Soll Habeck als Kanzler kandidieren?

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Mendelssohn, 13 August 2019.

  1. Skeptiker
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    Im Osten ist ja auch die Linke stärker als im Westen. Dennoch liegen die Grünen in den drei zu wählenden Ländern im zweistelligen Bereich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 August 2019
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  2. Mendelssohn
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    Vielleicht weil die Grünen im Osten als einzige eine Antwort auf die AfD haben? Mit ihrem traditionellen Klima-und Umweltthema konnten sie im Osten, gerade dort, wo noch große Natur zu schützen ist, bisher nämlich nicht punkten.
     
  3. EnRetard
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    Wie bitte? Was für eine Antwort haben die Grünen denn auf die AfD? Die befinden sich doch auf einer ganz anderen Umlaufbahn. Das Wahlergebnis der AfD beeinflussen sie nicht.
     
  4. Mendelssohn
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    Meines Wissens haben die Grünen einen sauberen Gegenstandpunkt zu der von der AfD ausgerufenen "Flüchtlingskrise" formuliert - im Unterschied zu den rechten Flügeln von CDU/CSU, SPD und Linken.
     
  5. EnRetard
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    Das nimmt der AfD aber doch keine Wählerstimmen ab. Ich denke auch nicht, dass die Flüchtlingsfrage den Grünen nennenswert Wähler bringt. Die sind im Aufwind, weil die von dir genannten Parteien kein scharfes Profil in der Klimafrage haben.
     
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  6. Alubehütet
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    In diesem Fall habt Ihr beide Recht. Grüne und AfD sind für Anhänger der jeweils anderen Seite unwählbar.
     
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  7. Mendelssohn
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    Nur hat die Klimafrage bisher noch niemanden im Osten interessiert.
    Im ganzen Osten sitzen bisher nur 25 grüne Abgeordnete in Länderparlamenten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sitzverteilung_in_den_deutschen_Landesparlamenten
     
  8. Alubehütet
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    Die machen sich lustig über seine Sprache. Inhaltlich ist das nicht.
    Ähm .. Nein.

    Es gibt kein „deutsches“ Sein. Es gibt auch kein französisches oder griechisches Sein. Es gibt nur das Sein.

    Allerdings, so Heidegger, haben die Deutschen einen privilegierten Zugang zum Sein, und zwar erstmals seit den alten Griechen: Weil sie, wie jene, eine besonders diffizile und zugleich poetische Sprache haben, die sie befähigt, auf eine besondere Weise zu denken, zuvor zu dichten (Dichten geht Heidegger dem Denken voraus, das Denken kann dem durch die Dichtung Gestifteten (Hölderlin) nur nach-denken). Das heißt nicht, daß die Franzosen nicht philosophieren können. Sie müssen halt nur zuvor Deutsch lernen.

    Natürlich kann man sagen: Das ist nationalchauvinistische Kackbratze. Das Problem bei Heidegger ist: Die Diagnose stimmt immer. Alles, was Heidegger denkt, ist immer auch nationalchauvinistisch gedacht. Aber das nächste Problem ist: Trotzdem bringt Heidegger immer auch verdammt gute Argumente für seine Thesen. Und wenn man weiter sucht, kann man noch mehr dazu anführen.



    EDIT:

    Ich nenne mal als Beispiel nur den hegel'schen Klassiker: Das berühmte Aufheben im dreifachen hegel'schen Sinne. Man kann eine Sache aufheben im Sinne von

    Einem einfachen Negieren: Hiermit ist das Gesetz vom soundsovielten daunddazu aufgehoben.

    Auf eine höhere Stufe heben: Madame, Sie haben gerade ihr Taschentuch verloren; ich habe es für Sie aufgehoben.

    Bewahren: Sie haben neulich Ihre Brieftasche in meiner Kneipe verloren, ich habe sie für Sie aufgehoben.
    Das ist ein zentrales Konzept bei Hegel (wird @sommersonne bestätigen). Geht so nur in Deutsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 August 2019
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  9. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Die deutsche Philosophensprache ist nicht dadurch entstanden, dass die deutschen das griechische Erbe angetreten hätten, sondern ganz simpel durch Christian Wolff, der, in dieser Sache ganz Pietist im reformierten Sinne, sein lateinisch verfasstes System der Philosophie ins Deutsche übersetzte. Seitdem wissen wir vom Sein, vom Ding an sich, von Erscheinung, Wesen usw. Manchmal sind Erklärungen ganz einfach.
    Heidegger passt die Philosophie der Ideologie an. Dadurch werden laut Adorno, Habermas, Habeck und Cohn-Bendit seine Argumente unphilosophisch. Sich intern mit Logik und den Alten auszukennen reicht nicht, ist aber Instrumentarium für allerlei Machttheorie (etwa Foucault).
    Es gibt gute Gründe, warum führende Grünenpolitiker sich nicht dem Poststrukturalismus angeschlossen haben, sondern auf dem Fundament der KT ihren Stand behalten haben.
     
  10. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Ärgerlich finde ich, daß wir die Diskussion um den großen Philosophen schon hatten. Mit ausgerechnet auch noch einem Frankfurter.

    Goethe ist der gereimte Knecht, wie Hegel der ungereimte.
    Ludwig Börne
    Heine hat dagegen gehalten. Und Recht behalten.

    Man kommt um Heidegger nicht drum rum. „Das war ein erklärter Nazi!“ ist richtig, greift aber zu kurz. Hegel war der Staatsphilosoph Preußens. Und trotzdem zu groß, um darauf reduziert, abqualifiziert zu werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 August 2019
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