Wie Volksparteien sich selbst demontieren - mit und ohne Rezo

Berfin1980

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19 Juni 2015
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Msane

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25 März 2010
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Es gibt sehr gute Gründe, am Atomausstieg festzuhalten. Aber Putin hat allen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und was verschärfend dazu kommt, ist die Lage in Frankreich. Die Grünen stecken massiv in der Zwickmühle und könnten den 180 Grad-Schwenk der Basis m.E. nur mit sozialen Gründen und Solidarität auch gegenüber den Franzosen vermitteln. Deutschland muss die Versorgung sicherstellen, die Preise bezahlbar halten (.. was ja vorerst gründlich schiefging ..) und nebenbei noch die französischen Nachbarn mitversorgen, weil deren AKWs bekanntlich alt bis uralt sind und noch nicht mal ausreichend gekühlt werden können. Also am Langzeitziel festhalten, aber aus pragmatischen Gründen weitermachen, so lange es geht - und zwar auch (!) mit Lingen. Alles andere ist schlecht vermittelbar und liefert Merz & Co nur weitere Steilvorlagen.

Jetzt wäre der beste Zeitpunkt der Realität in die Augen zu schauen und wiederholt, den Ausstieg vom Ausstieg zu verkünden.
Neue Brennstäbe einbauen, Laufzeiten bis zum planmäßigen Ende der AKWs verlängern und Abfahrt.
Da hätten wir für Millionen Menschen die nächsten Jahre gesicherte Stromleistung, exakt das was wir brauchen.
Die Grünen haben nun die Gelegenheit unter Beweis zu stellen, dass sie keine Partei weltfremder Ökospinner sind,
sondern auch in der Lage sind pragmatisch Verantwortung für unser Land zu übernehmen.


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sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Zu teuer. Die Kohle, AKWs wieder lauffähig zu machen, lieber in nachhaltige Energien stecken.
Leichter gesagt als getan. So schnell sind Windräder in erforderlicher Zahl nicht aufgebaut. Anwohner, Naturs chützer und Bayern wehren sich mit Händen und Füßen.
Photovoltaikanlagen sind auch nicht so schnell zu bekommen, sollen knapp sein und die Monteure ebenfalls.
 

Msane

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25 März 2010
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Wir brauchen beides, AKWs für die Grundlast und Erneuerbare als nachaltige Energiequelle - jetzt und zukünftig.

Wer keine AKWs will, gut, jedem seine Meinung... aber der wird dann Kraftwerke bekommen, die stattdessen klimaschädliche fossile
Energieträger nutzen.
Man muss halt wissen was man will.


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Msane

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25 März 2010
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Update:

So... zwei Atomkraftwerke bleiben laut Habeck wohl vorerst am Netz.

Mal schauen wie groß die Schmerzen im Land noch werden müssen bis die Grünen von ihrer
Ideologie abrücken und das Dritte AKW auch weiterbetrieben wird.


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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Das ist eine Finte. Der Schrottreaktor Neckarwestheim wird wohl kaum laufen.
Die entscheidende Wahlbotschaft lautet: Im Norden brauchen wir keine AKWs, weil wir ... weil ich schon längst umgerüstet habe auf Windenergie. Aber die bestußten Bayern müssen die ollen Wracks halt weiter laufen lassen, weil die haben ja nicht mal Leitungen.
 

Msane

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25 März 2010
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Wer in unserer derzeitigen Situation wirklich glaubt wir könnten es uns leisten auch nur ein einziges Kraftwerk, sei es
Kohle, Atom oder Sonstwas abzuschalten, der lebt wirklich in einem Paralleluniversum.


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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Wir sind seit Jahren Stromexporteure. Wenn wir mal paar Monate bißchen Strom importieren müßten, schadete uns das gar nicht. Das Problem ist, daß die Franzosen mit ihren AKW-Schrottmeilern nicht liefern können. Die Hälfte ist abgeschaltet.
 
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Msane

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25 März 2010
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Du hast mich falsch verstanden, aber egal ... die Energiepreise werden die ideologische Vernagelung schon aufbrechen.


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