Ärger mit der Krankenkasse

karlchen

Member
Hallo!

Ich muß mich mal eben aufregen. Vielleicht könnt Ihr euch ja noch daran erinnern, dass ich in dem Thread: nur noch 4 Monate in Deutschland erzählt habe, dass ich im März für sechs Monate in die Türkei gehe.

Ich musste jetzt mal hier einen neuen Thread aufmachen, weil ich hoffe, dass mir jemand von euch zu diesem speziellen Thema einen Rat geben kann.

Also ich bin ja selbstständig und freiwillig gesetzlich versichert. Ich habe im Juli bei meiner Krankenkasse angefragt und mich erkundigt, wie das ist, wenn ich ein halbes Jahr im Ausland verbringe, in dieser Zeit keine Einkünfte aus meiner selbständigen Tätigkeit beziehe, und wie sich das dann auf meinen Beitrag auswirkt, ob der sich senken lässt, für diese Zeit.
Da hat der gute Mann gesagt, dass wäre kein Problem und ich würde auf den Mindestsatz heruntergestuft, ich solle mich einfach kurz bevor ich gehe noch einmal melden.

Toll gesagt, getan. Heute habe ich dann die großartige Nachricht bekommen, dass der Beitrag -auch für diese Zeit, in der ich keine Einkünfte beziehe- an dem bemessen wird, was ich in den letzten zwei Jahren verdient habe.Zizou

Im Klartext, nix mit runterstufen, und den gleichen Beitragssatz weiter zahlen.
Das kann doch nicht sein. Die haben eine eine schriftliche Mitteilung von uns, dass ich keine Einkünfte für diese Zeit beziehe (habe mit einer Freundin eine Gemeinschaftspraxis und wir mussten so eine Gesellschafterklausel aufsetzen).

Das ist leider nicht wenig Geld und davon habe ich noch keine Auslandskrankenversicherung.

Weiß jemand von euch einen Rat?

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn alles so geklappt hätte:cry:

Liebe Grüsse eure Katrin

Ps: Gehörte das jetzt eigentlich noch unter den anderen Thread?:oops:
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

:-? Habe ich es zu langweilig formuliert?

Wahrscheinlich! Ich hätte es wohl besser unter meinem alten Thread gepostet.

:-( :-( :-(
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Hallo Katrin !

Nein, zu langweilig ist es nicht und es wurde ja auch schon öfter von den Usern aufgerufen (siehe Hits) aber ich vermute mal, es kann Dir keiner wirklich weiterhelfen, weil wir uns mit diesem Problem nunmal einfach nicht auskennen. Bevor Dir jemand was falsches rät, halten wir lieber unsere Klappe.


Krankenkassen sind scheinbar ein Spezialfall. Eigene Erfahrung meinerseits: Ich hatte mich mal telefonisch nach einer medizinischen Behandlung erkundigt, die von mir geplant war. Der Mitarbeiter am Telefon sagte, kein Problem wir übernehmen für 4 Mal die vollen Kosten ! Toll, dachte ich. Ist ja klasse, da ich nämlich im Internet was anderes gelesen hatte. Aber wenn es die eigene Krankenkasse sagt, sollte es doch stimmen ?? Weil ich dann doch unsicher wurde, habe ich nochmal schriftlich bei der KK angefragt und was kam als Antwort - Wir übernehmen nur 3 Mal die Kosten und das auch nur zu 50 % !!

Fazit: Die haben da völlig unkompetente Leute am Telefon die von tuten und blasen keine Ahnung haben.

Tja, das hat mit Deinen Fall zwar nichs zu tun, aber trotzdem...



Nur ´ne Frage, da ich ehrlich bei freiwilligen Versicherungen keine Ahnung habe: Warum muß Du Dich die Zeit in der Türkei überhaupt weiter in Deutschland versichern? Kannst Du die Beitragszahlung nicht solange stoppen? Reicht die Auslandskrankenversicherung denn nicht aus ?

Lieben Gruß !
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Hallo Katrin,
vielleicht kannst du dich für die Zeit, in der du in der Türkei bist, dort abmelden. Ich gebe mal einfach die Info weiter, die ich telefonisch bei meiner Krankenkasse bekommen habe. Daher ist sie mit Vorsicht zu genießen. Die haben mir gesagt, wenn ich mich in Deutschland abmelde (beim Einwohnermeldeamt), könnte ich mich, wenn ich dann wieder da bin, innerhalb der ersten drei Monate wieder dort (in der gesetzlichen) versichern. Bin aber kein Freiberufler. Kannst ja mal nachfragen, ob es diese Möglichkeit auch für dich gibt.
Alles Gute
PatliCan
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Ich danke euch schon mal!

Ja wird wohl darauf hinaus laufen, dass ich mich erst mal abmelde. Aber ich bin dann auch ein bissel schissig. passiert dann in der Zeit tatsächlich was ernsthaftes und ich möchte mich lieber in Deutschland behandeln lassen stehe ich da!

Aber anders herum, was soll schon passieren. ich bin glaub ich einfach manchmal zu sehr deutsch und habe ein mulmiges Gefühl, mich einfach so abzumelden. Aber 560 Euro im Monat für nichts sind auch einfach eine Menge Geld :-(
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Also ich bin ja selbstständig und freiwillig gesetzlich versichert. Ich habe im Juli bei meiner Krankenkasse angefragt und mich erkundigt, wie das ist, wenn ich ein halbes Jahr im Ausland verbringe, in dieser Zeit keine Einkünfte aus meiner selbständigen Tätigkeit beziehe, und wie sich das dann auf meinen Beitrag auswirkt, ob der sich senken lässt, für diese Zeit.
Da hat der gute Mann gesagt, dass wäre kein Problem und ich würde auf den Mindestsatz heruntergestuft, ich solle mich einfach kurz bevor ich gehe noch einmal melden.

Bis dahin leuchtet mir alles ein; das kenne ich auch so.

Zitat von karlchen:
Toll gesagt, getan. Heute habe ich dann die großartige Nachricht bekommen, dass der Beitrag -auch für diese Zeit, in der ich keine Einkünfte beziehe- an dem bemessen wird, was ich in den letzten zwei Jahren verdient habe.

Völlig irre. Bist Du sicher, dass Du es mit der Krankenkasse und nicht etwa mit der Künstlersozialkasse zu tun hattest?! Entschuldige, aber das klingt nach KSK oder Barmer.
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Ja wird wohl darauf hinaus laufen, dass ich mich erst mal abmelde.

Auf gar keinen Fall, tu das nicht. Du kannst an allem Möglichen sparen, ausgerechnet an der Krankenversicherung wäre es echt fahrlässig. Die Beitragssätze für Selbständige in der Gesetzlichen sind der Hammer, das kenne ich; den einzigen Tipp, den ich Dir geben kann: entweder vorher die Kasse wechseln und sich vorher erkundigen, wie es da läuft (bzw. laufen würde) und/oder einen Termin vereinbaren und mit einer Auflistung Deine Einkünfte und etwaigen Belegen persönlich da antanzen. Bei mir haben sie auf erst nach einem persönlichen Besuch eingesehen, dass sie den Beitragssatz mal anpassen könnten. Davor musste ich völlig unabhängig von schwankenden Einkünften immer den Höchstsatz berappen (ohne die Kasse bis auf Vorsorge-Untersuchungen beim Kinderarzt je in Anspruch genommen zu haben). Vielleicht finde ich ja noch irgendwo im Netz einen passenden Link zu dem Schiet, Weiteres dann per PN.

lg
anouk
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Völlig irre. Bist Du sicher, dass Du es mit der Krankenkasse und nicht etwa mit der Künstlersozialkasse zu tun hattest?! Entschuldige, aber das klingt nach KSK oder Barmer.[/quote]

Es ist die Techniker!

Bis jetzt war ich mit denen wirklich zufrieden. Mal abwarten was sie jetzt machen, wenn ich diesen großartigen Fragebogen ausgefüllt habe, den sie mir zugeschickt haben. Bin gespannt.
 
AW: Ärger mit der Krankenkasse

Es ist die Techniker!

Bis jetzt war ich mit denen wirklich zufrieden. Mal abwarten was sie jetzt machen, wenn ich diesen großartigen Fragebogen ausgefüllt habe, den sie mir zugeschickt haben. Bin gespannt.

Das ist an sich 'ne vernünftige Kasse, ganz im Ernst. Und lass Dich da auch nicht irritieren, es ist tatsächlich so, dass Du auch als Selbständige einen Anspruch auf Beitragsermäßigung hast, wie der Typ Dir schon sagte.
Hier zwei Links mit ein bißchen Hintergrund dazu, der erste nur zu allgemeinen Bestimmungen (V. Sozialgesetzbuch, §240, Abs. 4a); unter dem zweiten Link findest Du die aktuelle Satzung der TK. Die ist wichtig, denn irgendwo da müsste auch stehen, wie sich das bei Auslandsaufenthalten genau verhält.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__240.html

https://www.tk-online.de/centaurus/...n__downloads/07__die__tk/satzung/satzung.html

Viel Erfolg beim Papierkrieg. Ich kann's Dir nachfühlen und drücke die Daumen. :)

;)
anouk
 
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