Stammtischparolen und anderer Schabernack

Zerd

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12 Oktober 2005
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Meine Antwort:

Na, das fängt ja schön an, und wo ziehen wir dann die Grenzen? Biologiebücher etc. wie in der Türkei zensieren und Schuluniformen tragen, weil Religion an der Kleidung zu erkennen ist.

...

Für mich geht das alles in die Richtung.
Da kann ich nur noch kopfschütteln.

Schön und gut, ich erkenne darin nur keine Antwort. Heisst das nun, gar keine Rücksicht auf solche Befindlichkeiten nehmen oder den Kirchturm auch wegzulassen?
 

beren

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29 März 2015
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Wie Eru sagt, Mathematik ist Mathematik, Punkt.

Wenn ich rechnen muss, dann rechne ich, und wenn ich es lösen kann, dann freue ich mich.

Mathematik war mein Lieblingsfach, und da kommt es mir eh nur auf den richtigen Lösungsweg und Ergebnis an.

Der Rest ist mir egal.

.
 
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Zerd

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12 Oktober 2005
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Die Kirche mit ihren kubischen Körpern ist einfacher zu rechnen, als die Moschee mit ihren Rundungen.

In diesem Fall allerdings eher nicht: für die runden Körper hast Du nur Radius und Höhe benötigt, während für die Oberfläche der Pyramide zusätzlich noch die Höhe der Seitenflächen über den Pythagoras berechnet werden musste. Außerdem standen den Schülern die Formeln für Flächen- und Volumenberechnung in einer Formelsammlung zur Verfügung.
 
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Zerd

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12 Oktober 2005
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Doch, ich will sagen, das ist nebensächlich und wir sollten jetzt nicht mit so was anfangen.

Das hilft dem armen Lehrer aber nicht weiter, denn letztendlich bedeutet das, dass es egal ist, ob es das nächste Mal wieder ein Kirchturm oder ein Minarett ist, dass es egal ist, ob der Schüler weiterhin unnötig Punkte liegen lässt, dass es egal ist, ob er etwas dazulernt oder nicht. Ich weiss nicht, ob das die richtige Einstellung eines Lehrers sein sollte.
 

eruvaer

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7 April 2014
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Liebe.
Das hilft dem armen Lehrer aber nicht weiter, denn letztendlich bedeutet das, dass es egal ist, ob es das nächste Mal wieder ein Kirchturm oder ein Minarett ist, dass es egal ist, ob der Schüler weiterhin unnötig Punkte liegen lässt, dass es egal ist, ob er etwas dazulernt oder nicht. Ich weiss nicht, ob das die richtige Einstellung eines Lehrers sein sollte.
ein Schüler muss auch lernen, dass das Leben kein Ponyhof ist und es (besonders im Internet) unzählige Menschen geben wird in seinem Leben, die nicht nur nicht auf seine Befindlichkeiten eingehen, sondern diese auch gern provokant verwenden wird, um ihn damit zu verletzen.

wenn es um runde Körper geht, kann man ja dann das Minarett zur Berechnung heranziehen.
und bei der Gelgenheit lernen, dass auch Gotteshäuser nur von Menschen gestapelte Steine sind ;)
 
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Yaso2.0

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6 Februar 2014
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gar keine Rücksicht auf solche Befindlichkeiten nehmen oder den Kirchturm auch wegzulassen?

Seit wann gehts um die Befindlichkeiten der Schüler bzgl. Unterrichtsinhalte?

Ich würde keine Rücksicht auf solche Befindlichkeiten nehmen. Mit der Berechnung der Kirche hat man ja nicht vom ihm verlangt, die Religion zu wechseln. Es ist eine ganz banale Aufgabe.

Später wenn er irgendwo in einem Unternehmen arbeitet, kann er doch auch nicht die Arbeit verweigern.

Wenn man das einmal durchgehen lässt bzw. Rücksicht darauf nimmt, womit gehts denn dann weiter?

Edit: wieso den Kirchturm weglassen? Dieser gehört zu Deutschland, wie die Moschee zur Türkei. Das man hier eher mit Berechnungen der Kirche, statt die der Moschee zu rechnen hat, sollte m. M. n. klar sein.
 

Zerd

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12 Oktober 2005
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ein Schüler muss auch lernen, dass das Leben kein Ponyhof ist und es (besonders im Internet) unzählige Menschen geben wird in seinem Leben, die nicht nur nicht auf seine Befindlichkeiten eingehen, sondern diese auch gern provokant verwenden wird, um ihn damit zu verletzen.

Läuft das dann aber nicht darauf hinaus, dass Schüler dazu erzogen werden sollten, sich in einem Haifischbecken zurechtzufinden, um dann zuletzt selbst ein Teil und somit eine der Ursachen dieses Haifischbeckens zu werden?

Versteh mich nicht falsch, Dein Standpunkt macht durchaus Sinn, ebenso wie auch Berens Einlassungen. aber es scheint mir einfach nur sehr schwierig zu sein, in solchen Fällen das eindeutig richtige auszumachen.
 

Zerd

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12 Oktober 2005
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Edit: wieso den Kirchturm weglassen? Dieser gehört zu Deutschland, wie die Moschee zur Türkei. Das man hier eher mit Berechnungen der Kirche, statt die der Moschee zu rechnen hat, sollte m. M. n. klar sein.

Das kann ich so voll und ganz unterstreichen, das wäre auch mein Standpunkt. Aber dennoch gibt es da nun einmal diesen Schüler, der das offenbar (noch) nicht so sieht und darum unnötig Punkte liegen lässt. Soll man das nun ignorieren (wäre ihm damit em ahesten geholfen?) oder gibt es einen anderen Weg?
 

beren

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29 März 2015
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Das hilft dem armen Lehrer aber nicht weiter, denn letztendlich bedeutet das, dass es egal ist, ob es das nächste Mal wieder ein Kirchturm oder ein Minarett ist, dass es egal ist, ob der Schüler weiterhin unnötig Punkte liegen lässt, dass es egal ist, ob er etwas dazulernt oder nicht. Ich weiss nicht, ob das die richtige Einstellung eines Lehrers sein sollte.



Problem des Schülers.
Klingt hart, ich weiß, aber dann soll er mit den Konsequenzen leben.
Als Lehrer, ganz einfach, am Thema vorbei. Was überlegst du da noch.