"Opfer-Abo" Unwort des Jahres

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pauline09

Guest
AW: "Opfer-Abo" Unwort des Jahres

"Jörg Kachelmann hat die zweifelhafte Ehre, das Unwort des Jahres 2012 geprägt zu haben: In einem SPIEGEL-Interview sprach er davon, Frauen hätten in Vergewaltigungsprozessen ein "Opfer-Abo". (..)

Na ja. Herr Kachelmann hat sehr wahrscheinlich nur einen einzigen Vergewaltigungsprozess miterlebt, nämlich seinen eigenen, von dem er allgemein gültige Rückschlüsse ziehen zu können glaubt. Und der von ihm zuletzt angeheuerte Hamburger Strafverteidiger lebt u.a. nicht schlecht davon, exakt diese These immer wieder vehement zu vertreten. Nach zahlreichen Vergewaltigungsprozessen, die ich beruflich verfolgt habe, kann ich nur sagen, dass ich mich dieser Prozedur als Frau mit 99%iger Sicherheit nicht unterziehen würde. So viel zum Thema "Opfer-Abo", denn was bei gerichtlichen Befragungen abgeht, ist für die Frauen zum Teil so demütigend und entwürdigend, dass man sich das wie auch die erneute Begegnung mit dem Täter meiner Meinung nach besser 2x überlegt. Das einzige allerdings wirklich Relevante, was es in dem Zusammenhang bringt, ist der Versuch, so einen verdammten Mistkerl möglichst lange davon abzuhalten, sich auch an anderen zu vergehen.

Auf Platz zwei landete die Bezeichnung "Anschlussverwendung" (125), auf Rang drei der Begriff "moderne Tierhaltung" (102).

Ich hätte "Anschlussverwendung" auf Platz 1 gesehen. Aber so politisch wollte die Jury dann offenbar doch nicht werden. :)
 
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Mein_Ingomann

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AW: "Opfer-Abo" Unwort des Jahres

Na ja. Herr Kachelmann hat sehr wahrscheinlich nur einen einzigen Vergewaltigungsprozess miterlebt, nämlich seinen eigenen, von dem er allgemein gültige Rückschlüsse ziehen zu können glaubt. Und der von ihm zuletzt angeheuerte Hamburger Strafverteidiger lebt u.a. nicht schlecht davon, exakt diese These immer wieder vehement zu vertreten. Nach zahlreichen Vergewaltigungsprozessen, die ich beruflich verfolgt habe, kann ich nur sagen, dass ich mich dieser Prozedur als Frau mit 99%iger Sicherheit nicht unterziehen würde. So viel zum Thema "Opfer-Abo", denn was bei gerichtlichen Befragungen abgeht, ist für die Frauen zum Teil so demütigend und entwürdigend, dass man sich das wie auch die erneute Begegnung mit dem Täter meiner Meinung nach besser 2x überlegt. Das einzige allerdings wirkliche Relevante, was es in dem Zusammenhang bringt, ist der Versuch, so einen verdammten Mistkerl möglichst lange davon abzuhalten, sich auch an anderen zu vergehen.



Ich hätte "Anschlussverwendung" auf Platz 1 gesehen. Aber so politisch wollte die Jury dann offenbar doch nicht werden. :)

Feryha hat auf den aktuellen Zusammenhang mit den Massenvergewaltigungen in Indien schon hingewiesen. Vermutlich hat die Jury auch das bewogen "Opfer-Abo" auf Platz 1 zu setzen. Die Unterstellung, die diese Kachelmannsche Wortschöpfung beinhaltet, hat alle "Qualitäten" für das Unwort des Jahres. Insgesamt gab es rund 2.000 Vorschläge, aber "Opfer-Abo" hat eine grosse gesellschaftliche Relevanz, so dass ich die Entscheidung der Jury nachvollziehen kann.
 
P

pauline09

Guest
AW: "Opfer-Abo" Unwort des Jahres

Einfach nur widerlich ,der Kerl!
Wahrscheinlich gilt das für Frauen weltweit und aktuell besonders in Indien-wenn man liest was die Anwälte dieser Mörderbestien der toten Studentin so von sich gaben.....
http://www.abendblatt.de/vermischte...gsprozess-verzoegert-sich-durch-Antraege.html

Das ist ihr Job, Feryha. Diese Anwälte machen nur ihren Job - und das müssen sie auch, denn auf ihre Mandanten wartet ggf. die Todesstrafe. Zahlreiche Anträge, um den Prozessbeginn zu verzögern, gehören selbstverständlich zum Instrumentarium - geschenkt..

Richtig fies und unappetitlich wird's dann, wenn die Opfer zu (Mit-)Täterinnen und/oder Lügnerinnen gestempelt werden. Und das geschieht gar nicht mal selten. Vermutlich werden die indischen Anwälte auch noch vorbringen, dass die getötete Frau sich aufreizend verhalten, die Männer absichtlich provoziert habe und in ihrem Vorleben ja auch schon .. und so weiter. Wart's ab..
 
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