Internationaler Frauentag als allgemeiner Feiertag?

Dieses Thema im Forum "Small-Talk" wurde erstellt von Bintje, 8 März 2019.

  1. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Hi, in Berlin ist der Internationale Frauentag heute zum ersten Mal offizieller Feiertag (Happy Bayram allen Begünstigten!). Sollte das Eurer Meinung nach in allen Bundesländern so sein? Wenn ja, warum und wenn nein, warum nicht? Andere haben sich auch schon Gedanken darüber gemacht (bei der "Zeit" interessanterweise nur Männer) und fanden Argumente dafür und dagegen.

    https://www.zeit.de/2019/11/gleichb...auentag-feiertag-emanzipation/komplettansicht

    Ich persönlich fänd's okay, wenn es nicht nur bei einem reinen Symboltag bliebe, der am nächsten Tag wieder vergessen ist. Stichworte: gleiche Bezahlung, bessere Karrierechancen, Politik, die erkennbar nicht nur von Männern erdacht & gemacht wird.. und so weiter (AKK mit ihren dümmlichen Karnevalswitzen mal außen vor). ;)

    ps Falls es einen ähnlichen Thread schon geben sollte, bitte einfach verschieben oder versenken; ich habe aus Zeitgründen ausnahmsweise nicht nachgeschaut.
     
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  2. eruvaer
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    Ich hab bei dieser "Feminismus" Frauenbewegung im öffentlichen Bereich irgendwie immer das Gefühl, das hätte alles schon in in den 60er/70ern passieren sollen und kommt wieder einmal viel zu spät o_O
    heutzutage wäre da schon eine etwas "diversere" Bewegung zeitgemäss.

    Geht das noch jemandem so? Dass er sich das anguckt und dieses Schneckentempo eher zum Weinen findet?

    Ich für meinen Teil würde lieber in einer Welt leben, in der Frauen ihre Gleichberechtigung als Grundverständnis durchsetzen und mit dem "Feminismus" weiter für die Gleichberechtigung anderer Gruppen mit ähnlichem Schicksal kämpfen.
    Klar passiert der Fortschritt Schritt für Schritt, aber deswegen sollte ma nicht den nächsten Schritt als grosses Ziel setzen, sondern das Finale:

    die absolute Gleichberechtigung aller.

    Aber hey klar, auch Etappenziele kann man feiern - man kann nie zu viel feiern ;) Ich weiss wovon ich rede :D
     
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  3. László
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    Ich schließe mich der Aussage an, dass es traurig ist, sich über die Selbstverständlichkeit der Gleichbehandlung der Geschlechter heute überhaupt noch Gedanken machen zu müssen. Gegen den Frauentag habe ich nichts einzuwenden, auch nicht als bundeseinheitlichen Feiertag.

    Allerdings tue ich mich mit „Ismen“ schwer ... Nationalismus, Faschismus, Sozialismus, Feminismus, Anti-Semitismus, Zionismus, Islamismus ... überall, wo ein „Ismus“ dranhängt, läuft irgendwas mächtig schief.
     
  4. EnRetard
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    Nicht notwendigerweise. Ich finde, Feminismus ist etwas Gutes. Wenn er allerdings mit Faschismus in einer Reihe gestellt wird, dann sicher nicht in lauterer Absicht.
     
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  5. EnRetard
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    Die Gefahr besteht, dass aus dem Frauentag ein zweiter Muttertag wird. Es gibt Blümkes, ok, falls verfügbar rote Nelken und nicht irgendwelches Maigemüse wie an Muttertag, aber trotzdem Alibiveranstaltung.
     
  6. eruvaer
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    Ich mag auch keine Extreme und somit keine Ismen.
    Ich finde den Gedanken Holger mit hinter dem Feminismus trotzdem gut.
    Aber der Ismus gibt dem ganzen immer einen faden Beigeschmack allein durch die Bezeichnung.
    Bei Flüchtlingslager denke ich auch gleich an Konzentrationslager, obwohl es auch schöne Ferienlager gibt. Aber das Lager hat für mich (ausser beim Bier) ebenso immer einen faden Beigeschmack wie auch die Ismen.

    Und ich finde es sehr schade, dass du immer so gerne gleich jedem das schlimmste unterstellst, nur weil die Wortwahl...
     
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  7. László
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    Die Betonung lag, in völlig lauterer Absicht, auf dem „Ismus“. Ich habe leider den Sexismus ebenso vergessen vergessen wie den Pedantismus. Entschuldigung.
     
  8. László
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    László Gesperrt

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    Nun, ich denke es ist nicht eine Frage der Wortwahl ... denn es war lediglich eine Aufzählung, ohne Wertung.
     
  9. EnRetard
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    Häää?
    Was gibt es zu unterstellen? Das war eine Verallgemeinerung nach dem Motto wird passend gemacht. Aber auch in den heutigen oberflächlichen Zeiten sollte man sich schon die Mühe machen zu differenzieren. Nur weil *ismus dranhängt, muss etwas nicht schlecht sein. Es kann auch völlig wertfrei sein, oder findet ihr einen Latinismus oder Gräzismus in der deutschen Sprache grundsätzlich schlecht?
     
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  10. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Also reine Ignoranz?
     
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