Wissenwertes über den Islam

EnRetard

Well-Known Member
@Msane Noch ist der Kölner Dom kein Museum, sondern die größte Stadtkirche Kölns, in der täglich mindestens eine Messe und sonntags auch mehrere abgehalten werden. Warum der Besuch einer Schulklasse im Dom ok ist, in der Moschee an der Aachener Straße (der größten Moschee in Westeuropa oder so) aber nicht, erschließt sich mir nicht.

@Msane schreibt:

Besuche von Kirchen, Moscheen oder Synagogen um die Religion besser kennenzulernen lehne ich hingegen ab, da hier der religiöse Charakter wieder im Vordergrund steht, da geht es ja nicht um das Gebäude sondern um die Religion, das macht den Unterschied.
Das ist klar und deutlich. Seine Einschätzung des Kölner Doms als identitätsstiftendes Symbol der lokalen kölschen Kultur und weniger als religiöses Bauwerk finde ich nachvollziehbar. Man kann den Dom jedoch auch unter kunsthistorischen Gesichtspunkten als gigantischen gotischen Kirchenbau oder eben auch als Bischofskirche mit dem oder gar als Wallfahrtsort mit dem Dreikönigsschrein besuchen. Von dem Zweck des Besuchs hängt es ab, ob er zu einem Übergriff auf die Religionsfreiheit der Schüler werden kann oder nicht.
Genauso sehe ich es bei einer Moschee, wobei ich den Böhm-Bau an der Aachener Straße wenig typisch und daher etwas schwierig für 12jährige finde.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Schulklassen werden wohl eher nicht in den Kölner Dom zur Messe gehen, sondern zu anderen Zeiten. Hoffe ich jedenfalls.
Schulklassen werden sicher auch nicht eine Moschee anlässlich des Freitagsgebets besuchen.
Der Besuch eines Sakralbaus im schulischen Kontext hat, sofern es sich nicht um einen Schulgottesdienst handelt, nichts mit religiöser Erziehung zu tun. Es ist auch nicht so, dass man als Atheist oder Andersgläubiger tot umfällt, wenn man die Schwelle eines Sakralbaus betritt. Das Recht auf freie Religionsausübung oder gar keine Religion auszuüben, wird dadurch nicht beschnitten.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Das dürfte für die Moschee an der Aachner nicht weniger gelten.
In beiden Sakralbauten nur Touristen, sogar während der Messen bzw. während der Gebete. Soviel zum Lokalkolorit.
So sehr ich deine Position teile, aber das ist kein Vergleich. Der Kölner Dom ist neben dem Brandenburger Tor und Schloß Neuschwanstein eines DER Ikonen Deutschlands. Und für die Kölner Identität so wichtig wie dem Wuppertaler die Schwebebahn.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
So sehr ich deine Position teile, aber das ist kein Vergleich. Der Kölner Dom ist neben dem Brandenburger Tor und Schloß Neuschwanstein eines DER Ikonen Deutschlands. Und für die Kölner Identität so wichtig wie dem Wuppertaler die Schwebebahn.
Weshalb es sich beim Kölner Dom dennoch und in erster Linie um einen Sakralbau handelt. Dass auch der Kölner türkischer Abstammung den Dom liebt und sich mit ihm identifiziert, hat etwas mit der liberalen Bistumsführung zu tun (der olle Meißner konnte sich in Köln an keiner Stelle durchsetzen und wurde zudem zur Abdankung oder Entlassung "gefemt"). Besucht wird der Dom von den Kölnern im Vergleich zu den Touristen wohl wegen der Massen an Touristen, eher selten. Das Gleiche gilt für die Moschee an der Aachenerstraße, in der die Touristen busweise angekarrt werden und die gläubigen Kölner Besucher wohl um ein Vielfaches übertreffen.
Es gibt überhaupt kein stichhaltiges Argument dafür, den Besuch einer Moschee für weniger allgemeinbildend im säkularen Sinne zu halten, als den Besuch des Kölner Doms oder einer romanische Basilika in Meck-Pom, die nach den Religionskriegen evangelisch wurde.
Furchtbar wäre eine Liste von Sakralbauten, an die Lehrer und Schulen sich halten müssten beim Schulausflug. Noch furchtbarer wäre es, die Begründung für eine Liste genehmer Sakralbauten zu lesen. Identitätsstiftende Sakralbauten dürfen innerhalb des Schulunterrichts besucht werden, weil von ihnen keine religöse Indoktrination ausgehe. Um da mitzumachen, müsste der Richter schon seine Logik-Kurse verpasst haben.
 

Skeptiker

Well-Known Member
Weshalb es sich beim Kölner Dom dennoch und in erster Linie um einen Sakralbau handelt. Dass auch der Kölner türkischer Abstammung den Dom liebt und sich mit ihm identifiziert, hat etwas mit der liberalen Bistumsführung zu tun (der olle Meißner konnte sich in Köln an keiner Stelle durchsetzen und wurde zudem zur Abdankung oder Entlassung "gefemt"). Besucht wird der Dom von den Kölnern im Vergleich zu den Touristen wohl wegen der Massen an Touristen, eher selten. Das Gleiche gilt für die Moschee an der Aachenerstraße, in der die Touristen busweise angekarrt werden und die gläubigen Kölner Besucher wohl um ein Vielfaches übertreffen.
Es gibt überhaupt kein stichhaltiges Argument dafür, den Besuch einer Moschee für weniger allgemeinbildend im säkularen Sinne zu halten, als den Besuch des Kölner Doms oder einer romanische Basilika in Meck-Pom, die nach den Religionskriegen evangelisch wurde.
Furchtbar wäre eine Liste von Sakralbauten, an die Lehrer und Schulen sich halten müssten beim Schulausflug. Noch furchtbarer wäre es, die Begründung für eine Liste genehmer Sakralbauten zu lesen. Identitätsstiftende Sakralbauten dürfen innerhalb des Schulunterrichts besucht werden, weil von ihnen keine religöse Indoktrination ausgehe. Um da mitzumachen, müsste der Richter schon seine Logik-Kurse verpasst haben.
Sakralbau ist Sakralbau! Da gibt es keine Unterschiede und die Freiheit darüber entscheiden zu können ob man einen solchen besucht oder nicht sollte unter allen Umständen gewahrt bleiben!
 

EnRetard

Well-Known Member
Nichts, solange man es freiwillig tut. Beides sollte man aber verweigern dürfen, den Besuch im Sakralbau aus Glaubens- oder Unglaubensgründen und den Besuch im Zoo aus Gewissensgründen, wenn man keine Tierquälerei unterstützen möchte.
 
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