Bintje
Well-Known Member
Eine drastische Aktion des "Zentrums für Politische Schönheit" ruft zurzeit reichlich Kritik hervor:
Eine gestern als Mahnmal vor dem Berliner Reichstagsgebäude postierte "Widerstandssäule" soll angeblich Asche von Shoah-Opfern enthalten.
https://taz.de/Asche-von-Schoah-Opfern-vor-Bundestag/!5647084/
Das ZPS will die Aktion als Warnung auch an die Unionsparteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD verstanden wissen. Auf der Seite sucht-uns.de werben die Aktionskünstler momentan Spenden ein, damit die bis Sonnabend befristete Aktion laut ihren Angaben ein festes Betonfundament erhält.
Jüdische Verbände und Organisationen wie auch das Auschwitz-Komitee zeigen sich entsetzt.
Sie verwiesen u.a. auf den hohen Stellenwert der jüdischen Totenruhe und eine "Instrumentalisierung der Opfer". Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, bezeichnete die Aktion als "ungeheuerliche Verfehlung". Volker Beck (B90/Die Grünen) stellte Strafanzeige wegen Verdachts der Störung der Totenruhe (§168 StGB). Die Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals Lea Rosh sowie der Historiker und Holocaust-Forscher Götz Aly äußerten dagegen Zustimmung und Sympathie.
Auch der Berliner "Tagesspiegel" nennt die Aktion drastisch und notwendig.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/...eit-ist-drastisch-und-notwendig/25290712.html
https://www.spiegel.de/kultur/gesel...nheit-kritik-an-mahnmal-aktion-a-1299418.html
Was haltet Ihr davon? Drastisch und notwendig?
Oder geht es den ZPS-Aktivisten vielleicht doch eher ums Aufsehen um jeden Preis?
Eine gestern als Mahnmal vor dem Berliner Reichstagsgebäude postierte "Widerstandssäule" soll angeblich Asche von Shoah-Opfern enthalten.
Nach eigenen Angaben hat das ZPS in den vergangenen zwei Jahren mithilfe historischer Quellen nach den Überresten von Opfern des Holocaust gesucht. Ihre Recherche habe sie nach Thüringen, Österreich, Polen und in die Ukraine geführt, heißt es vonseiten der Aktivisten. Im Umkreis ehemaliger Vernichtungslager seien Sedimente entnommen und im Labor auf menschliche Überreste getestet worden. In über 70 Prozent der Fälle sei das Ergebnis positiv gewesen.
Anschließend wurden diese Bodenproben an den Fundort zurückgeschickt. Mit einer Ausnahme: Einer der positiv getesteten Bohrkerne wird seit Montag zwischen Kanzlerinnenamt und Bundestag ausgestellt. Hinter der Glasscheibe der „Widerstandssäule“ blickt man auf Knochenreste, die aus der Erde ragen.
https://taz.de/Asche-von-Schoah-Opfern-vor-Bundestag/!5647084/
Das ZPS will die Aktion als Warnung auch an die Unionsparteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD verstanden wissen. Auf der Seite sucht-uns.de werben die Aktionskünstler momentan Spenden ein, damit die bis Sonnabend befristete Aktion laut ihren Angaben ein festes Betonfundament erhält.
Jüdische Verbände und Organisationen wie auch das Auschwitz-Komitee zeigen sich entsetzt.
Sie verwiesen u.a. auf den hohen Stellenwert der jüdischen Totenruhe und eine "Instrumentalisierung der Opfer". Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, bezeichnete die Aktion als "ungeheuerliche Verfehlung". Volker Beck (B90/Die Grünen) stellte Strafanzeige wegen Verdachts der Störung der Totenruhe (§168 StGB). Die Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals Lea Rosh sowie der Historiker und Holocaust-Forscher Götz Aly äußerten dagegen Zustimmung und Sympathie.
Auch der Berliner "Tagesspiegel" nennt die Aktion drastisch und notwendig.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/...eit-ist-drastisch-und-notwendig/25290712.html
https://www.spiegel.de/kultur/gesel...nheit-kritik-an-mahnmal-aktion-a-1299418.html
Was haltet Ihr davon? Drastisch und notwendig?
Oder geht es den ZPS-Aktivisten vielleicht doch eher ums Aufsehen um jeden Preis?