Worte sind wie 1001 Macht (Kedi's Gedichte)

Dieses Thema im Forum "Zwischen Kaffeehaus und Klapse" wurde erstellt von Kedi08, 21 August 2009.

  1. Kedi08
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    An die Liebe

    So stehe ich hier mit erröteten Wangen
    Habe allen Mut gefasst
    Und erwarte dich mit großem Bangen

    Meine Tasche ist wieder unsagbar schwer
    Gefüllt mit Hoffnung, Glaube und Vertrauen
    Nur meine Tränen, die gibt es nicht mehr

    Will die Tür hinter mir auch fest verschließen
    Mich zieht es hinaus auf unbekannte Wege
    Werde jeden Schritt bestimmt genießen

    Ein wenig Angst vor deinem Erscheinen
    War mein Rufen auch laut genug?
    Entschlossenheit, nie mehr zu weinen

    Soll ich mich wirklich noch einmal durchringen
    Eben erst wurde mir mein Herz gestohlen
    Doch er vergaß es wieder zurückzubringen

    Vielleicht schenkt mir jemand sein Herz dafür
    Und seih es auch nur ausgeliehen
    Egal, wenn ich dich nur noch einmal spür'

    Komm' vorbei und küss mich leise
    Ich erwarte dich bei Tag und Nacht
    Nimm' mich wieder mit auf deine Reise

    Halt meine Hand und trage mich weiter
    durch die Welt an neue Orte
    Zeig mir das Leben gütig und heiter

    Bring mich dorthin wo der Sommer blüht
    Lass mich zittern in seinen Armen
    Wenn am Abend die Sonne im Meer verglüht

    Endlich wieder tanzen und lachen und schweben
    An dich denken in jeder Minute
    Wenn meine Lippen bei seinem Namen beben

    Ich bin bereit und warte auf dich
    Bring mir Flügel für all die schönen Länder
    Seih gnädig und verliebe mich

    So stehe ich hier mit erröteten Wangen
    Meine Seele geöffnet, um dich zu begrüßen
    Und niederzusinken mit großem Verlangen
     
  2. Kedi08
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    Zwei Wege

    Wenn die Straße des Lebens dir zwei Wege zeigt
    Wähle den steinigen Weg
    Denn nur wer Steine beseitigen kann
    Wird im Ziel vor Erschöpfung lächeln

    Wenn das sinnliche Mondlicht dir zwei Herzen anbietet
    Wähle das verschlossene Herz
    Denn nur ein Herz, das du mit deiner Liebe geöffnet hast
    Wirst du auch beschützen

    Wenn die Träume der Zweifel dir zwei Türen zeigen
    Wähle die abgeschlossene Tür
    Denn nur wer den richtigen Schlüssel hat
    Ist zuhause angekommen
     
  3. Kedi08
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    AW: Worte sind wie 1001 Macht (Kedi's Gedichte)

    Begierde

    Vermisse dich,
    mit nie gekanntem Schmerz.
    Begehre dich,
    wie in keiner Stunde meines Lebens.
    Sehne mich nach dir,
    als wären Jahre vergangen.
    Möchte vor dir niederknien,
    nicht zu schade dich anzuflehen.
    Im Staub vor dir liegen,
    um Tränen der Gnade zu erbitten.
    Will deinen herben Duft,
    um mir die Sinne zu rauben.
    Mit bebenden Lippen
    dich bittersüß schmecken.
    Innehalten bei deinem Anblick,
    der so zart in meinen Händen zergeht.
    Doch die finsteren Mächte sind stärker:
    Fastenzeit – Und keine Schokolade im Haus… :lol:
     
  4. Kedi08
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    AW: Worte sind wie 1001 Macht (Kedi's Gedichte)

    Nur einmal noch

    Nur noch ein einziges Mal mit dir
    Du und ich, verschmolzen im Wir
    Einmal noch den Augenblick genießen
    Bevor sich unsere Seelen für immer verschließen
    Deine Lippen auf meiner Haut
    Heiß und innig, wohl vertraut
    In deinen Armen für immer gefangen
    Atemlos im Hoffen und Bangen
    Mit einem Blick in deine Augen
    Alles verlieren, Wille und Glauben
    Deine Hände, fordernd und weich
    Zögernd, doch ich will sie gleich
    Spüren auf meinem Körper hier
    Und da und dort, komm schenk sie mir
    Lass mich für einen Moment noch beben
    In meiner Willigkeit entschweben
    Deinen Atem an meiner Brust
    Möchte spüren deine Lust
    Deine Kraft soll über mich kommen
    Mein Herz ist ängstlich und beklommen
    Doch voller Erwartung in der Sekunde
    Die du mir gibst zu nächtlicher Stunde
    Wenn die Nebel mich umhüllen
    Um mir den einen Wunsch zu erfüllen
    Wenn du wieder bei mir bist
    Mit mir den Augenblick vergisst
    Alles um uns rum existiert nicht mehr
    Weil ich dich begehre so sehr
    So sinke ich unter deinen Küssen hin
    Und fühle dich ganz tief in mir drin
    Wellen tragen mich in ewige Weite
    Und bleiben doch liegen an deiner Seite
    Sehe Lichter, so hell und klar
    Als ob es noch niemals dunkel war
    Höre Stimmen aus der Ferne
    Möchte verschmelzen mit dir so gerne
    Den Genuss für immer behalten
    Dich in meinem Schoß entfalten
    Von deinem Saft immer wieder trinken
    Ohnmächtig unter dir zusammensinken
    Um mit einem Schauer neu zu erwachen
    Und dein Verlangen mir eigen zu machen
    Meine tiefsten Geheimnisse enthüllen
    Deine Lenden mit Leben erfüllen
    Noch einmal von vorne, immer wieder
    Sink ich auf meine Knie vor dir nieder
    Machtlos, ergeben in der Sinnlichkeit
    Nur einmal noch, ich bin bereit.
     
  5. Kedi08
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    AW: Worte sind wie 1001 Macht (Kedi's Gedichte)

    Was wirklich zählt

    Es kann so hell sein in der Dunkelheit
    Wann immer ich deine Stimme höre

    Es ist die Erinnerung an vergangene Stunden
    Die ein Hoffen auf Morgen lebendig hält

    Es sind dein Blick, dein Lachen, deine Berührungen
    Und jeder Zweifel in mir entschwindet

    Es sind Zeit und Kraft, die Fremde von dir fordern
    Aber mir schenkst du freiwillig deine tiefsten Gefühle

    Es ist nicht wichtig, wie oft du mich küsst
    Solange du es mit Leidenschaft tust

    Es ist nicht kalt in dieser sternklaren Winternacht
    Weil du mich unter deinem Mantel beschützt

    Es ist meine bedingungslose Hingabe
    Die dein Herz endlich ankommen lässt

    Es ist egal, was die anderen sagen
    Ich hör‘ nur auf dich und du auf mich
     
  6. Kedi08
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    Losgelaufen

    War so frei im Herzen
    Frei von allen Schmerzen
    Hab den Strand erkundet mit nackten Füßen
    Salzige Lippen vom Wellen begrüßen
    Bin gelaufen und gehüpft an deiner Hand
    War mir selber manchmal unbekannt
    Den Wind in den Haaren, Sonne auf der Haut
    Luftschlösser neben Sandburgen gebaut
    Seh das Ende vom Strand, bleibe atemlos stehen
    Und schaue erstaunt, kann dich nicht mehr sehen
    Deine Hand mir entglitten, kann es nicht fassen
    Vielleicht hast du mich auch einfach losgelassen
    Hast mich motiviert, meine Träume herauf beschworen
    Und dann selber den Mut zum Träumen verloren
    Hast mich angeregt zum kindlichen Spiel
    Nichts ahnend, wann es wird zu viel
    Hast ein schnelles Tempo vorgegeben
    Und sahst mich dann selber nur noch entschweben
    Der Strand ist zu Ende, mein Atem wird flacher
    Erkenne die Sonne immer schwacher
    Seh sie am Horizont versinken
    Möchte von den letzten Strahlen trinken
    Falle auf die Knie in den kühlen Sand
    Habe mich ganz schnell wiedererkannt
    Ein letztes Mal die Sandburg mit Wasser begossen
    Und das Luftschloss für immer abgeschlossen
     
  7. Kedi08
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    Die Zeit mit dir

    Was ist schon Zeit
    Versunken in jeder Stunde mit Dir
    Träumend an jede köstliche Minute
    Schwelgend um jede Sekunde in deinen Armen

    Eine Zeitreise war es
    Als wir wie Kinder den Weg verließen
    Um lieber auf der Blumenwiese zu verweilen
    Berauscht von herrlichen Düften
    Erheitert an der Vielfalt der Farben
    Geblendet im Strahl der Sonne

    Doch die Zeit ist gekommen
    Abschied zu nehmen
    Sich noch einmal die Hände zu reichen
    Erinnerungen wie Sand durch die Finger rieselnd
    Bis sie langsam entgleiten
    In eine andere Welt

    Zeitlos müssen wir nach vorne schauen
    Nur die Richtung ist nicht mehr dieselbe
    Man rief uns zurück auf den Weg des Lebens
    Ich auf meinen
    Du auf deinen
     
  8. Kedi08
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    Komm über mich

    Schweig
    Stell jetzt nicht die Frage
    Die mit rauher Stimme zerteilt
    Was im Hier und Jetzt verweilt

    Flüster
    Mir die richtigen Worte zu
    Ist nicht wichtig für mich, sie zu verstehen
    Solang ihre Melodie im Einklang ist mit deines Blickes Flehen

    Komm zu mir
    Wenn die Himmelskörper erloschen sind
    Ergib dich der Nacht mit allen Sinnen
    Lass Süße und Schwere wie Wein über deine Seele rinnen

    Denk nicht
    An die blaue Stunde, die Kälte und Klarheit bringt
    Illusionen, zu Staub zerfallen und niemals gelebt
    Auf immer im Netz der Wahrheit verwebt

    Nimm mich
    Brech meinen Willen mit aller Härte
    Beharrlich, wie die Flut den Deich zerstört
    Meine Hingabe fordernd, die dir längst gehört
     
  9. Kedi08
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    In my arms

    Come, close your eyes
    And take my breathe
    I will kiss your tears away
    Make way for a new smile
    Destroy the demons
    Who torment your soul
    My lips are rambling over
    Every piece of your skin
    Searching the one
    For show me your vibration
    From the song of devotion
    Whisper sweets in your ears
    So you can’t hear your own doubts
    Help you see brightness
    At the end of the tunnel
    And hope for your dreams
    I’m so sure, they will come true
    Come, let me sense your pain
    Whenever you stay for a while
    In my arms…
     
  10. Kedi08
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    AW: Worte sind wie 1001 Macht (Kedi's Gedichte)

    Istanbul

    Noch einmal schaue ich zurück.
    Zurück auf dich, in deine Augen.
    Dein Blick, verschleiert von Tränen.
    Entstiegen aus dem Morgennebel,
    der wie tröstend die Sonne umarmt.
    Errötet vor Scham ob der Trauer.

    Noch einmal strecke die Hand ich aus.
    Will verbrennen bei jeder Berührung.
    Den einen Schmerz spüren,
    um den anderen zu vergessen.
    Hab‘ doch sonst nichts mitzunehmen,
    außer Narben der Erinnerung.

    Noch einmal flehe ich dich an.
    Lass mich endlich gehen.
    Und halte mich für immer fest.
    Will frei sein in deiner Umarmung,
    werde niemals fliehen.
    Jeder Stoß von dir eine Wiederkehr.

    Noch einmal spüre ich deinen Verrat.
    Mit der Gewissheit, dass er aus Liebe geschah.
    Schickst mich fort ohne Abschied, ohne Verzeihen.
    Und trägst als Pfand mein Herz in der Hand.
    Herausgerissen in dunkler Stunde.
    Wohl bedacht, ihm nicht wehzutun.

    Noch einmal will ich mich verlieren.
    In deinen Armen, an deinen Lippen.
    Und zerbrechen an meiner eigenen Gier,
    die nur reuevoll deinen Lenden widersteht.
    Verzaubert von den Düften der Nacht
    und verführt von deinem Flüstern.

    Noch einmal fühle ich deinen Schmerz,
    in dem Versuch, mich nicht zu verletzen.
    Deine Kraft, deine Stärke, die mich aufhalten will.
    Und mir doch die ersehnten Worte verwehrt.
    Meine Trauer eine einzige Bitte, ein Flehen.
    Trag mich fort, wenn der Mut mir fehlt.

    Noch einmal senke ich die Knie,
    küsse den Staub zu deinen Füßen.
    Und nehme dich hoch erhobenen Hauptes wahr,
    dein Leuchten, deine Leidenschaft.
    Bereit, mich dir im Kampf zu stellen.
    In der stillen Hoffnung der Niederlage.

    Noch einmal schwankt das Boot unter mir,
    meinen Atem mit jeder Welle beruhigt.
    Jeder Ruderschlag ein Schnitt in mein Herz.
    Jeder Meter vom Ufer ein kleines Lächeln
    in Gedanken an meine Wiederkehr.
    Und deine ganze Schönheit ein Glanz auf meiner Seele.

    Noch einmal winke ich dir zu,
    mit letzter Kraft, vor Kummer verstummt.
    Und sehe das Feuer in deinen Augen,
    hemmungslos, so wie du mich genommen.
    Auf Wiedersehen, Istanbul.
    Du weißt, ich kehre irgendwann zurück.
     
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