tango türk- virtuoses in der neuköllner oper

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Buntes Erbe: "Tango Türk" an der Neuköllner Oper ist überraschend und virtuos. Das ist Autor und Hauptdarsteller Kerem Can zu verdanken - aber auch dem hochmotivierten Ensemble

Wenn es noch nicht geschehen, ist es spätestens jetzt an der Zeit, über den Begriff „Türkenkoffer“ neu nachzudenken. Natürlich könnten damit die beiden Plastiktüten gemeint sein, in denen sich die Abrechnungen für das Café befinden, das Cihans Vater in Berlin führt und die für seinen kosmopolitischen Sohn ein kleiner Kulturschock sind. Aber was hilft es: Die Mutter ist gestorben, und so muss er sich für ein paar Tage der eigenen Familie stellen. Wobei es in „Tango Türk“, der neuesten Produktion der Neuköllner Oper, aber auch noch diesen anderen, sehr handfesten Koffer gibt, den die Mutter ihrem Sohn hinterlassen hat und der vollgepackt ist mit Platten türkischer Tangos. Cihan wagt nicht, ihn zu öffnen: Denn was in dieser Musik, die so merkwürdig zwischen Sentimentalität und Hintergründigkeit balanciert, an Erinnerungen und Assoziationen steckt, lässt keine coole Distanzierung zu. Übrigens sind starke Mütter wie die von Cihan auch noch stark, wenn sie tot sind – und so packt Mama Nur (Sesede Terziyan) ihren Sohn in einer hinreißenden Tanzszene am Schlaffittchen und zieht ihn hinein in eine dramatische Familiengeschichte, die kurz vor dem Militärputsch von 1980 in Istanbul beginnt.


http://www.tagesspiegel.de/kultur/buehne/Kerem-Can-Tango-Tuerk-Neukoelln;art19533,3010211



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AW: tango türk- virtuoses in der neuköllner oper

Wenn Sinem Altan auf eine Frage antwortet, dauert es mitunter lange, bis sie wieder aufhört zu sprechen. Doch man lauscht der sprachgewandten 24-Jährigen sehr gern. Besonders in dem gemütlichen Arbeitszimmer der Neuköllner Oper, wo ein Klavier in der Ecke steht und „Herr Rufinger”, der Golden Retriever des Buchhalters, auf dem alten Sofa schläft. In dieser Atmosphäre, von vorfrühlingshaften Sonnenstrahlen beschienen, wandert die Hauskomponistin der Neuköllner Oper mit warmer und leicht heiserer Stimme die spannenden Stationen ihres noch jungen Lebens entlang.

Altan erzählt, wie ihr mit nur elf Jahren in ihrer Heimatstadt Ankara ein Auslandsstipendium angeboten wurde. Zu diesem Zeitpunkt spielte sie bereits über sechs Jahre Klavier, hatte viele Stücke komponiert und war Privatschülerin des aserbaidschanischen Komponisten Arif Melikov. „Ich hätte überall hingehen können, nach Frankreich oder in die USA. Doch der einzige Ort, an dem ich nicht erst mit 16, sondern schon mit elf Jahren Komposition studieren durfte, war die Hochschule für Musik ,Hanns Eisler‘“, sagt Altan. So kam Altan 1996 mit ihrer Mutter, die dafür ihren Beruf als Gymnasiallehrerin aufgab, nach Berlin. Der Vater, der als Finanzrichter arbeitete, blieb in Ankara, Altans acht Jahre jüngerer Bruder, der heute ebenfalls an der Eisler-Hochschule Geige studiert, wurde kurz darauf nach Berlin geholt.

der ganze artikel hier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Neukoelln-Sinem-Altan;art270,3029677

tango türk läuft bis zum 28. 2 in der neuköllner oper / die karten sind ausverkauft, restkarten nur noch ,wenn jemand nicht kommt
 
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