Sind wir zusammengewachsen?.....Oder: Fluch und Segen der Wiedervereinigung!

Meine persönliche Meinung zur Wiedervereinigung ist:

  • durchgehend positiv

  • weitgehend positiv

  • positiv

  • negativ

  • weitgehend negativ

  • durchgehend negativ

  • mir egal

  • baut die Mauer wieder auf!


Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.

Skeptiker

Well-Known Member
26 Januar 2008
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Aufgrund der brandneuen Studie über den Umfang der reellen Wiedervereinigung möchte ich dieses Thema hier aufgreifen. Zu aller erst einmal ein Bericht über die Studie:

http://www.t-online.de/nachrichten/...usammen-auch-in-der-fremdenfeindlichkeit.html

Daraus einfach mal zitiert, wo ich definitiv denke, daß der Westen vom Osten profitiert hat:

"Der Osten liegt in der Emanzipation vorn

Beim Frauen- und Familienbild habe der Westen nach der Wende stark vom Osten profitiert, wo berufstätige Frauen und Ganztags-Kindergärten schon zu DDR-Zeiten normal waren. "Der Westen hat vom Osten gelernt", bilanziert der Forschungsdirektor am ZSH, Everhard Holtmann. Ostdeutsche Frauen und Männer seien in Sachen Emanzipation aber noch heute weiter als westdeutsche."

Wie seht ihr das? Wie ist eure Bilanz nach 25 Jahren?
 

hilal74

Well-Known Member
11 Mai 2011
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Leider gibt es immer noch Menschen die in Ost und West denken.unglaublich nach der langen Zeit.Von Freunden weiß ich das die Löhne immer noch nicht gleich sind,das viele aus dem Osten denken das sich die Wessis als was besseres fühlen.Meine Töchter gehören der Generation an ,die beim Fall der Mauer noch klein waren.Sie können es nicht nachvollziehen das es nochvein großes Ungleichgewicht zwischen dem Osten und dem Westen gibt.
 

alterali

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19 April 2007
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mittenmang
Der Westen vom Osten gelernt? o_O
Klar der Osten hatte die Kindergärten, als es im Westen ernst wurde, hat er das Elterngeld erfunden.
 

Feryha

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12 Juni 2010
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Ganz krass finde ich Kids ,die um die 20 sind und mir sagen-bin Ossi oder Wessi....oder Migranten die auf sch..Ossis oder Wessis fluchen...........
 
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alteglucke

Moderator
5 Juni 2006
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Bonn
Hm, ich bin gerade bei der Emanzipation eher zwiespältig. Und zwar, weil ich direkt nach der Wende viele Frauen im Osten kennengelernt habe. Ja, es gab ausreichend Kinderbetreuung (von der habe ich noch profitiert), weil die Frauen arbeiten mussten. Ein großer Teil von ihnen musste außerdem nebenbei noch den Haushalt schmeißen - ohne männliche Unterstützung. Viele waren froh, dass sie endlich zu Hause bleiben durften. Weibliche Chefs waren Mangelware.
 

Mirage

Member
8 Februar 2015
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www.writers-and-thinkers.de
Meine Bilanz zum Thema 25 Jahre:
"Erst wenn die Mauer in den Köpfen der Menschen fällt, erst dann war die Wiedervereinigung ein wirklicher Erfolg!"

Im Westen und im Osten mussten die Menschen arbeiten, um halbwegs gut über die Runden zu kommen. Dabei wurde Niemanden etwas vom Staat geschenkt, weder Früher noch Heute war und ist es so.
Jeder musste zusehen, wie er irgendwie klar kam.
Schon in der DDR gab es einen gravierenden Unterschied zwischen den Menschen:
Die Stadt-und die Landbevölkerung.
Auf dem Lande war das zwar körperlich schwerer, aber ein Leben dort, war für die meisten Menschen freier, als für die Städter. Denn das politische System der ehemaligen DDR war sich bewusst, dass man die Landbevölkerung bei der Beschaffung von fehlenden, landwirtschaftlichen Erzeugnissen dringend brauchte. Im Rahmen der Bodenreform, zog es viele Städter aufs Land...
Ich selber bin auf dem Lande aufgewachsen und auch wir waren zum größten Teil Selbstversorger in Sachen Obst, Gemüse und Fleisch. Letzteres wurde oftmals gebraucht, um diese Dinge bei der Beschaffung von Baumaterialien einzusetzen (Tauschhandel, wie in der Steinzeit aber lebenswichtig).
Ich wurde in das System hineingeboren und hab in meiner Kindheit nichts vermisst. Und auch an die Jugendstreiche denke ich heute noch gern zurück sowie an den Zusammenhalt untereinander, in allen Lebenslagen. Letzteres ist in den vergangenen 25 Jahren leider immer mehr verloren gegangen. Schade! Jeder denkt heutzutage nur noch an sich selbst.

Nach der Schulzeit ging es in die Lehre. Und mit 18. Jahren wurde die eigene Familie gegründet. Das war alles irgendwie so üblich, damals. Wurde sogar von Seiten des Staates gefördert, mit einer eigenen Wohnung und mit einem Ehekredit.
Auch meine Kinder sind in die Kinderkrippe und in den Kindergarten gegangen. Das war so organisiert und für mich auch selbstverständlich. Man hatte es auch nie in Frage gestellt. Man hat so funktioniert, ohne tiefgründig nachzudenken. Jedenfalls auf dem Lande.
Nur an Urlaub, da konnten wir selber nicht denken, weil wir zusätzlich eine eigene kleine Landwirtschaft hatten.
Das war mein Leben in der ehemaligen DDR, aber ich vermisse es nicht. Im Gegenteil.
Die Wiedervereinigung war für mich auch eine Chance zum totalem Neuanfang und ich habe diese genutzt :)
 

cahide12

Well-Known Member
14 Februar 2013
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Hm, ich bin gerade bei der Emanzipation eher zwiespältig. Und zwar, weil ich direkt nach der Wende viele Frauen im Osten kennengelernt habe. Ja, es gab ausreichend Kinderbetreuung (von der habe ich noch profitiert), weil die Frauen arbeiten mussten. Ein großer Teil von ihnen musste außerdem nebenbei noch den Haushalt schmeißen - ohne männliche Unterstützung. Viele waren froh, dass sie endlich zu Hause bleiben durften. Weibliche Chefs waren Mangelware.

Da bin ich nun ganz anderer Meinung. "weil Frauen arbeiten mußten????" Nein , sie wollten.
"Haushalt schmeißen?????" Ich kenne keine Familie, damals im Osten, wo der Mann nicht mitgeholfen hat.
Ein Großteil der Frauen war bestimmt nicht froh, nach der Wende zu Hause sein zu müssen. Die, die es wollte, waren auch vorher Hausfrau.
Weibliche Chefs, gut das gab es eher weniger. Aber Frauen haben so oft die rückwertigen Dienste gesichert, ohne Chefgehabe. Ich zum Beispiel hatte einen "Chefposten", in dem ich 24 Betriebe unter mir hatte, war alleinerziehend mit zwei Kindern, voll berufstätig und hab das alles geschafft.
 

YALOVALI

Gesperrt
1 Januar 2015
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Ich habe mir Stralsund und Rügen ansehen können. Und auch die Museumsinsel in Berlin..
 
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Leo_69

Well-Known Member
29 Juni 2008
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Candarli
Ich habe mir Stralsund und Rügen ansehen können. Und auch die Museumsinsel in Berlin..

Meine Frau liebt Stralsund. Jedesmal wenn wir in Deutschland sind müssen wir hin. (ca 1,5 h von meinen Eltern) Dann gibt es immer Räucherheilbut.
Ist wirklich eine sehr schöne Hafenstadt geworden.
Das gleiche gilt für die Museumsinsel in Berlin. Dann gibt es immer Dampfer - und eine Fahrradtaxi Rundtour.
Rügen hat die schönsten Strände von Deutschland. Travemünde kann da noch ein wenig mithalten.
 
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Sophia2

Well-Known Member
16 August 2014
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@cahide12 ich gebe Dir teilweise recht.
Ich kenne mittlerweile fast nur Frauen, die nur halbtags arbeiten bzw.verkürzt arbeiten wollen, da sie für ihre Kinder da sein wollen und sich nicht mehr dem ganzen Stress aussetzen wollen.
Mein Kind war morgens von 6 bis abends 18 Uhr im Kindergarten,auch nicht gerade erstrebenswert.

Ich für mich bin froh,dass es die Wende gab. Ich hatte die Möglichkeit mir was aufzubauen, natürlich hart erarbeitet mit einer Portion Glück.
Ich kenne viele Ossis,die der DDR nachtrauern, komischerweise denen es jetzt besser geht