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László

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4 März 2019
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WORUM GEHT ES?

»Mitternacht im Pera Palace« erzählt die faszinierende Geschichte des Aufbruchs Istanbuls in die Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schauplatz der rasanten Entwicklung ist das elegante Hotel Pera Palace, dessen Gäste Geschichte schrieben: Von Agatha Christie über Atatürk und Trotzki bis zu Geheimagenten aller Länder checkte ein, wer den Lauf der Welt veränderte. Ein wunderbar stimmungsvolles Porträt Istanbuls von den »Swinging Twenties« bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

WAS IST BESONDERS?

Istanbuls Aufbruch in die Moderne, mitreißend erzählt vor dem Panorama europäischer Geschichte, am Beispiel eines Grand Hotels und seiner illustren Gäste.
 

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László

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4 März 2019
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Nächster Versuch:

Giles Milton - Paradise Lost: Smyrna 1922

(Originalsprache: Englisch)

Zeugnisse westeuropäischer Handels-Familien, die schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Smyrna, heute unter seinem türkischen Namen Izmir geläufig, zu Wohlstand gekommmen waren, nutzt Giles Milton zusammen mit vielen anderen Quellen, um das katastrophale Ende der Stadt im September 1922 fesselnd nachzuvollziehen. Selbst vom 1. Weltkrieg nur wenig berührt, war Smyrna bis zu dieser Katastrophe wohlhabende Modell-Großstadt des Osmanischen Reiches für ein friedliches Zusammenleben von Griechen, Armeniern, Türken und anderen Nationalitäten und Religionen.

Der Zusammenbruch des Osmanischen Vielvölker-Reiches nach dem 1. Weltkrieg und der durch den Krieg geschürte Nationalismus ermutigte das erst seit knapp hundert Jahren unabhängige Griechenland, sich Teile Kleinasiens einverleiben zu wollen, in denen griechische Volksgruppen z.T. schon seit der Antike lebten. Entgegen Warnungen des klügeren Winston Churchill erteilte der britische Weltkriegs-Premierminister Lloyd George grünes Licht hierfür, gestützt vom naiven amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson. Der von Greueltaten gegen türkische Dörfer begleitete Vormarsch der griechischen Armee gegen die nationaltürkischen Truppen von Kemal Atatürk führte sie bereits in die Nähe Ankaras, endete dann jedoch in der, so der griechische Sprachgebrauch, "kleinasiatischen Katastrophe".

Bis in die ersten Septembertage 1922 noch unbekümmert ihren alltäglichen Geschäften nachgehend, sah die nichtürkische Bevölkerung Smyrnas seiner Besetzung durch Kemal Atatürk und seine nationaltürkischen Truppen am 09. September im ersten Moment noch sorglos entgegen, mußte jedoch binnen kurzem erkennen, daß sie Opfer einer ethnischen Säuberungsstrategie wurde. Den übelsten Übergriffen der türkischen Truppen folgte das systematische Niederbrennen der nicht-türkischen Stadtteile. Die im Hafen liegenden zahlreichen Kriegsschiffe von Großbritannien, USA, Frankreich und Italien zeigten sich auf Geheiß ihrer Regierungen "neutral". Die Opferzahlen liegen im sechsstelligen Bereich. Nur ein Teil der nichttürkischen Bevölkerung überlebte und konnte sich - dann schließlich u.a. auch mit begrenzter Hilfe durch die westlichen Kriegsschiffe - nach Griechenland retten. (Walter Leuchs)
 

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László

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4 März 2019
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Dazu muß man auch Quellenangaben machen?

Bei dem Buch über Smyrna steht am Ende in Klammern der Name des Verfassers der Rezension (Walter Leuchs) dabei, auf die Nennung der Verkaufsplattform habe ich bewusst verzichtet. Kommerzielle Werbung ist hier, so lese ich, unerwünscht.

Beim anderen Buch handelt es sich um den Klappentext. Der ist in genau dieser Form auf vielen Webseiten zu finden.

Muss man dazu Quellenangaben machen? Nein. Es ist aber schön zu sehen, dass sich (außer uns beiden) wieder jemand, wenn auch nur indirekt, mit dem Thema „Türkei“ befasst hat.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Das was Bintje da gemacht hat sind ja keine Quellenangaben im herkömmlichen Sinn, also unnötig. Na egal.

Mit dem Thema Türkei ist es eben zur Zeit absolut schwierig. Wenige aus dem Forum fliegen zur Zeit in die Türkei und die zwei, drei TN die direkt in der Türkei wohnen äußern sich nur noch selten. Verstehe ich völlig, bei der derzeitigen Lage ist es absolut nicht ratsam Kritik zu äußern. Ganze Foren wurden aufgelöst und die verbliebenen äußern sich auch nur sehr spärlich. Es gibt auch nur wenige offizielle Informationen. Es fehlt uns nun der Input um uns wirklich darüber austauschen zu können.
Wir wollen aber das Forum nicht "eingehen" lassen vielleicht kommen ja auch mal wieder bessere Zeiten.
 
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EnRetard

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19 Februar 2017
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Bei dem Buch über Smyrna steht am Ende in Klammern der Name des Verfassers der Rezension (Walter Leuchs) dabei, auf die Nennung der Verkaufsplattform habe ich bewusst verzichtet. Kommerzielle Werbung ist hier, so lese ich, unerwünscht.

Beim anderen Buch handelt es sich um den Klappentext. Der ist in genau dieser Form auf vielen Webseiten zu finden.

Muss man dazu Quellenangaben machen? Nein. (...)
Muss man nicht? :mad: Na, dann hoffen wir mal, dass niemand dem Betreiber dieses Forums eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung reinhaut.
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Man stiehlt also fremdes geistiges Eigentum und gibt es für eigenes Hirnschmalz aus. Was für ein Armutszeugnis. Aber wer's nötig hat...
 

Bintje

Well-Known Member
5 Mai 2018
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10.616
113
Muss man nicht? :mad: Na, dann hoffen wir mal, dass niemand dem Betreiber dieses Forums eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung reinhaut.
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Man stiehlt also fremdes geistiges Eigentum und gibt es für eigenes Hirnschmalz aus.(...)

Ja, das ist der Punkt. Wobei die Presseabteilung des Ullstein Verlags sich bestimmt freut, wenn ihre Mitteilungen querbeet durchs Netz kopiert werden und eine "Spitzenrezension" bei Amazon wohl kaum die erforderliche Schöpfungshöhe für urheberrechtliche Auseinandersetzungen aufweist. Trotzdem nennt man so was ohne Zitat und Quellenangabe landläufig Contentklau. Von Seitenbetreibern normalerweise ungern gesehen. -
Wie auch immer: bei Buchvorstellungen erwarte ich schon, dass jemand das Buch auch gelesen hat und nicht einfach nur Fremdtexte 1:1 ohne Kenntlichmachung der Quelle reinsetzt.
 
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