiefer. Aber das blicken wohl nur eine Handvoll Leute. Ratzinger hat in seiner Regensburger Rede eine tief begründete, radikale Absage erteilt an alle zeitgenössische Philosophie und Wissenschaft Also nicht erst an Horkheimer; Kant und alles ist ein einziger Irrweg. Nicht von ungefähr hat er sich den programmatischen Namen „Benedikt“ gegeben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Dezember 2019 um 23:24 Uhr
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  8. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Im Vergleich zu Metz (und Rahner) ist Ratzinger eine kleine Leuchte, so klein, dass er die Kirche fast auf das Rituelle verkürzt und somit vom Evangelium aus betrachtet in die strukturelle Häresie geführt hat im Namen des Kampfes gegen einzelne von ihm so gebrandmarkte Häretiker. Wojtylas Erbe sozusagen.
    Metz' Stimme wird fehlen, um so mehr als Lehmann im letzten Jahr ging, der sich nicht scheute, in seinen Predigten die Dialektik der Aufklärung zu zitieren.
    Die katholische Kirche hat seit Johannes XXIII. mehrfach die Chance gehabt, sich auf ihre Substanz - Humanität - zu besinnen. Sie hat sie nicht genutzt - im Gegenteil hat sie auf ihren Substanzverlust systematisch hingearbeitet, den Ratzinger, ausgerechnet ein deutscher Papst, vollendet hat. Während der Zeit Wojtylas wurden sämtliche kritische Fundamentaltheologen aus dem Vatikan verbannt, verloren z. T. sogar ihre Missio (ich erinnere an Horst Herrmann, der 2017 verstarb).
    Ratzinger hat sie auch sinnbildlich alle überlebt. Ob Franziskus sein letzter Coup oder sein letzter Deal mit Gott war, um in den Himmel zu kommen, ist für mich noch nicht entschieden. Die Offenlegung des Spendenmissbrauchs und die Entschuldigung für die massenhafte Vergewaltigung von Kindern und hilflosen Frauen kommt m. E. viel zu spät.
     
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