AW: Tragische Komödie
Man kann nur appellieren:
Verleiht kein Geld, erst recht nicht Beträge dieser Größenordnung (Ausnahme: An die eigenen Eltern, Geschwister)!
Denkt immer daran, dass die erste Anlaufstelle des Bittstellers die eigene Verwandtschaft sein sollte! Wenn sie ihrem Verwandten nicht unter die Arme greifen wollen, wird es seinen Grund haben.
Blendet bei solchen Anliegen die "Freundschaft" aus! Freundschaft beginnt schon damit, dem Gegenüber nicht mit finanziellen Anliegen zur Last zu fallen.
Wenn jemand nicht auf Anhieb "Nein" sagen kann (ist ja OK, spricht für die Menschlichkeit der Person), gilt es, Folgendes zu bedenken:
Was tut der Bittsteller von sich aus, um den finanziellen Engpass zu überwinden (Verzicht auf bestimmte Annehmlichkeiten des Lebens wie eigenes Kraftfahrzeug, Internet; Zurückstellen von Kaufwünschen)
Bei meinem "Freund" war es so:
- auf das Handy mochte er nicht verzichten (Im Jahre 2000 war es noch "Luxus"),
- ebensowenig auf Autofahrten, obwohl er im Besitz eines Semestertickets war,
- den Nebenjob hatte er zwar verloren, war aber nicht bereit, eine von mir vermittelte Arbeit als Hilfskraft (Arbeitgeberin Universität, also seriös) anzunehmen,
- es sollten andere Schulden, die durch Fehlspekulation entstanden worden waren, getilgt werden. In anderen Worten: Ein kompromissloser Gläubiger sollte durch einen willfährigen wie mir ersetzt werden. Seine berufstätigen Geschwister vermochten ihm offensichtlich nicht zu helfen.