"Nennt sie endlich Terroristen!"

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von turkish talk, 29 Juli 2015.

  1. turkish talk
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    turkish talk Well-Known Member

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    ... fordert Sascha Lobo in einem Kommentar auf Spiegel Online.

    Was sich in Deutschland gerade vollzieht, ist die Geburt eines neuen Terrorismus. Völkisch motivierter, mit "Notwehr" begründeter Terror, beheizt vom Hass im Netz, vorangetrieben von Abernazis. Es wird Zeit, ihn auch so zu nennen.

    Die Diskussion gerät in diesen Tagen auf eine neue Ebene. Der Terrorismus ist nämlich da. Nur ganz anders, als man ihn politisch und medial dargestellt hat, weniger Kopftücher, weniger fusselige Bärte. Ein Anschlag nach dem anderen wird verübt, schon über 200 dieses Jahr. Es handelt sich um die Entstehung eines neuen, völkischen Terrorismus. Und in den sozialen Medien kann man in Echtzeit zusehen, wie der Nährboden dafür bereitet wird.

    Der Terrorismus hat Deutschland erreicht - und er muss politisch und medial konsequent so benannt werden. Nennt die Leute, die Flüchtlingsheime anzünden, endlich Terroristen! Denn wer eindeutig terroristischen Akte wie Brandanschläge per verharmlosender Bezeichnung herunterspielt, ist Teil des Problems und nicht der Lösung.


    Recht hat er (wie so oft), auch wenn sich einige hier über den Begriff "Terrorismus" echauffieren werden, aber nichts anderes ist das.
     
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  2. NeoAslan+
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    NeoAslan+ Well-Known Member

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    ...und wenn ein Problem als solches erkannt und benannt wird, kann man sich zur Lösungsfindung, je nach dem wie und ob sie gewünscht ist, hierzu auch an die Ursachenforschung machen, die vermutlich mehrere verschiedene Faktoren hat. ;)
     
  3. Hanni Heini
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    Hanni Heini Well-Known Member

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    Das ist unser WischiWaschi Staat. Da sind wir immer ganz schnell dabei andere Länder zu kritisieren (Politiker aller Parteien stehen dann im TV vorm Mikrofon), aber vor der eigenen Haustür wird alles mögliche geduldet oder runtergespielt.
     
  4. Lumiukko
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    Lumiukko Well-Known Member

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    Wer WischiWaschi Parteien wählt, bekommt auch einen WischiWaschi Staat :D
    und wer nach 2-3 WischiWaschi Legislaturperioden nix gelernt hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
     
  5. naumburger
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    naumburger Well-Known Member

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    Das ist doch alles ganz einfach. In der DDR wurden Spione als "Kundschafter" bezeichnet obwohl es Spione waren. Terroristen sind für manche Freiheitskämpfer obwohl es Terroristen sind .
     
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  6. Zerd
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    Zerd Well-Known Member

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    Ich habe den Kommentar auch gelesen und dabei intuitiv gedacht, ob der gute Sascha Lobo da den Terroristen nicht unrecht tut: Terroristen kann man vielleicht die Menschlichkeit absprechen, aber nicht unbedingt eine gewisse ideologische Intelligenz, Überzeugung und Mut.

    Diese Typen dagegen werden am besten charakterisiert mit einem der Sprüche, die zuletzt in Freital (oder sonstwo im Osten) ausgehängt wurden, da hiess es: ein banker, ein bild leser und ein Flüchtlichg sitzen um einen Tisch mit 20 Keksen. Der Banker greift sich 19 davon und sagt dem Bild-Leser "pass auf, der Flüchtling schnappt dir deinen Keks weg!"

    Nein, das sind keine Terroristen. Mit solchen Idioten wird man am besten fertig, wenn man sie und ihre Taten und Themen ignoriert. Sobald die Parteien und die Bild-Zeitung das auch hinbekommen, werden die Untaten auch aufhören. So war es zumindest Ende der Siebziger, Anfang der Neunziger und kurz nach 9/11.

    edit ps.: mit ignorieren meinte ich natürlich medial ignorieren. Bekämpft und verfolgt werden müssen sie wie jedes andere Verbrechen auch!
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Juli 2015
  7. alterali
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    alterali Well-Known Member

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    Es schon traurig, um nicht zu sagen die absolute Scheiße. Egal ob Terrorismus oder Idioten.
    Aber man sollte auch sehen, dass dem ganzen ein westliche Politik vorangegangen ist.
     
  8. Pit 63
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    Pit 63 Guest

    Ich sehe es eher wie Naumburger: Ob Terrorist, Kämpfer für was auch immer oder gewöhnlicher Verbrecher, ist eine Bewertung, die letztlich im Auge des Betrachters liegt.

    Den medialen Deckel drauf halten, erzeugt unterschwellig auch Druck. Das ist an sich ebenso falsch wie das reflexhafte, mE nach instrumentalisierte Nazi- oder Terrorismusgeschrei in den Medien.
    Das lenkt gezielt davon ab, auf die Ursachen der Flüchtlingsströme zu schauen, es hält die Mehrheit der Gesellschaft davon ab, sich freimütig und kritisch zu äussern, es ignoriert bewusst die realen parallelgesellschaftlichen Probleme durch Zuwanderung oder die dafür verantwortliche postkoloniale Aussenpolitik oder die internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik und die damit zusammenhängenden sozialen Verwerfungen im In- und Ausland.
    All das hängt zusammen. Die Medien bedienen aber fast nur einseitig die Interessen des herrschenden einen Prozents der Bevölkerung. Das ist das Grundproblem, dass die andernen Probleme erst ermöglicht bzw. verschärft.
     
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