Käfig

Inada

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Gehalten in einem Käfig ohne Licht,
verschlossene Augen versperrten mir die Sicht,
eingeschlossen
ist mir durch den Kopf geschossen,
befrei dich, geh.
Doch es tat schon in der Vorstellung zu sehr weh,
ihn zu verlassen und frei zu sein,
frei sein bedeutet zunächst auch allein
und das konnte und wollte ich nicht sein.
Dann bist du gekommen und hast eine kleine Kerze mitgebracht,
es gab wieder Licht,
zu Ende war die Dunkelheit der Nacht.
Ich habe seit langer Zeit wieder mal gelacht,
und an mich gedacht.
Den Käfig habe ich noch lange um mich behalten,
da ich Angst hatte vor der Enscheidung und den Gestalten,
die alle um mich machen werden,
wenn sie sehen dass ich mich aus dem Geborgenen des Alltags befreie
und dir entgegeneile.
Regelmäßig hast du mich besucht und mir Hoffnung gemacht,
an uns geglaubt
und in einer einsamen Nacht,
den Schlüssel für meinen Käfig mitgebracht,
ihn aufgemacht, und mich mitgenommen.
Lange hat es gedauert, ich sah nur noch verschwommen,
bis ich auch den gefühlten Käfig ablegen konnte
und mich wieder auf der sonnigen Seite des Lebens sonnte.
Im Grunde dauert es noch immer an,
der Käfig ist noch immer da, weil er niemals so schnell erlischen kann.
Die Gedanken sind noch oft bei ihm,
doch meine Liebe ist nun bei dir.
Und die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben ohne den Käfig lebt tief in mir.

by Inada, April 2010
 
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