Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Asyali

Well-Known Member
6 Mai 2006
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AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Papst Benedikt XVI. hat die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche Irlands zutiefst bedauert und eine Untersuchung angeordnet. An die deutschen Opfer richtete er sich mit keinem Wort. Hier Wortlautauszüge aus seinem Hirtenbrief.

Auszüge aus dem Hirtenbrief des Papstes


Wortlautauszüge aus dem Hirtenbrief:

"1. Liebe Schwestern und Brüder, mit großer Sorge schreibe ich euch als Hirte der weltweiten Kirche. Wie Euch haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt. Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben. (...)
weiter hier
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Der Papst und sein Hirtenbrief: Enttäuschung auf breiter Front

Der Hirtenbrief von Papst Benedikt ist auf geteiltes Echo gestoßen. Kirchenvertreter sehen darin einen Neuanfang, Missbrauchsopfer, Reformer und Kirchenjugend sind enttäuscht.
 
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Pit63

Guest
AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Die Reaktion der Kirche ist erbärmlich.
Etwas anderes als diese lobbyistische Reakton habe ich nicht erwartet.
Die Angst vor dem Schatten, der infolge der Vorfälle auf die heilige Institution geworfen wird, überwiegt das Bedürfnis nach Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Die Reaktion zeigt, wie sehr man die Realität verkennt, denn gerade durch dieses Verhalten wächst der Schatten beständig.
 
E

Elena

Guest
AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Die Reaktion der Kirche ist erbärmlich.
Etwas anderes als diese lobbyistische Reakton habe ich nicht erwartet.
Die Angst vor dem Schatten, der infolge der Vorfälle auf die heilige Institution geworfen wird, überwiegt das Bedürfnis nach Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Die Reaktion zeigt, wie sehr man die Realität verkennt, denn gerade durch dieses Verhalten wächst der Schatten beständig.



Einspruch, der Papst ist NICHT die Kirche . Er ist nur das Oberhaupt der katholischen Kirche.
Ich gebe Dir aber recht, das die Reaktion des Papstes erbärmlich ist. Ich bin sehr enttäuscht von seinen Äußerungen . Hätte eigentlich erwartet, das er auch zu den Vorfällen in Deutschland Stellung bezieht . Dem war aber nicht so.:-? Leider. Es wird immer noch versucht, zu verschweigen und zu vertuschen. Und das schadet der katholischen Kirche sehr.
 

Shalima

Well-Known Member
17 Juli 2008
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Ösiland
AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

also als "neuanfang" seh ich den hirtenbrief nicht. dafür braucht mehr als nur ein paar worte des bedauerns. diese "reue" und bitte um vergebung, hilft den opfern nicht wirklich.
 

Asyali

Well-Known Member
6 Mai 2006
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AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Bischof räumt bewusste Vertuschung ein

Erzbischof Robert Zollitsch hat die bewusste Vertuschung von Missbrauchsfällen in der Kirche zugegeben. Inzwischen häufen sich enttäuschte Reaktionen auf den Papstbrief.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat eingeräumt, dass in der katholischen Kirche Fälle sexuellen Missbrauchs bewusst verschleiert wurden. "Ja, das hat es bei uns gegeben", sagte der Freiburger Erzbischof dem Nachrichtenmagazin Focus. Zollitsch wies allerdings Vorwürfe zurück, er selbst habe Missbrauchsfälle vertuscht.

Sexueller Missbrauch Minderjähriger sei über Jahrzehnte in der gesamten Gesellschaft vertuscht worden, sagte Zollitsch. Auch wenn deutlich sei, dass "die meisten Fälle außerhalb des kirchlichen Raumes" geschähen, seien sie in der Kirche besonders schlimm, sagte er. "Dass Übergriffe in solcher Zahl auch in unseren Einrichtungen stattgefunden haben, beschämt mich und bewirkt in mir ein großes Erschrecken. Jeder einzelne Fall verdunkelt das Gesicht der ganzen Kirche".weiter hier

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ein Neuanfang wird es nicht geben wenn die kirche sich nicht überlegt eine Änderung einzuführen.
Auch glaube ich nicht so ganz das sie in den letzten jahren härter durchgreifen.
Mal von den Missbrauchfällen abgesehen, werden doch auch stillschweigend geheime beziehungen der Priester und damit ihre unehlichen Kinder noch gefördert.
Ich habe mal gehört das die Kirche bei bis zu 3 Kindern Unterhalt zahlt.:roll:
 

hayal

Member
2 Juni 2007
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AW: Konsequenz aus dem Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter

Entschuldigen absolut nicht!
Ich weiß nicht, ob es dafür eine Statistik gibt, aber ist das bei orthodoxen oder evangelischen Geistlichen, die ja heiraten dürfen, auch so ein Problem?
Falls nicht, wäre vielleicht doch ein Grund im Zölibat zu suchen.


BINGO! Solche Taten sind auf keinen Fall zu entschuldigen! Aber mich würde es auch brennend interessieren, wie es bei verheirateten geistlichen zugeht.