Landschaftsbilder

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Ramadan ging nicht spurlos an mir, der nicht gefastet hat, vorbei:

wir waren auf einer Erkundungstour nach Iznik, wovon ich mir viel versprach, denn hier residierten einst:

https://de.wikipedia.org/wiki/İznik
aber wir wollten uns vor der Besichtigung der antiken Überreste erst mit einer Mahlzeit stärken.
So schlüpften wir zwischen Tür und einen Mann, der an die Tür angelehnt war und den ich sofort aufgrund seiner hellen Hautfarbe und blauen Augen, groß gewachsen, als ein Nachfahre Alexander des Großen identifizierte in das Restaurant. Wir waren so schnell an ihn ins innere des Ladens hinein gelangt, dass er kaum Zeit fand und was zu sagen, er lief buchstäblich von der Tür her uns hinterher in den Innenbereich.
Ich fragte, was es zu essen gäbe, worauf er freundlich und lächelnde und wissen ließ, dass sie wegen des Ramadans kein Essen servierten.
Also begaben wir uns raus, er wies uns noch an, wo wir essen könnten, wobei er an zwei entgegen liegende Richtungen zeigte.
Wir gingen in einer der Richtung, vorbei an der Hagia Sophia, die nunmehr als Moschee diente, fanden aber nicht und begaben uns in die andere Richtung, wohin der blauäugige "Türke" u.a hingedeutet hatte.
Wir fanden einen Restaurant, der ebenso offen war, jedoch wurde dort auch serviert und nahmen Patzt. Die Kellnerin brachte uns zwei Speisekarten und wir studierten sie, entschieden uns schließlich.
Damit war es aber nicht getan, denn es gab nur fixe Menüs, die allesamt unsere Aufnahmekapazität überschritten hätten:
Den Anhang 17822 betrachten
Pro Person und hier auf dem Bild fehlt ein Salat für Zwei und eine kleine Schüssel Jogurt für jeden, wobei man zwischen bei Frikadellen auch auf Hühnerfleisch oder Döner ausweichen konnte.
Nun, die Kellnerin kam und das feilschen um die Menge begann bzw. sie fing mit dem Kellner an, der aber entnervt den Platz für die Kellnerin räumte.
Sie blieb freundlich aber hartnäckig, dass das Menü unveränderbar wäre, aus der Ferne munkelte der erste Kellner mit seinen Kollegen auf uns deuten...erst jetzt dämmere es uns, oder die Kellnerin erwähnte es, dass es ein Fastenbruch-Menü war, nur war es noch nicht der Fastenbruch Zeit, wir gaben uns geschlagen, und es wurde serviert und serviert, während wir aßen , zwei Mal schickten wir das Hauptgericht zurück, weil die Beilagen noch nicht verzerrt waren.
Es mutete wie ein Kampf zwischen uns und den Kellnern an, statt ein Festmahl, so wie es auf dem Tisch aussah.
Wir überstanden die Prozedur, aber die Süßigkeiten konnten wir nur noch in unser Gepäck einpacken.
Von hier aus:
Linsensuppe, Pommes, Salat und Frikadellen, Nachtisch Bienenstich.
Das geht in jeder unter Denkmal gestellten Bergbaukolonie oder auch im Stadtteilfest. :)
 
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univers

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univers

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NATO-Beitritt Skandinaviens. Und wer meckert wieder rum?
und diese Wichtigtuerei die durch die hiesigen Medienlandschaft zieht;
https://www.gazetevatan.com/galeri/...dunyaya-cumhurbaskani-erdogan-duyurdu-2038231
Schlagzeile in fetten großen Lettern, Tageszeitung Vatan "

Finlandiya ve İsveç'in NATO üyeliği! Türkiye'nin tavrı belli oldu dünyaya Cumhurbaşkanı Erdoğan duyurdu..."​

"Die Natomitgliedschaft von Finnland und Schweden! Die Einstellung der Türkei zeichnet sich ab -nein keine Komma/der Übersetzer- der Welt verkündete es Erdoğan..."

Was mir auffällt ist, dass die Berichterstatter dermaßen abgehoben sind von ihren Lesern, durch ihren schulischen Bildung erworbenen Sprachgebrauch samt der Zeichensetzung nicht umzugehen wissen. Nicht dass ich mich über ihre Rechtschreibung ärgere, sondern sie diese einsetzen als ob alle ihrer Leser davon Kenntnis hätten bzw voraussetzen dass diese es kannten.
Ich kenne die Tageszeitungen, die in den Teestuben auf den Tisch liegen, nicht aufgefaltet und daneben an Tischen die Gäste lauthals ihr Domino oder Okeyspiel klirrend mit den Spielsteinen spielen.
Ab und an geht einer an der vereinsamten Zeitung auf dem Tisch vorbei und liest stehend die halbe sichtbare Seite, die gerade obenauf liegt.
Welch eine Selbstüberschätzung von den Berichterstattern zu glauben ihre Ausrufezeichen, Drei Punkte und Ausrufezeichen würden diesen Menschen was aussagen.
Ich bemängele nicht den Bildungsstand des Lesers, sondern die Diskrepanz zw, den Medien und ihren Lesern, die die Kluft der Zerrissenheit in diesem Land aufzeigt, aber es dürfte bei den Medienanstalten liegen diese Diskrepanz zu schließen.
Ich kaufe und lese keine Zeitungen, nicht weil es auch deren Präsenz im Internet es gibt, sondern, weil sie statt zu informieren unter dem Deckmantel des Nationalismus ihren Snobismus zur Schau stellen, sich gewiss damit auf er richtigen Seite zu stehen.
 

sommersonne

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Ich würde aber nicht die Berichterstatter dafür verantwortlich machen. Die Schulen sollten oder müßten den Kindern beibringen das man mit der Fähigkeit lesen gelernt zu haben etwas anfangen kann, auch nachdem man die Schule verlassen hat. Lesen wird ihnen offenbar nicht schmackhaft gemacht. Sie bekommen nicht gezeigt das man durch lesen viel interessantes, neues und erstaunliches erfahren kann.
Oder, die Leute lassen die Zeitungen links liegen weil sie wissen das sowieso nur darin steht was ein Mann erlaubt. Aber auch die Schulen können nur das lehren was ihnen erlaubt ist und vielleicht will dieser eine Mann auch nicht das es zu viele intelligente Menschen gibt. Denn die machen ihm und seinem Apparat dann nur Ärger.
 

univers

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Die Schulen sollten oder müßten den Kindern beibringen das man mit der Fähigkeit lesen gelernt zu haben etwas anfangen kann, auch nachdem man die Schule verlassen hat. Lesen wird ihnen offenbar nicht schmackhaft gemacht. Sie bekommen nicht gezeigt das man durch lesen viel interessantes, neues und erstaunliches erfahren kann.
Ein Dilemma!
Ich habe im engem Familienkreis Schulgänger hin bis zum Studium, die nicht begeistert sind vom Bildungssystem, weil es zu starr, weltfremd ist.
 
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sommersonne

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19 März 2017
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ich glaube eher, dass dıe Berichterstatter päpstlicher als der Papst agieren.
Das ist dann vorauseilender Gehorsam. Kenne ich von Geburt an bis zur Wende und auch heute kommt es ab und zu noch einmal vor.
Ein Dilemma!
Ich habe im engem Familienkreis Schulgänger hin bis zum Studium, die nicht begeistert sind vom Bildungssystem, weil es zu starr, weltfremd ist.
Wenn dann die Eltern auch kein Interesse haben, dann ist es schon schlecht für die Kinder. Sie lernen es nicht von allein.

Ich bin froh das die größere Enkelin eine richtige Leseratte ist und die zweite Enkelin wollte gestern so lange vorgelesen haben bis ich fast keine Stimme mehr hatte. Zum Glück kommt sie dieses Jahr in die Schule. Nächstes Jahr um diese Zeit kann sie dann mir etwas vorlesen.